Twitter führt eine besondere Art von Pay Wall ein

Während Facebook, Instagram und last not least auch TikTok ständig wachsen und unentwegt neue Sachen ausprobieren, ist Twitter eher behäbig unterwegs. Wie ein VW Käfer: Am Design ändert sich nicht, am Innenleben auch nicht – aber wer damit unterwegs, kommt zuverlässig ans Ziel. Twitter läuft und läuft und läuft …

Neue Features wie die Twitter Fleets sind nur ein paar Tage interessant – und danach auch schon wieder vergessen. Doch jetzt hat Twitters Chefetage einige neue Funktionen angekündigt, um die Umsatzzahlen explodieren zu lassen … Oder, um es im Silicon-Valley-Sprech zu sagen: Neue Funktionen, die der Twitter-Community eine völlig neue User Experience bescheren.

Einmal tippen - und zum zahlenden Fan werden; Rechte: WDR/Schieb

Einmal tippen – und zum zahlenden Fan werden

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Google macht Schluss mit Schnüffel-Werbung – demnächst

Wir kennen das Phänomen alle: Wir suchen nach einer besonderen Lampe und schauen uns das gute Stück in einem Onlineshop an – und in den nächsten Tagen sehen wir die Lampe andauernd überall. Auf Webseiten. Im News-Bereich. Im Artikel über Gesundheitslatschen. Immer und immer wieder erscheint die Lampe. So lange, bis wir schwach werden und zuschlagen. Dann verschwindet die Werbung wie von Geisterhand gesteuert – und wir bekommen Werbung für Leuchtkörper präsentiert.

So ist das Internet: Es kennt uns besser als wir selbst. Vor allem die Werbenetzwerke. Allen voran Google und Facebook. Die Netzwerke beobachten uns ununterbrochen. Das erledigen sie über sogenannte “Tracker”, die uns überall beobachten. Selbst in Apps stecken solche Tracker: Obwohl keine Werbung erscheint, tracken sie uns trotzdem. Etwa unseren Aufenthaltsort.

Privatsphäre: Nimmt im Web eine immer größeren Stellenwert ein; ... <a href=… weiterlesen

Australiens Mediengesetz – der gefährliche Präzedenzfall

“Wir führen einen Stellvertreterkrieg für die Welt.” Mit diesen Worten hat Australiens Schatzmeister Josh Frydenberg in den vergangenen Wochen klar gemacht, wie er das neue Mediengesetz seiner Regierung einstuft: als ein Vorbild für andere Länder.

Weltweit gibt es Pläne in der Politik, härter gegen Facebook und Google vorzugehen – und ihnen dabei auch Geld abzunehmen, um es zum Beispiel an kriselnde Verlage auszuschütten. Dass Facebook wie jetzt in Australien die Inhalte von Zeitungsverlagen eine Woche lang blockt, dann wieder in Verhandlungen geht und am Ende wohl doch viel Geld an die Verlage abdrücken wird – das hat man sich in anderen Ländern deshalb genau angeschaut.

Kanada zum Beispiel kündigt ein ähnliches Mediengesetz an, und Kulturminister Steven Guilbeault wählt auch ähnlich kämpferische Worte: “Kanada steht in diesem Kampf in vorderster Reihe”, sagt er. Welchen Weg sein Land dabei wählt, lässt er allerdings offen: den australischen Weg, der Facebook und … … weiterlesen

75 Mio. EUR Strafe: TikTok beutet Daten von Minderjährigen aus

In den USA musste die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen so beliebte Video-Plattform TikTok einen herben Schlag einstecken: 92 Millionen Dollar Entschädigung muss das chinesischer Unternehmen zahlen. Umgerechnet 75 Millionen EUR.

Der Vorwurf, der jetzt von Richtern bestätigt und mit einer ungewöhnlich hohen Entschädigungszahlung geahndet wurde: Die Video-Plattform verstößt grob, andauernd und im hohen Maße gegen geltende Datenschutzbestimmungen. Derart massiv, dass selbst die Amerikaner das nicht tolerieren wollen – und das will was heißen.

TikTok spricht vor allem junge Menschen an; Rechte: WDR/Schieb

TikTok spricht vor allem junge Menschen an – auch viele Minderjährige

Selbst in den USA ein Datenschutzverstoß

Das Besondere an diesem Fall – und was in den USA zweifellos den Ausschlag gegeben hat: TikTok sammelt … … weiterlesen

Der Konsolenkauf ist zur Glückssache geworden

Die Spielekonsolen der nächsten Generation sind seit etwas mehr als drei Monaten im Handel. Die Playstation 5 von Sony und die Xbox Series X von Microsoft sollen das Spielen schneller, schöner, besser machen. Bei vielen Spielern hat sich aber Frust verbreitet: Sie haben keine neue Konsole mehr ergattern können.

Die neuen Konsolen sind ein Erfolg. Voriges Jahr sollen sie weltweit insgesamt sieben Millionen Mal verkauft worden sein. Aber es könnten noch viel mehr verkaufte Geräte sein, denn die Nachfrage ist riesig – das Angebot bleibt kläglich. Die Regale der Elektronikläden sind leer. Die Corona-Pandemie hat die Produktion von Sony und Microsoft in die Knie gezwungen.

Zu wenige Siliziumscheiben – zu wenige Spielkonsolen

Auf dem Weltmarkt gibt es zu wenige Siliziumscheiben; die brauchen nicht nur die zwei Gameskonzerne für die Chips ihrer Konsolen, sondern auch Grafikkartenhersteller wie AMD oder Nvidia.

Die willigen Konsolenkäufer stehen in den Startlöchern und warten auf … … weiterlesen

Apple kämpft gegen Tracking – und macht Datenschutz zum Luxusgut

Nächsten Monat erscheint eine neue Version des iPhone-Betriebssystems, die Fakten schaffen wird. iOS 14.5 klingt nach ein paar neuen Funktionen, nach geschlossenen Sicherheitslücken, nach klassischer Betriebssystempflege. Doch in Version 14.5 steckt Zündstoff: Sie erschwert Trackern ihre Arbeit. Zugriff auf die Geräte-ID gibt es nur noch gegen die Zustimmung der Nutzer – die einzelne Tracker auch abschalten können.

Das gefällt vor allem zwei Unternehmen nicht: Google und Facebook – deren Geschäft im Gegensatz zu dem von Apple daraus besteht, Profile über ihre Nutzer zu bilden, um viel Geld für passgenaue Werbeanzeigen zu verlangen. Facebook protestiert gegen die Pläne mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen und Kampagnenwebsites, mit denen es sich als Verteidiger kleiner Unternehmen geriert – und des Internets an sich.

Werbeanzeigen von Facebook… weiterlesen

Plattformen sollten nicht über Presseprodukte richten

Wenn ein Kiosk-Betreiber entscheidet: “Das Stern-Magazin hänge ich nicht mehr ins Fenster – und die BILD verkaufe ich auch nicht mehr”, so ist das sein gutes Recht. Eine freie unternehmerische Entscheidung. Wenn aber alle Kioske und Bahnhofsbuchhandlungen des Landes einheitlich gesteuert sind und die Unternehmensleitung dann beschließt, bestimmte Blätter aus dem Sortiment zu werfen, hätte das eine ganze andere Wirkung – und Bedeutung.

Es ist eben eine Frage von Macht über Reichweite und politische Meinungsbildung.

Plattformen haben zu viel Macht

So ist es auch mit den Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Youtube und Co. Was hier online geht und was nicht, das bestimmen die Betreiber selbst – basierend auf den Nutzungsbedingungen.

Einzige Ausnahme ist in Deutschland das mühsam erarbeitete Netzwerksdurchsetzungsgesetz (NetzDG), das dafür sorgt, das bestimmte Einträge, die gegen geltendes Recht verstoßen, zeitnah entfernt werden müssen. Doch im Wesentlichen gilt Hausrecht.

Diese Macht lässt sich missbrauchen. Das hat Facebook … … weiterlesen

Elon Musk, der Online-Messias

In letzter Zeit muss ich häufig an diese Szene im Film “Das Leben des Brian” denken. Da wollen die Menschen unbedingt daran glauben, dass Brian der Messias ist. Selbst wenn er bei der übereilten Flucht vor dem Mob eine Sandale verliert, ist das für den Anhängerschaft nicht weniger als “ein Zeichen”. Es wird noch kurz darüber diskutiert, ob alle eine Sandale ausziehen sollen oder einfach nur Brians Sandale in die Sonne gehalten werden müsse. Aber ein Zeichen – ja, das auf jeden Fall.

Elon Musk twitter gerne; Rechte: WDR/Schieb

Elon Musk kann über Twitter eine Menge bewegen – und anrichten

Jede(r) ein potenzieller Messias

Das Internet macht potenziell jeden zum Messias. Mögliche Zeichen gibt es genug – und interpretierwillige Anhängerschaft in Hülle und Fülle.

Elon … … weiterlesen

Facebook zeigt wieder News in Australien – sucht aber selbst aus

Das kam überraschend schnell: Doch die australische Regierung und Facebook haben mitgeteilt, sie hätten sich geeinigt. In den nächsten Tagen sollen die aktuell geblockten Inhalte australischer Medien wieder freigeschaltet werden. Der australische Gesetzgeber hat seinen Gesetzentwurf angepasst.

Ist das nicht schön, wenn ein Konzern an der Gestaltung von Gesetzen mitwirken darf – und das sogar so unverhohlen?

In Australien hat Facebook neue Regeln durchgesetzt; Rechte: WDR/Schieb

In Australien hat Facebook neue Regeln durchgesetzt

Facebook sucht sich selbst aus, welche Medien gezeigt werden

Der aktuelle Disput zwischen der australischen Regierung und mächtigen IT-Konzernen wie Google und Facebook zeigt bereits, wie mächtig diese Konzerne sind. Kleine Unternehmen (oder wir Bürger) würden in einer solchen Situation einfach plattgewalzt. Große Konzerne aber können nicht nur … … weiterlesen

WhatsApp: Nach dem 15. Mai wird’s quälend

WhatsApp bekommt aktuell zu spüren, dass die Menschen unzufrieden sind. Es gibt klare Abwanderungstendenzen zu Signal, Threema und Telegram – also zur Konkurrenz. Auch ich kommuniziere nun immer mehr über Signal. Ganze Gruppen – etwa von Redaktionen – sind von einem Tag zum anderen gewechselt.

Richtig so, denn wenn sich alle einig sind (Motto: Es reicht, lasst uns wechseln!), ist ein reibungsloser Umstieg möglich.

Verwirrung und Verunsicherung durch die neuen Regeln; Rechte: WDR/Schieb

Verwirrung und Verunsicherung durch die neuen Regeln

Neue Nutzungsbedingungen verunsichern User

Anlass für die aktuell hohen Abwanderungen sind vor allem die neuen Nutzungsbedingungen, die eigentlich gar keine erweiterten Zugriffsrechte vorsehen, aber trotzdem sehr viele User verunsichern. WhatsApp will sich diese neuen Regeln im heute üblichen Stil übermächtiger Konzerne … … weiterlesen

Medienanstalten gegen Desinformation im Netz

Das World Trade Center sei gesprengt worden, Corona nur eine Grippe und die Impfung dagegen gefährlich: Es sind relativ große Portale in Deutschland, die solche Nachrichten verbreiten. Und obwohl es Desinformation sind, konnten die Portale bislang relativ ungestört arbeiten, weil es keine Kontrollinstanz gab.

Artikel könnten aus dem Netz verschwinden

Mit dem neuen Medienstaatsvertrag hat sich das nun geändert: Die Medienanstalten der Bundesländer können als Kontrollinstanz auftreten. Was für die Zeitungen der Presserat ist und für die Öffentlich-Rechtlichen die Rundfunkräte, übernehmen die Medienanstalten, wenn es keine andere Kontrollinstanz gibt.

Der Direktor der Medienanstalt in NRW, Tobias Schmid, sagt, er schaue „ob es sozusagen handwerkliche Fehler gibt, (…), ob Recherchepflichten nicht erfüllt worden sind und ob dadurch möglicherweise ein Eindruck erzeugt wird, der in der öffentlichen Wahrnehmung manipulativ sein kann.“

Genauen diesen Eindruck der Manipulation scheinen einige Medienanstalten in mehreren Fällen zu haben … … weiterlesen

Mehr Umweltschutz: Akkus sollen künftig austauschbar sein

Sind wir doch mal ehrlich: Wer macht sich schon Gedanken über all die Akkus, die wir heute wie selbstverständlich im Einsatz haben. Im Handy. In der Digitalkamera. Im Mikro. In der Action Cam. In der Power-Bank… Da kommen leicht Dutzende, Hunderte Akkus in einem einzigen Haushalt zusammen.

Ein immenses Problem. Denn das Herstellen und vor allem auch das fachgerechte Entsorgen von Akkus ist ein immenses Umweltproblem, wie diese empfehlenswerte (und schockierende) ARTE-Dokumentation zeigt.

Der CO2-Ausstoß bei der Produktion moderner Digitalgreäte ist enorm; Rechte: WDR/Schieb

Der CO2-Ausstoß bei der Produktion moderner Digitalgeräte ist enorm

Festverbaute Akkus besonders problematisch

Besonders problematisch sind aber jene Akkus, die fest im Gerät verbaut sind. In der Smartwatch zum Beispiel. Oder in vielen Smartphones und Tablets. Problematisch deshalb, … … weiterlesen

Warum Facebook in Australien dem Journalismus den Stecker zieht

Die Geschichte ist alt. Sie trug in Deutschland den Titel “Leistungsschutzrecht”, in Brüssel und Straßburg hieß sie “Urheberrechtsrichtlinie” – und in Australien “Media Bargaining Law”. Aber in keinem Land hat ein Internetkonzern die Muskeln so sehr spielen lassen, wie Facebook es nun in Australien tut.

Facebook zieht dort sämtlichen journalistischen Inhalten den Stecker. Nutzer können diese Inhalte nicht mehr teilen – egal, ob aus Australien oder anderen Ländern. Und Medienhäuser selbst können ihre Facebook-Seiten nicht weiter betreiben.

Das neue Mediengesetz in Australien soll den Verlagen einen fairen Wettbewerb ermöglichen. Laut der Kartellbehörde gehen von 100 Dollar für Werbung im Netz ganze 81 Dollar an Google und Facebook – in einem Markt, in dem auch die Verlage gut verdient haben. Ein Gesetz also, um das Geschäft der Verlage zu schützen – oder wie Kritiker es ausdrücken: ihnen auch ein Stück vom Kuchen zu sichern.

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Mein Gesicht gehört mir: Kommt ein Verbot für Gesichtserkennung?

Unser Gesicht ist wohl eins unserer eindeutigsten Erkennungsmerkmale: Jeder hat eins – und trägt es stets gut sichtbar mit sich herum.

Und es ist heute häufig öffentlich zu sehen: In Fotos, Postings und Videos. Das machen sich windige Unternehmen wie Clearview AI aus New York oder auch PimEyes aus Polen zunutze: Sie sammeln ungefragt im großen Stil öffentlich im Netz zugängliche Fotos und Videos ein, archivieren die enthaltenen Gesichter und erstellen biometrische Daten.

Gesichtserkennung kann mehr als nur Gesichter erkennen; Rechte: WDR/Schieb

Gesichtserkennung kann mehr als nur Gesichter erkennen – auch Alter, Geschlecht und Gemütszustand

Biometrische Daten sind extrem sensibel – da unveränderlich

Die Folge: Wir sind ganz leicht anhand unseres Gesichts zu identifizieren. Es reicht ein Profilfoto bei Twitter … … weiterlesen

Gaming gehört in den Lebenslauf!

Wer gerne Videospiele spielt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, dieses Hobby in seinen Lebenslauf zu schreiben. Denn wer sich mit Games beschäftigt, kann damit eine ganze Reihe von Fähigkeiten nachweisen.

Zeitverschwendung sind Videospiele sowieso nicht. Wenn ein Game für ein paar Stunden gut unterhält, genügt das. Aber auch wenn ich kein Freund davon bin, bei Games unbedingt großen Nutzen für die eigene Entwicklung oder irgendeinen Lerneffekt suchen zu wollen, liegen diese inzwischen auf der Hand.

Sind Civilization-Spieler gute Manager?

Ein Beispiel: Im Strategiespiel “Civilization” geht es darum, eine Nation von der Jungsteinzeit bis in die Zukunft zu führen, Städte zu gründen, Kriege auszufechten, diplomatische Beziehungen aufzubauen. Wer gut in Civilization ist, der hat auch einige Fähigkeiten, die man im Management benötigt.

Ein Forschungsteam von den Unis in Liechtenstein, Münster und Rotterdam hat das nachgewiesen: Es hat 40 Studierende “Civilization” spielen lassen.

Im Anschluss haben sie die Studierenden in einem Assessment-Center getestet. … … weiterlesen

Vor 75 Jahren: Der erste Computer der Welt

Wir blicken jeden Tag dutzendfach auf das Display unseres Smartphones. Reagieren reflexartig auf durch dezentes Vibrieren angekündigte Ereignisse. Kaufen durch Antippen alles Mögliche ein. Und amüsieren uns über Postings, Fotos und Videos in unserer Timeline.

Doch nur die wenigsten machen sich Gedanken darüber, wie das eigentlich überhaupt alles möglich ist. Nämlich: durch Programmierung. Jedes Gerät – egal wie klein oder groß -, das in irgendeiner Weise Entscheidungen fällt (und sei es auch nur, wann der Wecker klingelt), erfordert Anweisungen. Ein Computerprogramm.

Der erste programmierbare Rechner überhaupt

Heute sind wir umgeben von Maschinen, die programmiert sind – und programmiert werden können. Fast überall ist heute ein Minirechner enthalten. Vor genau 75 Jahren – am 15.02.1946 – ist in Philadelphia, Pennsylvania, der erste frei programmierbare Computer der Öffentlichkeit vorgestellt worden: 27 Tonnen schwer, 17 mal 10 Meter groß. Aber eben frei programmierbar. Sein Name: ENIAC – “Electronic Numerical Integrator and Computer”.

Gebaut … … weiterlesen

Prank-Videos: Youtuber beim Dreh erschossen

Was würden wir wohl tun, wenn plötzlich zwei junge Männer Anfang 20 wie aus dem Nichts auftauchen und mit langen Fleischermessern bewaffnet auf uns zukommen? Panische Angst wäre eine mehr als natürliche Reaktion. Und wer bei Verstand ist und keinen Fluchtweg entdeckt, macht sich bereit zum Widerstand.

Eine typische “Fight-or-Flight”-Situation: Flüchten oder Kämpfen. Unser Gehirn ist darauf programmiert.

Wann ist ein Scherz noch harmlos, wannn wird's zur Bedrohung? Rechte: WDR/Schieb

Wann ist ein Scherz noch harmlos, wannn wird’s zur Bedrohung?

Youtuber erschossen – weil er Menschen zu Tode erschreckt

In den USA hatte das jetzt schlimme Folgen: Ein junger Mann hat einen 20-Jährigen erschossen. Einen mit Fleischermesser in der Hand. Der meinte nämlich, es sei eine witzige Idee, gemeinsam … … weiterlesen

Gericht verbietet Spahn Kooperation mit Google – und nun?

Im vergangenen Herbst hat das Bundesgesundheitsministerium eine Art Wissensportal zum Thema Gesundheit gestartet: Unter der Adresse gesund.bund.de gibt es solide recherchierte Informationen zu wichtigen Krankheiten und Symptomen, ob Migräne, Gürtelrose oder Covid-19.

Das Angebot soll als Gegenmaßnahme zu den Falschinformationen verstanden werden, die im Netz kursierten – und kursieren.

Durch eine Kooperation mit Google erscheinen die Infos aus dem Ministerium allerdings besonders prominent. Ein Knackpunkt: Das Münchener Landgericht hat diese Kooperation von Bundesgesundheitsministerium und Google nun vorläufig untersagt.

Das populäre Portal netdoktor.de hat geklagt; Rechte: WDR/Schieb

Das populäre Portal netdoktor.de hat geklagt – erfolgreich

Durch Kooperation mit Google prominent platziert

Ein Paukenschlag. Verlagsgruppen haben gegen das Portal und die Kooperation mit Google geklagt. Erfolgreich.

Was man wissen muss: Die Betreuung … … weiterlesen

Vergesst die Sache mit dem Apple-Auto!

Es ist eins der hartnäckigsten Gerüchte der Techwelt: Arbeitet Apple an einem Auto? Das Wall Street Journal schrieb 2015 zum ersten Mal darüber. Jetzt hat Bloomberg nachgelegt: Apple könne sein Auto noch in diesem Jahrzehnt zur Marktreife bringen.

Die Apple-Fans in meiner Timeline triggert das regelmäßig: Steht die nächste Disruption an? Macht sich Apple daran, einen weiteren Markt umzukrempeln? Bekommt Tesla endlich Konkurrenz?

Audioplayer

Autonomes Fahren: Apple vs. deutsche Hersteller – WDR 5 Profit

Ich möchte eine Wette eingehen: Ja, Apple baut ein Auto. Aber nein, wir werden in den kommenden Jahren kein Auto von Apple kaufen können.

Ein Auto würde Apple zu wenig Gewinn bringen

Das geht schon beim Geld los: Apple setzt mit seinen Produkten auf exorbitante Gewinnspannen. Die Bauteile des iPhone 12 Pro zum Beispiel … weiterlesen

Sie haben das Capitol gestürmt – ihre Apps haben sie getrackt!

Der Sturm auf das Capitol am 6. Januar ist schon längst in den Geschichtsbüchern notiert. Was man noch nicht genau weiß – und das beschäftigt die US-Behörden nachdrücklich -: Wer alles dabei gewesen ist. Denn wenn sich die Personen identifizieren lassen, hagelt es Anzeigen und Klagen.

Unbekante haben der New York Times nun kürzlich Unmengen an Datensätzen zur Verfügung gestellt. Über 100.000 Ortsinformationen aus Handys, mit deren Hilfe sich aussagekräftige Bewegungsmuster erstellen lassen. Aber nicht nur das: Selbst eine Identifizierung der vor Ort Gewesenen ist damit leicht möglich.

Bewegungsdaten von Handys beim Sturm aufs Capitol; Rechte: New York Times/Schieb

Bewegungsdaten von Handys beim Sturm aufs Capitol

Rund 100.000 Ortsdaten geleakt

Die Reporter der New York Times haben die Daten bereits analysiert und bearbeitet. So lässt sich zum Beispiel in … … weiterlesen

Der Kampf um die Tracker geht in die nächste Runde

Wer hätte gedacht, dass sich die Dinge – ohne politischen Druck – auch mal von selbst in Richtung mehr Datenschutz und Privatsphäre entwickeln würden. Doch genau das passiert gerade. Den Stein ins Rollen gebracht hat ohne jeden Zweifel Apple: Zuerst wurden App-Entwickler gezwungen, im App-Store Angaben zu den abgegriffenen Daten zu machen.

Apple iOS will User künftig fragen, ob Tracker zugelassen sind; Rechte: WDR/Schieb

Apple iOS will User künftig fragen, ob Tracker zugelassen sind

Apple hilft Nutzern, Tracker abzuwehren

Dann erschwert die nächste Version der Apple-Betriebssysteme Trackern ihre Arbeit erheblich: Der Zugriff auf die Geräte-ID erfolgt nur unter ausdrücklicher Zustimmung der User. Außerdem werden User sehen können, welche Tracker im Gerät aktiv sind – und einzelne Tracker einfach abschalten können.

Apple muss keinen Umsatzverlust befürchten – denn Apple wertet … … weiterlesen

Macht Joe Biden die Netzpolitik europäischer?

Was hat Joe Biden mit dem Internet vor? Gut zwei Wochen ist der neue Präsident in den USA jetzt im Amt, und noch immer ist die Antwort auf diese Frage nicht einfach.

Biden hat zwar schon deutliche Worte gefunden – über Facebook (“Ich war nie ein Fan”), Mark Zuckerberg (“Er ist ein echtes Problem”) und die Gesetzesvorschrift, die Social-Media-Plattformen von einer Verantwortung für die Inhalte befreit (“Sollte abgeschafft werden”). In der Netzpolitik gilt er aber eher als unbeschriebenes Blatt.

Ein bundesweites Datenschutzgesetz für die USA

Vermutlich wird es auch weniger die klassische Netzpolitik, sondern eher der Verbraucherschutz sein, um den es Joe Biden in seiner Präsidentschaft gehen wird. Was politische Beobachter dabei vor allem erwarten, klingt schon fast europäisch: ein bundesweites Datenschutzgesetz für die USA – was ein Novum wäre.

Seit Jahren versuchen Datenschützerinnen und Politiker vergeblich, ein … … weiterlesen

Briefmarke mit QR-Code ermöglicht Tracking von Briefen

Die traditionelle Post auf Papier wird auch gerne etwas boshaft “Snail Mail” genannt – Schneckenpost. Weil sie nun mal deutlich länger braucht als eine E-Mail. Doch gibt es dennoch reichlich Situationen, in denen ein echter Brief überlegen oder sogar unverzichtbar ist. Beim Versand von Dokumenten zum Beispiel, bei Schriftstücken oder wenn ein kleiner Gegenstand verschickt werden muss.

Zugestellt: Tracking der Briefe - fast wie beim Paket; Rechte: WDR/Schieb

Zugestellt: Tracking der Briefe – fast wie beim Paket

Individueller QR-Code erlaubt Tracking

Ab Donnerstag (04.02.2021) werden auch die traditionellen Briefe digitaler. Denn die Post führt eine neue Briefmarke ein: Mit Motiv – und individuellem QR-Code an der rechten Seite, dem sogenannten “Matrixcode”. Die erste Marke dieser Art – 80 Cent für Standardbriefe … … weiterlesen

Jeff Bezos will ins Weltall

Der Weltraum hat offenbar eine magische Anziehungskraft auf Milliardäre, die mit dem Dotcom-Hype ihr Geld verdient haben. Nach Paypal- und Tesla-Gründer Elon Musk, der mit SpaceX zum Mars will, zieht es nun auch Amazon-Chef Jeff Bezos ins All. Er will unbedingt in einer Rakete seiner Weltraumfirma Blue Origin mitfliegen – und hat deshalb jetzt seinen Vorstandsvorsitz bei Amazon niedergelegt. Damit sich “Amazons Investoren nicht sorgen”.

Wie rührend. Jeff Bezos macht sich Gedanken, dass seine Investoren möglicherweise leiden, wenn er – als derzeit zweitreichster Mensch der Welt – möglicherweise einen Weltraumspaziergang anstrebt.

Deshalb übergibt er die Führung an Andy Jassy, der bislang den sehr erfolgreichen Cloud-Bereich von Amazon leitet.

Lunar Lander: Jeff Bezos Company will Mond und Weltraum erforschen; Rechte: WDR/Schieb

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Clubhouse, das schlimmere WhatsApp?

Die Audio-App Clubhouse erlebt bei uns in Deutschland aktuell einen regelrechten Hype. Zumindest bei Branchen-Insidern, Journalisten und einigen Politikern. In virtuellen Räumen mit anderen sprechen zu können – tatsächlich sprechen, mit der eigenen Stimme! –, das ist durchaus eine charmante Idee und ein interessantes neues Konzept.

Clubhouse wirkt auf viele wie ein neues Spielzeug auf Kinder: Alle wollen damit mal spielen.

Clubhouse App: In Räumen debattieren ist trotzdem immer öffentlich; Rechte: WDR/Schieb
Es gibt reichlich Kritik an Clubhouse – berechtigte Kritik!

Kritik am mangelnden Datenschutz – und Verstoß gegen DSGVO

Doch die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat die Clubhouse-Anbieter schon wegen gravierender rechtlicher Mängel abgemahnt. Unter anderem wegen des fehlenden Impressums und weil es keine deutschsprachigen Datenschutzbestimmungen gibt. Das teilte … … weiterlesen

Hackerangriffe – oder schlecht gesicherter Distanzunterricht?

Wenn man den Schlagzeilen der vergangenen Wochen glaubt, ist der Distanzunterricht in der Corona-Pandemie unter einem Sturm von Hackerangriffen zusammengebrochen. Schulserver, die nicht erreichbar waren. Videokonferenzen, die von Störern besucht wurden. Ein paar andere Probleme hier und da. Diagnose also: Hackerangriffe!

Wirklich? Beim genaueren Blick stellen sich einige Fälle anders dar.

– Beispiel: Ickingen. “Hackerangriff auf Onlineunterricht”, hieß es bei der Süddeutschen Zeitung zunächst. Der Grundkurs Deutsch bekam Besucher. Ein Unbekannter fragte, wie es geht. Stöhngeräusche, schrille Musik, bis die Lehrerin den Stecker zog. Hackerangriff? Nein. Fahrlässigkeit: Die Teilnahme an der Videokonferenz war ohne Passwort möglich.

– Beispiel: Rheinland-Pfalz. “Hackerangriff auf Lernplattform”, so der SWR, nachdem Unbekannte die Plattform für den Distanzunterricht mit einem DDoS-Angriff lahmlegten – ihn also mit zahlreichen unsinnigen Anfragen in die Knie zwangen. Hackerangriff? Nicht zwingend. Für DDoS-Angriffe gibt es frei verfügbare Software.

– … … weiterlesen

Das Problem mit der Altersfreigabe für Computerspiele

Das klingt erst einmal nach einer großen Zahl: Voriges Jahr hat die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) 1.453 Videospiele geprüft und mit einer Altersfreigabe versehen. Diese Games sind also für Spielerinnen und Spieler ab 18 Jahren oder jünger zugelassen.

Videospiele, die in einer Packung im Geschäft stehen, werden geprüft. Aber dieses Jahr sind allein im Januar auf der PC-Games-Plattform Steam etwa 1.000 Computerspiele erschienen. Dazu kommen die Shops von Nintendo, Xbox und Playstation sowie Mobile-Games für Apple- und Android-Geräte.

Es ist unmöglich, dass die USK diese Software-Flut komplett prüfen kann. Darum werden Games in einigen digitalen Shops, etwa von Nintendo, der Xbox und seit kurzem der Playstation, über das IARC-System klassifiziert. IARC steht für International Age Rating Coalition. Die Entwickler selbst stufen da ihre Games über einen Fragebogen ein, bekommen dann automatisiert eine Altersfreigabe.

Die Plattform Steam ist kein Teil dieser Koalition, Apples App-Store auch nicht. Und das ist ein riesiges Versäumnis. … … weiterlesen

Apple will Trackern an den Kragen

Warum sind eigentlich so viele Apps kostenlos?

Diese Frage sollten wir uns unbedingt öfter stellen. Am besten jedes Mal, wenn wir mal wieder eine App herunterladen. Denn Apps zu entwickeln und zu betreiben, ist eine kostspielige Sache. Es muss schon gute Gründe geben, wieso eine App kostenlos abgegeben wird. Die WDR Aktuell App zum Beispiel ist durch Gebühren finanziert. Klare Sache.

Datenschutz auf dem iPhone: Tracking lässt sich abschalten; Rechte: WDR/Schieb

Im Schnitt sechs versteckte Tracker pro App

Aber nicht so die vielen Games, Foto-Apps, Malprogramme, Spaß-Apps und Tools. Nicht wenige davon finanzieren sich über sichtbare Werbung. Manche aber auch, indem sie den Nutzer beobachten und klammheimlich Daten sammeln. Laut Apple enthalten Apps heutzutage durchschnittlich “sechs Tracker von anderen Unternehmen, deren einziger Zweck … … weiterlesen

Polen und Ungarn – und ihr angeblicher Kampf für Meinungsfreiheit

Nicht nur der Applaus war laut, sondern auch die Kritik an den Sperren für Donald Trump. Neben denen, die immer dann “Zensur!” schreien, wenn Social-Media-Konzerne ihre Hausregeln durchsetzen, hat der Fall auch die Diskussion über Regulierung neu entfacht: Braucht es Gesetze, um die Macht einiger Firmenchefs über die Meinungsfreiheit weltweit zu beschränken?

Zensur. Meinungsfreiheit. Regulierung. Gesetze. Es sind diese Begriffe, die jetzt auch die rechtskonservativen Regierungen in Polen und Ungarn wählen – um anzukündigen, dass sie den Plattformen per Gesetz verbieten möchten, politische Inhalte zu löschen.

Regierungen werfen Facebook ideologisch getriebene Zensur vor

“Jeder kann willkürlich aus dem digitalen Raum ausgeschlossen werden”, schreibt Ungarns Justizministerin Judit Varga und verschweigt, dass ein Ausschluss aus Facebook natürlich kein Ausschluss aus dem digitalen Raum ist. Varga wirft Facebook vor, auch ihren eigenen Inhalte “insgeheim und aus politischen Gründen” weniger Reichweite zu verschaffen. Ein Sprecher … … weiterlesen

Twitter überlässt die Faktenchecks seinen Nutzern

Nach all den Jahren versauter Debattenkultur, Verantwortungslosigkeit der Plattformen, Verschwörungserzählungen, Desinformation und Hass wären auf diese Idee wohl nur die wenigsten gekommen: Twitter will fürs Faktenprüfen nicht etwa neue Leute einstellen oder Kooperationen mit Profis eingehen – sondern seinen Nutzerinnen und Nutzern diesen Job überlassen.

“Birdwatch” nennt Twitter sein Projekt. Wer Desinformation enthält, kann einen Tweet mit Kontext versehen – andere können diese Anmerkungen im Anschluss danach bewerten, ob sie hilfreich sind und sie ihnen zustimmen. Kontext also nicht mehr nur für Lügen von Staatschefs wie Donald Trump, sondern für alle.

Die Faktenchecks macht Twitter erst einmal auf einer eigenen Seite nur in den USA verfügbar; auch die Testphase richtet sich an eine US-Nutzerschaft. Sollte sie erfolgreich sein, will Twitter die Faktenchecks aber direkt in einzelnen Tweets sichtbar machen.

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Das große Impfen: Wie wär’s mit einer App?

“Das Licht am Ende des Tunnels”: So haben viele Politiker die Impfaktion in den Impfzentren genannt. Ziel muss sein, möglichst viele impfbereite Menschen schnellstmöglich zu impfen. Doch es gibt nicht nur ständig Hiobsbotschaften, was die Lieferbarkeit der Impfstoffe anbelangt – sondern auch jede Menge Schwierigkeiten und unnötige Hürden bei der Vergabe der Impftermine.

Nicht erreichbar und schlecht gemacht

Streckenweise war die offizielle Webseite nicht erreichbar. Das ist mir völlig unverständlich. Denn wer auf Cloud-Dienste zurückgreift (sogenannte “Content Delivery Networks”), kann wenigstens die Erreichbarkeit der Startseite (“Landing Page”) bequem sicherstellen. Selbst wenn eine Million Menschen gleichzeitig darauf zugreifen, gibt es dann kein Problem.

Auch der grundsätzliche Aufbau der Seite wirkt wenig überzeugend. Pro E-Mail-Adresse ist nur ein Termin möglich. Warum können Ehepaare keinen gemeinsamen Termin buchen? Warum können die Tochter oder der Sohn nicht mit ihrer Mail-Adresse für die Eltern einen Termin buchen? Wo waren die Entwickler und die Auftraggeber … … weiterlesen

Clubhouse ist keine Dorfkneipe, Herr Ramelow!

Vor zehn Tagen kannte in Deutschland noch kaum jemand Clubhouse. Heute ist die App zumindest in der Branche, bei Insidern und Journalisten in aller Munde.

Clubhouse bietet eine ganz neue Art von Plattform – eine Art virtueller Bühne. Es gibt “Speaker”, die öffentlich sprechen können – und ein Publikum, das zuhört. Live. Und wer mag, hebt die (virtuelle) Hand – und kann dann drangenommen werden für einen Redebeitrag.

Bodo Ramelow musste sich auf Twitter erklären und entschuldigen; Rechte: WDR/Schieb

Bodo Ramelow musste sich auf Twitter erklären und entschuldigen

Medien-Kompetenz geht anders

Charmantes Konzept, das alle gerne mal ausprobieren wollen. Auch Politiker wie Christian Lindner (FDP), Saskia Esken (SPD), Dorothee Bär (CSU) und Bodo Ramelow (Linke) wurden schon auf Clubhouse gesichtet.

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Cookies-Ersatz: Favicons werden zum Spionieren genutzt

Cookies sind so eine Sache: Auf der einen Seite dienen sie dem Komfort:  Ein geöffneter Warenkorb bleibt auch auf Dauer mit ausgewählten Waren bestückt. Ich muss mich nicht ständig überall neu anmelden. Cookies machen das möglich. Also kleine Infohäppchen, die Server auf Festplatten oder im Smartphone-Speicher hinterlegen.

Auf der anderen Seite können aber vor allem Werbetreibende mit Hilfe von Cookies auch uns Nutzer “tracken”. Cookies helfen dann dabei, einen Nutzer wiederzuerkennen. Und weil das auf so vielen Webseiten möglich ist, entsteht eine Art lückenloses Profil.

Cookies haben durchaus einen Nutzen; Rechte: WDR/Schieb

Cookies haben durchaus einen Nutzen – können aber auch missbraucht werden

Cookies sind heute eine eigene Wissenschaft

Aus diesem Grunde werden Cookies heute streng reglementiert – und ihr Einsatz kontrolliert. Die Folge: … … weiterlesen

Die besten Spiele aus Deutschland zeigen: Da ist noch Luft nach oben

Welches waren die besten und wichtigsten Computerspiele des Jahres 2020? Die blutige Dystopie “The Last of Us 2” und “Cyberpunk 2077” fallen mir ein. Dann die Samurai-Abenteuer “Ghost of Tsushima” und das hochgelobte Indiegame “Hades”.

Gestern beim Deutschen Entwicklerpreis wurde keines dieser Spiele ausgezeichnet. Die genannten vier Titel haben nämlich eines gemeinsam: Sie kommen nicht aus Deutschland, es sind internationale Spitzentitel.

Daniel Budiman, Lara Loft, Fabian Siegismund und Valentina Birke haben den Preis moderiert. Bild: Deutscher Entwicklerpreis 2020
Daniel Budiman, Lara Loft, Fabian Siegismund und Valentina Birke haben den Deutschen Entwicklerpreis moderiert.

Die besten Spiele aus Deutschland zeigen hingegen: Die hiesige Branche hängt immer noch der internationalen … … weiterlesen

Wie Facebook, Twitter und Co. reguliert werden könnten

Der 6. Januar 2021 ist der “9/11-Moment der sozialen Medien”, schreibt EU-Kommissar Thierry Breton bei POLITICO. So wie der 11. September 2001 ein Wendepunkt für die Sicherheitspolitik war, so sei der Sturm aufs Kapitol in Washington ein Wendepunkt für die Rolle digitaler Plattformen in unserer Demokratie. Ich gebe ihm recht.

Mittlerweile geht es kaum noch darum, ob die Politik Plattformen wie Facebook, YouTube oder Twitter regulieren sollte. Die Frage ist eher, wie das passieren soll, wer die Regeln festlegt und wer sicherstellt, dass bei aller Moderation von Inhalten die Meinungsfreiheit gewahrt bleibt.

Facebook hat sich für die Flucht nach vorne entschieden: “Gerade bei der Moderation von Inhalten würden wir uns wünschen, wenn wir als Privatunternehmen nicht so viele weitreichende Entscheidungen ganz alleine fällen müssten”, sagt Policy-Sprecherin Anne Laumen in COSMO TECH. Jörg Schieb und ich blicken in der neuen Ausgabe des Podcasts… weiterlesen

Sperrung von Trump: Falschmeldungen erheblich reduziert

Donald Trump twittert nicht mehr. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Erstaunlich ist der Effekt, den das hat. Wie die “Washington Post” berichtet, ist die Zahl der Diskussionen über angebliche Wahlfälschung auf vielen Kanälen regelrecht eingebrochen, seitdem Donald Trump kein Öl mehr ins Feuer gießen kann.

Der Twitter-Account von Donald Trump ist endgültig gesperrt; Rechte: WDR/Schieb

Falschmeldungen haben erheblich abgenommen

Das hat eine Untersuchung des Forschungsunternehmens Zignal Labs aus San Francisco ergeben. Die Experten haben in der Zeit vom 9. bis 15. Januar 2021 verschiedene Soziale Netzwerke daraufhin untersucht, wie oft Falschmeldungen über die US-Präsidentschaftswahl (etwa: “Wahl gestohlen”) auf den Plattformen diskutiert oder geteilt wurden.

Laut Untersuchungen von Zignal Labs sind entsprechende Erwähnungen um Sage und Schreibe 73 Prozent zurückgegangen. Von rund 2,5 Millionen … … weiterlesen

Ich weiß, was Du während der Arbeit getan hast

Homeoffice ist (auch) Vertrauenssache. Der Arbeitgeber muss seinen Arbeitnehmern vertrauen, dass die ihre Arbeitszeiten einhalten. Natürlich lässt sich anhand der Ergebnisse einiges ablesen. Aber nicht alles. Deshalb setzen nicht wenige Arbeitgeber Technologien ein, um ihre Mitarbeiter zu kontrollieren – oder sogar zu überwachen. Selbst wenn die sich im Homeoffice befinden.

Am einfachsten ist das für Arbeitgeber, wenn die Mitarbeiter sich auf Servern des Arbeitgebers anmelden müssen. Etwa, um spezielle Anwendungen aus dem Firmen-Netzwerk zu nutzen. Da kann der Arbeitgeber zumindest ablesen, wann die Arbeitszeit grob beginnt – und wann sie endet.

Jörg Schieb im Home Office; Rechte: WDR/Schieb

Typische Home-Office-Situation: Am Küchentisch – mit eigenem Rechner

Software ermittelt Effizienz und Produktivität

Für viele Arbeitgeber ist aber auch interessant, wie effektiv die Arbeitnehmer im Homeoffice sind. … … weiterlesen

20 Jahre Wikipedia: Interview mit Katherine Maher

Vor genau 20 Jahren hat Jimmy Wales die Online-Enzyklopädie Wikipedia gegründet – und den ersten Beitrag geschrieben. Heute ist Wikipedia der Inbegriff für das Nachschlagen von Informationen im Netz. Wikipedia ist unbestreitbar das Nachschlagewerk schlechthin. Keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Aber doch allgemein akzeptiert, respektiert, wertgeschätzt und vor allem intensiv genutzt.

Die Zahl der veröffentlichten Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia wächst konstant; Rechte_ WDR/Schieb

Die Zahl der veröffentlichten Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia wächst konstant

Die Deutschen sind besonders engagiert auf und mit Wikipedia

Allein wir Deutschen greifen laut Statistik von Wikipedia rund 30 bis 40 Millionen Mal pro Tag auf Wikipedia zu. Katherine Maher, die Chefin von Wikimedia, sagt mir im Interview: “Die Deutschen sind eine besonders engagierte … … weiterlesen

Digitale Wende durch Corona – kommt der Backlash?

Die Hoffnung, mit der Corona-Pandemie geht jetzt auch mit der Digitalisierung alles ganz schnell – wie haltbar ist sie eigentlich noch?

Die Krise sorgt für einen deutlichen Schub bei der Digitalisierung der Arbeitswelt, hieß es im vergangenen Jahr von der Bertelsmann-Stiftung. Die Pandemie beschleunigt Innovationen, betonte Microsoft-Gründer Bill Gates noch vor ein paar Wochen auf einer Konferenz. “Und siehe da: Es funktioniert!”, heißt es in der “Welt”, der damit ein digitaler Stein vom anlogen Herzen fällt. Das, was 2020 passiert ist, bezeichnet die Zeitung als “Zwangsdigitalisierung”.

“2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem in Deutschland der digitale Dammbruch begann”, schreibt Stefan Münz bei Twitter. Denn “die ewigen Blockierer, Verweigerer und Analog-Kokettierer” bekämen jetzt endlich Gegenwind.

2021 wird ein Backlash – ein Schritt zurück

Mittlerweile bin ich mir sicher: So wird … … weiterlesen

Virtuelle Messen wie die CES begünstigen die Riesen

Die “Consumer Electronics Show” (CES) enthält nicht umsonst den Begriff “Show”: Die größte Messe für Unterhaltungselektronik der Welt ist normalerweise wirklich eine gigantische Show. Mit Messen in Europa nur schwer zu vergleichen. Denn hier ist alles groß, großartig und eben Show. Das passt, denn die CES findet jedes Jahr im Januar in Las Vegas statt. Hier ist grundsätzlich alles Show.

Nun hat die CES dieses Jahr dasselbe Problem wie praktisch alle Messen auf der Welt: Corona. Trotzdem findet die CES statt – komplett virtuell.

Virtuelle Messen: Das Wow-Erlebnis bleibt aus

Kann man machen. Aber der Messegedanke schwindet dadurch noch weiter. Kein lässiges Schlendern durch Hallen, auf der Suche nach “Wow”-Erlebnissen – oder den kleinen Juwelen, die es auf jeder Veranstaltung gibt. Keinen Schnack mit Kolleginnen und Kollegen über die große Präsentation am Vortag oder empfehlenswerte Produktentdeckungen.

Stattdessen: Hochglanz-Videos in Dauerschleife. Von Konzernen wie LG Electronics, BMW, Bosch, Sony, Samsung … … weiterlesen

WhatsApp verwirrt User mit neuen Regeln

WhatsApp bekommt neue Regeln: Ab 8. Februar gelten im populärsten Messenger der Welt neue Datenschutzrichtlinien und neue Nutzungsbedingungen.

Viele WhatsApp-User haben bereits den entsprechenden Hinweis gesehen, andere bekommen ihn noch zu Gesicht. Wie immer in der Welt der Onlinedienste und Apps gilt die Friss-oder-Stirb-Logik: Wer nicht zustimmt, kann WhatsApp ab dem 8. Februar nicht mehr verwenden.

WhatsApp ist um eine Funktion ärmer: Kein Export mehr in Deutschland; Rechte: WDR/Schieb

Neue Nutzungsbedingungen: Abnicken – oder Messenger wechseln?

Sorge vor neuen Datenschutzrichtlinien

Deshalb stimmen die meisten natürlich zu. Doch im Netz kursieren allerlei Mutmaßungen, welche Konsequenzen diese neuen Regeln haben: Nun würden noch mehr Daten von WhatsApp an Facebook fließen. Sogar Werbung soll es demnächst auf WhatsApp geben. Das sind durchaus … … weiterlesen

Instagram ist das neue Facebook – inklusive aller Probleme

Vor drei Jahren habe ich in San Francisco mit Instagram-Gründer Mike Krieger darüber gesprochen, wie er die Plattform sauber hält. Instagram galt zu dieser Zeit als “das nette Netzwerk”, verschont von Desinformation und Hasskommentaren.

“Für uns geht es vor allem darum, einen positiven Ton zu schaffen”, sagte Krieger damals. Wer einen positiven Ton wahrnehme, verhalte sich selbst auch besser. Dort, wo der Ton nicht stimme, komme Technologie zum Einsatz: künstliche Intelligenz, die den Hass automatisch aussortieren soll.

Instagram steht mittlerweile ohne seine Gründer da

Es war schon immer fraglich, ob sich durch Technologie geschaffene Probleme lösen lassen, indem man noch mehr Technologie drauf wirft. Trotzdem: Ich habe Mike Krieger abgenommen, dass ihm und seinem Mitgründer Kevin Systrom wichtig ist, ihre Plattform sauber zu halten. Kurze Zeit später gingen sie von Bord.

https://www.youtube.com/watch?v=AkOFeEyoGj8&t=21m00sVideo can’t be loaded because … … weiterlesen

Bitcoin: Warum Anleger jubeln und das Klima leidet

Der Bitcoin-Kurs kennt aktuell nur noch eine Richtung: nach oben. Mehr als 40.000 Dollar war der Bitcoin jetzt kurzzeitig schon wert.

Eine Menge Geld für – na ja, irgendwie nichts. Denn der Bitcoin ist eine komplett virtuelle Währung. Kein Staat, der dafür – zumindest theoretisch – haftet. Kein Sozialprodukt, das damit verknüpft ist. Nicht mal einen Warenwert gibt es, so wie bei Gold. Trotzdem sei der Bitcoin als “Anlage bald wichtiger als Gold”, spekuliert der Spiegel.

Mit Verdopplung von Bitcoin gelockt; Rechte: WDR/Schieb

Es gibt keinen Bitcoin, den man anfassen könnte

Der Bitcoin ist limitiert auf 21 Mio. Einheiten

Aber wie kommt es nur zu dieser verrückten Kursentwicklung?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Der wohl wichtigste: Der Bitcoin an sich ist … … weiterlesen

Und plötzlich steht Trump ohne Twitter da …

Donald Trump kann nicht mehr twittern. Die Plattform hat dem Noch-Präsidenten nun endgültig und dauerhaft sein Konto gesperrt. Die offizielle Begründung: “Das Risiko für weitere Anstiftung zur Gewalt.” Die ausführliche Begründung liefert das kalifornische Unternehmen hier.

Schwer vorzustellen, ein Donald Trump so ganz ohne Twitter. Der vermeintlich “mächtigste Mann der Welt” hat über Twitter regiert. Gelobt. Gedisst. Wahlkampf und Politik gemacht. @realDonaldTrump – eine Art Dauersendung im Netz. Und das soll jetzt alles nicht mehr gehen. Auch Facebook, Snapchat, Tiktok wollen dem Ex-Präsidenten keine Plattform mehr bieten. “It’s time to deplatform Trump”, hat das Online-Magazin “The Verge” schon vor einigen Tagen gefordert.

Donald Trump hat Venezuale von der Adobe-Cloud abgeschnitten; Rechte: WDR/Schieb

Die Plattformen haben einen Anteil am Geschehen

To deplatform … … weiterlesen

Facebook sperrt Donald Trump weiter – das dürfte ein Nachspiel haben

Die sozialen Netzwerke – allen voran Facebook – haben es jahrelang wie ein Mantra heruntergebetet: Wir sind nur die Plattform. Wir bieten nur die Infrastruktur. Wir sind nicht für Inhalte verantwortlich. Diese Illusion findet in diesen Tagen ein Ende.

Erstaunlich ist vor allem die Konsequenz, die Facebook im Umgang mit Donald Trump zeigt: Während Twitter den Account des scheidenden US-Präsidenten wieder freigegeben hat, hält Facebook die Sperre aufrecht: “Wir glauben, dass die Risiken, dem Präsidenten zu erlauben, unseren Dienst […] weiter zu nutzen, einfach zu groß sind”, schreibt Mark Zuckerberg und kündigt eine mindestens zweiwöchige Sperre an.

Audioplayer

USA: Wie Medien die Gesellschaft spalten – WDR 5 Scala

Wenn es bei Donald Trump geht – warum nicht auch an anderer Stelle?

So … … weiterlesen

Facebook und Twitter sperren Donald Trump – aber das reicht nicht

Die Feuerwehr ist da – und schießt noch einmal ordentlich Löschwasser auf das längst abgebrannte Haus. So wirkt die Sperre, mit der Facebook und Instagram, YouTube, Snapchat und Twitter den scheidenden US-Präsidenten belegt haben.

Nach dem Sturm auf das Kapitol hatte Donald Trump ein Video veröffentlicht, in dem er dazu aufrief, sich aus dem Gebäude zurückzuziehen. Gleichzeitig wiederholte er seine Lügen über einen angeblichen Wahlbetrug und zeigte Sympathie für die Menschen, die Washington gerade ins Chaos stürzten. Die Plattformen löschten das Video und sperrten Trump.

Facebook-Mitarbeiter fordern komplette Sperre für Trump

Ob das reicht? Laut BuzzFeed News geht bei Facebook die Forderung um, Trump dauerhaft den Saft abzudrehen. Diskussionen dazu seien von den Administratoren des internen Mitarbeiterforums aber in weniger als einer Stunde eingefroren worden.

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Die Influencerin “Bibi”: Aus Schimmel Geld machen

Bianca Claßen gehört zu den erfolgreichsten Influencerinnen in Deutschland. Die meisten kennen sie wohl eher als “Bibi” von ihrem sehr reichweitenstarken Youtube-Kanal “BibisBeautyPalace“. Dort hat sie vor einigen Jahren mit Schminktipps begonnen – jetzt ist sie eine ziemlich erfolgreiche Geschäftsfrau mit fast sechs Millionen Abonnenten.

Schleichwerbung?

Bibi verdient nicht nur mit ihren Youtube-Videos Geld, sondern auch durch Product Placement, also durch die geschickte Platzierung von Produkten in ihren Videos gegen Bezahlung. Das brachte ihr immer wieder den Vorwurf der Schleichwerbung ein.

Vor fast sechs Jahren startete sie mit Partnern sogar eine eigene Kosmetikmarke, deren Produkte sie auf ihrem eigenen Youtube-Kanal bewirbt – konsequent, denn mit den Produkten spricht sie exakt die minderjährige Zielgruppe an, die auch ihre Videos schaut.

Influencerin Bibi verkauft eine angeschimmelte Smartphone Hülle… weiterlesen

SolarWinds: Hacker konnten Microsoft-Quellcode einsehen

Normalerweise stellt sich der Laie einen Hackangriff ja in etwa so vor: Ein Hacker visiert ein Angriffsziel an – etwa den Server eines Unternehmens. Dann sucht der Hacker nach möglichen Sicherheitslecks. Um schlussendlich – und das ist Phase III – dann ins System einzudringen und dort entweder zu spionieren, zu sabotieren oder einfach nur Unheil anzurichten.

Auch Microsoft wurde durch die Hacker angegriffen; Rechte: WDR/Schieb

Auch Microsoft wurde durch die Hacker angegriffen

SolarWinds-Hack: Umfangreich und gnadenlos

Viele Hackangriffe laufen so ab. Aber der in Fachkreisen als SolarWinds-Hack bekannte Hackangriff läuft anders: Die Hacker haben die Software von Unternehmen infiltriert, die Schutz-Software herstellen – und diese im großen Stil an viele Unternehmen, Institutionen und Behörden verbreiten. Die Hacker haben gewissermaßen dafür gesorgt, dass … … weiterlesen

Medienwandel durch Corona? ePaper werden beliebter

Weg vom linearen TV, weg von der gedruckten Zeitung: Die Mediennutzung verschiebt sich seit Jahren in Richtung Internet. Vor allem gedruckte Zeitungen haben an Bedeutung verloren, gleichzeitig erreichen viele Verlage vergleichsweise wenig Leser im Digitalen, vor allem mit dem ePaper, also der Digitalausgabe. Ausgerechnet die Corona-Pandemie könnte daran etwas ändern.

Verschiedene Befragungen haben gezeigt, dass die Menschen in Deutschland während der Pandemie vor allem auf etablierte Informationsquellen setzen und dazu gehören eben auch Zeitungen – nur wird die eben immer seltener auf Papier gelesen.

ePaper sorgt für Rekordauflage

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hat beispielsweise derzeit so viele Abonnenten wie noch nie, obwohl immer weniger Menschen sich für die gedruckte Zeitung entscheiden. Es ist das ePaper, das für den Rekord gesorgt hat.

ePaper Abonnements "Die Zeit"… weiterlesen

Tanzende Roboter: Der Trick mit der Vermenschlichung

Das Video verbreitet sich aktuell wie ein Lauffeuer im Netz: Im Rhythmus von “Do you love me?” von The Countours tanzen einige Roboter in einer dafür freigeräumten Halle. Der Roboterhersteller Boston Dynamics lässt die Modelle Atlas, Handle und den Vierbeiner Spot gemeinsam rocken.

Roboter von Boston Dynamics tanzen; Rechte: WDR/Schieb

Verschiedene Robotertypen von Boston Dynamics tanzen

Sieht menschlich aus – ist aber nur ein Trick

Das sieht wirklich bezaubernd aus – das muss man zugeben. Es ist erstaunlich, wie agil die Maschinen mittlerweile sind. Denn wenig ist in Sachen Körperbeherrschung noch schwieriger als ein Tanz. Schnelle und symmetrische Bewegungen sind nötig, Gleichgewicht halten – und das auch noch alles im Takt der Musik und im Team. Wow!

Doch wir sollten einen Fehler nicht machen: die … … weiterlesen

Deep-Fakes boomen: Gefahr fürs Super-Wahljahr 2021

So manche Überzeugung sollten wir dringend überdenken. Etwa das weit verbreitete Prinzip: “Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe!”

Das war zwar auch in der Vergangenheit schon nicht immer ein optimaler Zugang zur Welt, wird aber in Zukunft mehr und mehr zum gefährlichen Trugschluss. Denn KI gaukelt uns eine Welt vor, die so gar nicht existiert – aber unglaublich real aussieht. Im Super-Wahljahr 2021 könnte das ungeheuer brisant sein.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich Angela Merkel zum Lächeln bringen - Fake! Rechte: WDR/Schieb

Mit wenigen Handgriffen lässt sich Angela Merkel zum Lächeln bringen – Fake!

Deep Fakes: KI täuscht uns Menschen heute mühelos

Die Rede ist von Deep-Fakes: So werden Fotos, Videos und Audios genannt, die zwar echt … … weiterlesen

Corona Warn App kann jetzt auch Kontakttagebuch

Keine Ahnung, wie oft wir dieses Jahr über die Corona Warn App gesprochen haben. Auch zum Ende des Jahres gibt es nun noch mal einen guten Grund, sich die Corona Warn App anzuschauen. Denn es gibt eine neue Version der Corona Warn App. Version 1.10, um ganz genau zu sein – und die hat nun serienmäßig ein Kontakttagebuch an Bord.

Kontakttagebuch: Wo habe ich wann wen wo getroffen?

Virologe Christian Drosten hat schon vor Monaten gefordert, wir sollten alle ein Kontakt-Tagebuch führen. Jeder für sich, ganz privat – nicht etwa öffentlich. Aus einem einfachen Grund: Wenn wir uns mit Corona infizieren, möchte das Gesundheitsamt wissen, wen wir wann, wo, wie lange und unter welchen Umständen getroffen haben. Und das für die zurückliegenden 14 Tage – um die Infektionsketten schnellstmöglich unterbrechen zu können.

Ganz ehrlich? Wer kann das schon… Eben! Ein Kontakt-Tagebuch hilft da weiter. Da trägt man vorsorglich ein, wen … … weiterlesen

Bedrohung durch Cyber-Attacken nimmt dramatisch zu

In den letzten Tagen seiner Amtszeit sorgt US-Präsident Donald Trump noch mal für Aufregung. “Es könnten die Chinesen sein!”, mahnt Trump.  US-Außenminister Mike Pompeo hingegen macht die Russen verantwortlich. Beide könnten Recht haben.

Gemeint sind die Verantwortlichen für die nicht enden wollenden Hackangriffe, denen bestimmte US-Unternehmen und US-Behörden seit Monaten ausgesetzt sind. Zuletzt waren sogar das Handels- und Finanzministerium betroffen. Eindeutige Belege für die Täter gibt es (noch) nicht. Lediglich Indizien. Aber davon reichlich – und deswegen ist die politische Führungsebene aktuell alarmiert.

Auch die Administration des neuen Präsidenten Joe Biden beschäftigt sich bereits mit der offensichtlichen Gefahrenlage. Joe Biden wirft Donald Trump Versagen im Bereich der Cyber-Security vor.

Entsprechende Vorbereitung und Mühe vorausgesetzt ist fast überall Zugang denkbar; Rechte: WDR/Schieb

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Medien: kritische Infrastruktur

Die Funke Mediengruppe ist von Hackern angegriffen worden und die Folgen sind erheblich. In großen Teilen Konzerns funktionierten nicht mal mehr die Telefone, denn auch die sind mit dem Internet verbunden.

Einer der größten Tageszeitungsverlage Deutschlands mit Zeitungen im ganzen Land (WAZ, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Thüringer Allgemeine) konnte deshalb keine Zeitung wie sonst herausbringen, sondern nur eine Notausgabe.

Erpressungsversuch?

Ob es ein gezielter Hackerangriff auf dieses Medienhaus war und/oder ein krimineller Versuch, Geld zu erpressen via Ransomware, ist derzeit unklar. Die SZ vermutet hinter dem Angriff die bekannte Hackergruppe „Doppelpaymer“.

Die möglicherweise aus Russland stammende Gruppe soll Daten auf den Funke-Servern verschlüsselt haben und ein Lösegeld verlangen, um die Daten wieder zu entschlüsseln. Sollte das Medienhaus sich weigern, würden die Daten nicht nur verschlüsselt bleiben, sondern vertrauliche Daten veröffentlicht werden.

Die russischen Behörden wissen oft von den Aktivitäten solcher Hackergruppen wie … … weiterlesen

Threema: Ein Messenger, der sich das Vertrauen verdienen will

Für einen Laien klingt der Schritt einigermaßen verrückt: Da geht also ein Unternehmen wie Threema hin, und stellt den Quellcode – also das komplette Programm! – seiner App der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit die sich davon überzeugen kann, wie die App funktioniert – und dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Threema-App wirklich sicher ist.

Das klingt so, als ginge Coca-Cola hin und veröffentlicht seine geheime Cola-Formel, verbunden mit dem Hinweis: Seht selbst, wie lecker unsere Cola ist. Mixt doch selbst mal!

Der Sourcecode der Threema-App ist öffentlich zugänglich; Rechte: WDR/Schieb

Der Sourcecode der Threema-App ist öffentlich zugänglich

Vertrauensbildende Maßnahme

In der analogen Welt undenkbar. In der digitalen Welt eine vertrauensbildende Maßnahme. Threema hat nicht nur seinen Quellcode auf GitHub veröffentlicht, sondern auch eine Dokumentation (White … … weiterlesen

Mögliche Impf-Nebenwirkungen in der Corona-Warn-App melden?

Die Corona-Warn-App ist mittlerweile über 24 Millionen Mal heruntergeladen worden. Gar nicht mal schlecht. Allerdings erstaunt eins: Die App macht heute – sechs Monate, nachdem sie gestartet ist – immer noch dasselbe wie am ersten Tag.

Es sind keine wesentlichen Funktionen dazu gekommen. Und das, obwohl wir nicht nur jede Menge gelernt haben in dieser Zeit, sondern auch durchaus eine Anforderung in den Raum gestellt wurden, was die App besser alles noch können sollte.

Die Corona-Warn-App schlägt viel zu selten an; Rechte. WDR/Schieb

Die Corona-Warn-App sollte mehr können als nur mögliche Kontakte zu melden

Bitkom fordert: Impfprozess mit der App verwalten

Jetzt kommen neue Forderungen dazu, diesmal vom Branchenverband Bitkom: Die Corona-Warn-App solle bei den anstehenden Impfungen hilfreich zur Seite stehen.

Bitkom-Präsident Achim Berg … … weiterlesen

Hit-Spiel Cyberpunk 2077 fliegt aus dem Playstation-Store

Cyberpunk 2077 gilt als “das wichtigste Spiel des Jahres”. Aber nun verschwindet es von der Playstation: Sony nimmt es vorerst aus dem Store, Käufer bekommen ihr Geld zurück. Das ist für das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red katastrophal. Der Fall zeigt, was gerade schief läuft in der Spielebranche.

Cyberpunk wurde über Jahre kaputt gelobt. Jahrelang war das Spiel in der Entwicklung, 2012 gab es die erste Ankündigung. Seitdem schafften es die Entwickler immer wieder, mit kleinen Infos, Bildern oder Videos die Fans anzuheizen. Spätestens als 2018 der Schauspieler Keanu Reeves auf der E3 bekannt gab, eine Rolle im Spiel zu übernehmen, brach der Hype so richtig aus.

Eine Szene aus dem Spiel "Cyberpunk 2077". Bild: Presse/ CD Projekt RED


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Tablets und Handys: Verschenkst Du auch “seltene Erden” zum Fest?

Machen wir uns nichts vor: Trotz Klimawandel machen sich nur die wenigsten ernsthafte Gedanken darum, wie energieaufwändig die Herstellung von Smartphones, Tablets und anderen Gadgets so ist. Ich will mich da gar nicht ausschließen. Doch seitdem ich mich damit beschäftige, was so alles in einem Smartphone verbaut ist und wie viel Energie es kostet, so ein Gerät herzustellen, komme ich doch mächtig ins Grübeln.

Der CO2-Ausstoß bei der Produktion moderner Digitalgreäte ist enorm; Rechte: WDR/Schieb

Der CO2-Ausstoß bei der Produktion moderner Digitalgreäte ist enorm

Hightech bedeutet energieaufwändige Produktion

Denn es erzeugt durchschnittlich 54 Kilogramm CO2-Äquivalent, ein Smartphone herzustellen. Ein Tablet sogar 141 Kilogramm CO2. Glaubt man gar nicht.

Grund sind auch und vor allem die Materialien, die in so einem Gerät verbaut sind. … … weiterlesen

Digitaler Unterricht: Chaos an Schulen wäre vermeidbar gewesen

Schülerin oder Schüler möchte man in diesem Jahr auch nicht wirklich sein, oder? Zweifellos auch keine Lehrerin oder Lehrer – auch mit denen fühle ich mit. Aber konzentrieren wir uns auf die Schwächsten in der Kette: die Lernenden.

Denn die haben es im Corona-Jahr wirklich nicht leicht. Wieder ein “Shutdown”. Längere “Ferien”. Chaos. Wieder außergewöhnliche Lernsituationen.  Wieder Fern-Unterricht. Mit Betonung auf “wieder”. Das bedeutet: Hier wäre eine vernünftige Vorbereitung nicht nur nötig, sondern zwingend gewesen.

Sollen Kinder und Jugendliche an Schilen mit Tablets und Notebooks arbeiten?; Rechte: WDR/Schieb

Schule in Zeiten von Corona: Kinder und Jugendliche werden von der Politik sträflich vernachlässig

Lernplattformen brechen zusammen

Manche Schulen bekommen es ganz gut hin, wie man hört. Andere kaum. Viele gar … … weiterlesen

Datensammler: Apple führt “Beipackzettel” für Apps ein

Bei der Corona Warn App wurde ganz genau hingeschaut, wann welche Daten zu welchem Zweck erhoben, gespeichert und weitergegeben werden. Doch das ist die Ausnahme.

Normalerweise laden die Menschen die App ihrer Wahl, klicken hektisch AGBs und was auch immer ab. Und: Los geht’s… Kaum einer interessiert sich dafür, was in puncto Datenerhebung und Tracking passiert. Weil es auch ziemlich schwierig ist.

Die neuen "Privacy Shields" gibt es in allen App-Stores; Rechte: WDR/Schieb

Die neuen “Privacy Shields” gibt es in allen App-Stores

App Store – bei Risiken und Nebenwirkungen

Die App-Entwickler verraten entweder nur in den AGBs versteckt und/oder arg vereinfacht, welche Daten sie erheben und was damit passiert. Und das will Apple jetzt ändern. Ab sofort benötigen Apps in Apples App-Store eine … … weiterlesen

Corona Warn App: Datenschutz muss diskutiert werden

Armin Laschet ist kein “Nerd”, der “mal eben eine neue App entwickelt und vorlegt”. So sagte es der NRW-Ministerpräsident im Gespräch mit dem Philosophen Julian Nida-Rümelin bei Anne Will in der ARD gestern (13.12.2020) Abend süffisant. Ich finde es beruhigend, dass Laschet anderen diese Arbeit überlässt.

Armin Laschet bei Anne will: "Ich bim kein Nerd"; Rechte: ARD/WDR/Schieb

Armin Laschet bei Anne will: “Ich bin kein Nerd”

Erneute Forderung nach einer Tracking-App

Zuvor hatte der ehemalige Kulturstaatsminister Nida-Rümelin angesichts der Corona-Pandemie erneut eine “Tracking-App” gefordert. Explizit. Ohne Drumherum.

Eine App also, die in der Lage ist, Bewegungsprofile zu erstellen: Wann bin ich wo wie lange gewesen? So wie es beispielsweise Google Maps mit seiner Zeitachse wie selbstverständlich macht. Dann aber … … weiterlesen

Kampfansage an die Tech-Giganten – endlich!

Den vier Megakonzernen Facebook, Amazon, Google und Apple geht es nun in ihrer Heimat an den Kragen. Die Politik hat offenkundig genug davon, sich von den vier Companys andauernd an der Nase herumführen zu lassen. Die US-Handelsaufsicht und 48 US-Bundesstaaten (also fast alle) haben gemeinschaftlich Facebook verklagt. Vor allem wegen unentwegter Wettbewerbsverstöße. Man könnte auch sagen: Wegen Gigantomanie.

Der Big Brother Award zeichnet Angebote oder Ideen aus, die die Überwachung fördern; Rechte: digitalcoure

Die großen Konzerne sind vor allem eins: Datenkraken – und kaum noch zu kontrollieren

Schluss mit dem Jubel über das Silicon Valley

Mächtige Gegner für die Zuckerbergs und Bezos dieser Branche: US-Regierung und US-Staaten sind keine zahmen Haustiger. Über einen österreichischen Datenschützer wie Max … … weiterlesen

Ist jetzt schluss mit Snoopy123? Facebook darf auf Klarnamen bestehen

Das Münchener Oberlandesgericht (OLG) hat bei uns in Deutschland einen alten Streit neu entfacht. Nämlich den Streit darüber, ob es eine Klarnamenpflicht in Sozialen Netzwerken geben sollte – also dass jeder mit einem echten, richtigen Namen im Netz erscheint -, oder ob es ein Recht auf Anonymität geben soll. Also: Muss ich “Jörg Schieb” heißen, oder geht auch “Snoopy_123”?

Facebook besteht auf Klarnamen im Profil

Bei Facebook gilt laut Nutzungsbedingungen eigentlich die Klarnamenpflicht. Zumindest im Profil muss der korrekte Name erscheinen. Es gibt zwar so manche Spielerei mit dem Namen (“KersTIN”), aber grundsätzlich muss der eigene Name verwendet werden. Gelegentlich sperrt Facebook die Accounts, wenn dagegen verstoßen wird. Dagegen haben zwei Personen geklagt.

In den ersten Instanzen haben mal die Nutzer, mal Facebook Recht bekommen. Das OLG begründet das so: Facebook habe “angesichts eines mittlerweile weit verbreiteten sozialschädlichen Verhaltens im Internet” ein berechtigtes Interesse, präventiv auf seine Nutzer einzuwirken. Bedeutet: … … weiterlesen

Mit Smudo die Cluster-Nachverfolgung meistern

Kulturschaffende leiden gleich doppelt unter Corona. Zum einen müssen sie – wie wir alle – mit Lockdowns, Einschränkungen und Maskenpflicht leben. Schwierig genug. Zum anderen aber können Menschen aus dem Kulturbetrieb gerade nicht arbeiten. Es ist ihnen die Möglichkeit genommen, vor Publikum aufzutreten, zu performen. Kein Umsatz, kein Applaus, kein Kontakt zu den Fans.

Smudo von den Fantastischen Vier veranlasst das aber nicht zu Jammerei oder gar lautstarken Anklagen. Er denkt darüber nach, “was wir Sinnvolles machen können”, wie er mir in einem Gespräch verrät. Sein Motto: “Mitdenken statt Querdenken”. Also etwas unternehmen. Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems.

Die Luca App macht es einfach, Cluster nachzuverfolgen; Rechte: WDR/Schieb

Die Luca App macht es einfach, Cluster nachzuverfolgen

Motto: Mitdenken statt … … weiterlesen

Wetten, dass Fake-Impf-Videos Panik verbreiten werden?

Normalerweise berichten wir Journalisten über Dinge, die bereits passiert sind. Aber diesmal möchte ich über etwas berichten, was uns noch bevorsteht – aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintreffen wird.

Ich wage diesmal eine Vorhersage. Und die lautet: Wir werden uns auf eine Welle von Fake-News über die Wirkung und vor allem über die (vermeintlichen) Nebenwirkungen des Covid19-Impfstoffes einstellen dürfen.

Unmittelbar nach der ersten Impfung werden Fake-News kursieren; Rechte: WDR/Schieb

Unmittelbar nach der ersten Impfung werden Fake-News kursieren

Fake-Videos werden die Bevölkerung verunsichern

Schon jetzt ist klar: Es wird schockierende Nachrichten und Videos geben. Wir werden zum Beispiel Videos von Personen sehen, die krank sind. Die am ganzen Körper zittern. Schwitzen. Denen es echt schlecht geht. Und die entweder selbst behaupten oder … … weiterlesen

Mit der Google Maps Timeline dem Gesundheitsamt helfen

Wenn wir eine Forderung in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder gehört haben, dann doch wohl die: “Die Gesundheitsämter müssen digitaler werden!” Klingt logisch. Keiner widerspricht. Diese Forderung laut auszurufen oder in Talk-Shows zum Besten zu geben, ist ohne Risiko. Alle sind im Grunde derselben Meinung.

Nur: Hören wir auch Vorschläge, wie genau das gehen soll? Eher wenige. Eine bessere Anbindung an die Corona Warn App? Ja, das wäre zweifellos sinnvoll. Aber was noch? Was können wir machen, damit die Gesundheitsämter genau jetzt, in diese schwierigen Zeiten entlastet werden?

Jeder einzelne Kontakt muss im Falle einer Infektion gemeldet werden; Rechte: WDR/Schieb

Jeder einzelne Kontakt muss im Falle einer Infektion gemeldet werden

“Kadoin” hilft beim Ausfüllen – und Erinnern

Es … … weiterlesen

Microsoft und sein problematischer “Productivity Score”

Wenn wir von Big Data sprechen, haben die meisten nur eine vage Vorstellung davon, was damit gemeint ist: Unfassbar viele Daten – und am Ende kommt irgendwas raus. Statistik halt.

Big Data bekommt immer dann besondere Brisanz, wenn man plötzlich – erkennbar! – davon selbst betroffen ist. So ist es zum Beispiel mit dem “Productivity Score” (Produktivitätswert), den Microsoft vor einigen Tagen eingeführt/vorgestellt hat. Eine neue Statistikfunktion, die es Chefs in Unternehmen erlauben soll festzustellen, wie “aktiv” einzelne Mitarbeiter/innen sind.

Microsoft-Manager Jared Spataro erklärt die neue Funktion; Rechte: WDR/Schieb

Microsoft-Manager Jared Spataro erklärt die neue Funktion

Wie produktiv bist Du? Microsoft weiß es…

Wie viele E-Mails gehen pro Tag per Outlook raus? Wie viele Chats führen die Mitarbeiter in Microsoft Teams – und wie lange … … weiterlesen

Mit Games das Corona-Virus bekämpfen

“Eve Online” ist ein faszinierendes Computerspiel: Seit 17 Jahren brausen die Spieler in Raumschiffen durch das virtuelle All, treiben Handel und liefern sich Weltraumschlachten. Und seit 2015 können sie auch aktiv die Wissenschaft unterstützen. Seit einigen Monaten auch im Kampf gegen das Corona-Virus.

Die Idee ist so simpel wie brillant: In “Eve Online” gibt es das “Project Discovery”. Das ist ein Minispiel, in dem die Game-Piloten in einem Koordinatensystem Punkte-Wolken umkreisen müssen. Einfacher geht es kaum: Wolken-Ansammlung erkennen, mit der PC-Maus einen Rahmen drum herum zeichnen, fertig. Der Clou aber: Dieses Minispiel wird gefüttert mit wissenschaftlichen Daten. Die Punkte stellen Eigenschaften von Zellen dar und wie sie auf das Corona-Virus reagieren. Jedes Minispiel ist so eine kleine Datenanalyse.

So wird in "Eve Online" eine wissenschaftliche Analyse durchgeführt. Bild: CCP Games… weiterlesen

Wie nachhaltig ist die Digitalisierung eigentlich?

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Das sind die beiden Schwerpunktthemen auf dem Digitalgipfel dieses Jahr, der heute (01.12.2020) endet. Es geht vor allem darum, wie Digitalisierung helfen kann, unsere Alltagsaufgaben besser zu lösen.

Etwa: Können Drohnen in der Landwirtschaft helfen, lassen sich mit KI Verkehrsströme optimieren – und kann man so Energie sparen? Es gibt zweifellos viele interessante Ansätze. Es geht darum, die Richtigen rauszupicken und loszumarschieren.

Digitalisierung birgt auch viele Nachteile

Gleichzeitig ist Digitalisierung aber auch eine enorme Herausforderung – denn es sind auch viele Nachteile damit verbunden. Allen voran der enorme Energiebedarf: Rechenzentren verbrauchen sehr viel Energie. Jetzt schon rund 2,7% des europäischen Strombedarfs. Tendenz: Steigend. Die EU will das ungebremste Wachstum des Energiehungers eindämmen. Aus ökologischen Gründen. Das ist richtig und wichtig – und damit auch Thema auf dem Digitalgipfel.

Viel zu wenig beachtet bislang ist aber auch die Frage, wo all die Rohstoffe herkommen, die in moderner … … weiterlesen

Europa will Datenkontinent Nr. 1 werden

EU-Digital-Kommissarin Margrethe Vestager ist dafür bekannt, unerschrocken die großen US-Konzerne mit Nachdruck zu kritisieren – und ihnen auch klare Grenzen zu stecken. Soweit das heutzutage angesichts der Uneinigkeit in einer Europäischen Union und vor allem in einer globalisierten Welt überhaupt möglich ist.

Doch nun geht sie einen entscheidenden Schritt weiter: Mit konkreten Ideen und Plänen will sie die EU aus den Klauen der US-Riesen befreien.

EU-Digitalkommissarin Magrethe Vestager; Rechte: WDR/Schieb

EU-Digitalkommissarin Magrethe Vestager will Europa zu einem “Datenkontinent” machen

Data Governance Act: Den Schatz der Daten heben

Vestagers Ziel: Europa soll Datenkontinent Nummer 1 werden. Das “Data Governance Act” getaufte Konzept klingt äußerst ambitioniert, wenn man den Vorsprung der Amerikaner und übrigens aus der Asiaten bedenkt. Aber: Ambitioniert ist gut. Denn alles andere reicht nicht, um … … weiterlesen

Warum zensiert Youtube harmlose Videos?

Der Influencer Rezo (“Die Zerstörung der CDU”) erreicht mit seinen Videos auf Youtube nicht selten über eine Million Menschen. Eines seines Videos verbreitete sich zuletzt aber zunächst nicht so gut, möglicherweise, weil Youtubes Algorithmus von Maskenverweigerern und der rechten Szene ausgenutzt wurde.

Rezo ärgert sich über Maskenverweigerer

Der Titel des Videos ist eindeutig: “Wenn Idioten deine Freiheit und Gesundheit gefährden…“. Er meint damit Maskenverweigerer, die sich bei mehreren Demonstrationen nicht an Abstandsregeln gehalten haben und offen ein Bündnis mit Rechtsradikalen eingehen.

Rezo beklagt, dass Behörden und Polizei die Verstöße bei den Demonstrationen herunterspielen und vergleichsweise defensiv agieren, obwohl es gewalttätige Übergriffe gegeben hat, auch auf Journalisten.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig.… weiterlesen

Amazons ungenierte Überwachungspraktiken

Amazon bereitet sich gerade – wie alle andere Onlinehändler rund um den Globus – aufs Weihnachtsgeschäft vor. Der Black Friday steht unmittelbar vor der Tür. Der umsatzstärkste Tag des Handels – und deshalb nicht nur für Amazon der eigentliche Festtag im Jahr.

US-Magazin legt Überwachungspraktiken von Amazon offen

Da passt es dem Konzern so gar nicht, dass das US-Onlinemagazin Vice ausgerechnet jetzt pikante interne Papiere präsentiert. Sie belegen, dass Amazon seine Mitarbeiter penibel überwacht. Nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in ihrer Freizeit. Und Amazon bestreitet die Echtheit der mehrere Dutzend vorliegenden Unterlagen nicht.

Verteilen die Mitarbeiter Flugblätter? Bereiten sie Streiks vor oder nehmen sie daran teil? Gibt es Treffen mit Gewerkschaftern? Amazon hat offensichtlich eine Art interne Stasi, die alles penibel beobachtet, registriert und dokumentiert. Auch Drogenkonsum ist ein Thema: Nehmen die Mitarbeiter Drogen, wohnen sie in Drogen-Hotspots? Und vieles andere mehr.

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DeepNude: Wenn KI aus Bildern Nacktbilder macht

In den Siebzigern waren sie ein Partyknüller: Sogenannte “Röntgenbrillen”, die angeblich einen lüsternen Blick durch die Textilien hindurch gewähren. Das hat zwar nie wirklich funktioniert – aber wohl zumindest die Phantasie der Brillenträger beflügelt.

DeepNude wurde mit Tausenden Aufnahmen “trainiert”

Tatsächlich ist die Technik heute in der Lage, genau das zu ermöglichen, was mit der Röntgenbrille versprochen wurde: Es gibt eine Software, DeepNude genannt, die aus ganz gewöhnlichen Porträtaufnahmen im Handumdrehen Nacktbilder macht. Das Versprechen diesmal: DeepNude zeigt Menschen unbekleidet. Die Textilien werden durch realistisch aussehende nackte Haut ersetzt.

Das Ganze gab es kurzzeitig mal als App. Die wurde nach Protesten aber entfernt. Heute geht es anders: Auf Telegram können User Fotos an einen Bot schicken – und der macht innerhalb kürzester Zeit ein künstlich erzeugtes Nacktbild daraus und sendet es zurück. Kostenpunkt: etwas mehr als ein Euro.

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Twitter Fleets: Von wegen schnell verschwunden!

Seit ein paar Tagen gibt es bei Twitter eine Funktion, die sich “Fleets” nennt (von Englisch “fleeting”, flüchtig), aber eigentlich besser “Twitter Stories” getauft worden wäre.

Denn das sind diese Twitter Fleets: Postings, die nach 24 Stunden wieder automatisch verschwinden, also nur zeitlich begrenzt existieren sollen. So, wie man das von Instagram Stories und Facebook Stories bereits kennt. Optisch ist die Bedienleiste am oberen Rand der Twitter-App von den Instagram Stories praktisch nicht zu unterscheiden.

Zwar kommen noch ein paar Funktionen dazu, etwa Sticker und Live-Übertragungen – dann sieht wirklich alles so aus wie auf Instagram. Aber so ist der Lauf der Dinge: Instagram, Twitter und Snapchat gucken sich stets ab, was beim anderen gut funktioniert – und werden einander so immer ähnlicher.

Tweets lassen sich jetzt auch in einem Fleet teilen; Rechte: WDR/Schieb… weiterlesen

Telegram, die Manipulationsmaschine

Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig lässt aufhorchen: Danach glauben mittlerweile 30,4 Prozent der Deutschen mehr oder weniger an Verschwörungen. An Mächte, die unsere Geschicke lenken.

Gut 38 Prozent glauben sogar, es gebe “geheime Organisationen, die großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben”. Politiker seien nur “Marionetten der dahinterstehenden Mächte”.

Verschwörungstheorien rund um Bill Gates; Rechte: WDR/Schieb

Verschwörungstheorien rund um Bill Gates explodieren im Netz

Viele Verschwörungen im Kern antisemitisch

Geheime Organisationen – nicht etwa Konzerne oder Lobbyisten. Und: Viele Verschwörungserzählungen sind im Kern antisemitisch, so auch die der QAnon-Anhänger. Die Internet-Plattformen sind zwar nicht der Grund dafür, aber doch ein Turbolader bei der Verbreitung.

Facebooks Algorithmen präsentieren seit zwei Jahren bevorzugt Meldungen von Freunden und Bekannten, zum Nachteil von seriösen Quellen. So … … weiterlesen