Games for Democracy: Deutscher Entwickler wird bei der Gamescom ONL 2025 von Asmongold-Fans ausgebuht

Gamescom 2025 ONL
Gamescom 2025 ONL

Während der Gamescom Opening Night Live 2025 sorgte ein ungewöhnlicher Programmpunkt für kontroverse Reaktionen. Der deutsche Entwickler Georg Friedrich, CEO von Paintbucket Games, wurde während seines Auftritts im Segment Gamescom Cares von Fans des Streamers Asmongold ausgebuht.

Politische Botschaften lösen Kontroverse aus

Im Rahmen der Initiative Games for Democracy stellte Friedrich sein Spiel The Darkest Files vor, in dem Spieler die Rolle des von den Nazis verfolgten Juristen Fritz Bauer übernehmen. Dabei nutzte der Entwickler die Bühne für eine klare politische Positionierung: „Die Demokratie ist derzeit in Gefahr. Minderheitenrechte werden verletzt und die Welt wird zunehmend vernetzt.“

Weiter betonte Friedrich die Bedeutung von Spielen als Medium für gesellschaftliche Veränderung und verwies auf die Unterstützung durch Institutionen wie die Europäische Kommission und die Vereinten Nationen.

Diese Aussagen lösten im Livestream-Chat von Asmongold, der für seine konservativen Ansichten bekannt ist, sofort negative Reaktionen aus. Der Chat füllte sich schnell mit Buh-Rufen und Begriffen wie „sigh“ (Seufzen) sowie Vorwürfen von „woker Propaganda“.

Seht euch hier den Beitrag und die Reaktionen dazu an:

Hintergrund: Die Games for Democracy Initiative

Bei Games for Democracy handelt es sich um eine von der Bundeszentrale für politische Bildung kuratierte Initiative, die auf der Gamescom 2025 erstmals präsentiert wird. Das Programm stellt Indie-Spiele vor, die „demokratische“ Werte vermitteln sollen, und ist Teil des größeren Gamescom Congress, der sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Spielen befasst.

Neben The Darkest Files werden auf der Gamescom weitere Indie-Projekte gezeigt, die mit der Organisation in Verbindung stehen.

Fazit: Die unvermeidliche Politisierung der Spielekultur

Der Vorfall während der Gamescom ONL 2025 zeigt eindrücklich, wie sehr sich die Games-Branche in einem Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und politischer Bildung bewegt. Während Initiativen wie Games for Democracy die gesellschaftliche Relevanz von Spielen betonen, lehnen Teile der Community diese Politisierung ab.

Wir sind ehrlich: Auch wir hätten gerne eine Show über Videospiele gehabt, die nicht von politischen Denkweisen infiziert ist und stattdessen den Spaß am Medium im Vordergrund behält und stehen klar für eine unpolitische und neutrale Gamescom!

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