Fit bleiben mit der Spielkonsole

Das Klischee von Computerspielern, die regungslos vor ihrem Fernseher sitzen, nur Finger an Tastatur und Controller bewegen, ist nicht ganz falsch. Ob es das Spielen in der Freizeit ist oder professioneller E-Sport ist: Der größte Teil des Körpers bleibt unbewegt. Es kommt eher auf einen wachen Geist an.

Aber es gibt Spiele, die sich gegen die Trägheit des Körpers richten und aus dem Videospiel ein Sportgerät machen. Sie wollen Körper und Geist trainieren.

Training für Körper und Geist

“Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging” etwa gibt es in einer neuen Version für die Nintendo-Switch-Konsole: Wer täglich 10 Minuten spielt, soll seine geistige Fitness steigern können.

Für die körperliche Fitness soll das “Ring Fit Adventure” sorgen: Die Spieler müssen ihre Figur durch eine bunte Fantasiewelt steuern. Das Besondere: Die Figur bewegt sich nur, wenn auch die Spieler sich bewegen. Also ganz aktiv vor dem Fernseher.

Eine Szene aus dem Spiel "Ring Fit Adventure". Nintendo/Ring Fit Adventure

So sieht das “Ring Fit Adventure” aus, mit Hinweisen, wie einzelne Sportübungen durchgeführt werden sollen.

Sie müssen auf … … weiterlesen

DLD: Verschlüsselung nicht mehr sicher

Dieses Jahr wurde auf der Tech-Konferenz DLD in München die praktisch überall eingesetzte RSA-Verschlüsselung als ab sofort nicht mehr sicher eingestuft. Was für eine Überraschung. Denn normalerweise empfehlen IT-Experten mantraartig alles zu verschlüsseln: Datenverbindungen, Passwörter, Daten auf der Festplatte, Chats und Kommunikation – einfach alles, was andere nichts angeht. Doch: vorbei!

Bislang ist man davon ausgegangen, dass es Jahrhunderte dauern würde, mit einem leistungsfähigen Computer eine verschlüsselte Nachricht oder einen Schlüssel zu knacken. Doch nun zeichnet sich eine neue Supercomputer-Generation am Horizont ab: Quantencomputer rechnen Tausend, Millionen Mal schneller als heutige Supercomputer und könnten einen gängigen 256-Bit-Schlüssel in wenigen Minuten knacken – irgendwann vielleicht sogar in Sekunden. Spätestens dann bringt es einem überhaupt nichts mehr, einen heute als modern geltenden Schlüssel zu verwenden.

Erst können Geheimdienste solche Nachrichten oder Daten knacken, irgendwann dann auch Unternehmen. Das wird nicht gleich morgen so weit sein, aber spätestens in 10 Jahren.

Verschlüssellung von Daten bald nicht mehr sicher; Rechte: WDR/Schieb

Verschlüsselung von Daten bald nicht mehr sicher

Quantencomputer knacken Verschlüsselung wie Kekse

Ein von … … weiterlesen

Dorothee Bär will definitiv keine Klarnamenpflicht

Von einer angenehmen Gesprächskultur kann “im Netz” nur selten die Rede sein. Soziale Netzwerke fördern bekanntlich Erregung – und das funktioniert hervorragend. Viele User empören sich bis zum Äußersten.

Nicht wenige lassen jeden Anstand vermissen. Sie pöbeln, beleidigen, hetzen oder drohen – in machen Fälle mit dem Tode. Eine bedrückende Verrohung. Natürlich nicht nur im Netz, aber hier wird Hetze sichtbar.

Manche halten die vermeintliche Anonymität im Netz für die Ursache. Oder zumindest für einen Brandbeschleuniger. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat deshalb vor einigen Tagen erneut eine Klarnamenpflicht gefordert.

Die Hoffnung: Wenn alle sich mit Klarnamen im Netz bewegen, steigt die Hemmung, sich unflätig oder strafrechtlich relevant im Netz zu äußern. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist ähnlicher Ansicht.

Studie belegt: Anonyme User diskutieren weniger aggressiv

Viele halten diese Forderung für “Irrsinn” oder “weltfremd”. Das ist zwar eine Meinung, aber noch kein Argument. Ich gebe zu: Auch ich würde annehmen, dass mehr Anstand einzieht, wenn jeder Name bekannt und/oder für jeden sichtbar ist.

Eine Studie der Universität Zürich belegt genau das Gegenteil: Anonyme User kommentieren weniger aggressiv als User mit Klarnamen.

Das einzige Argument, das für eine Klarnamenpflicht spricht, scheint also – wissenschaftlich gesehen – ein Trugschluss zu sein. Ich … … weiterlesen

Amazon weiß, wer das Spiel gewinnt

Die schönste Nebensache der Welt: Fußball. Die einen wissen alles über ihren Verein und ihre Lieblingsspieler. Die anderen wissen überhaupt nichts. Dazu gehöre ich.

Aber für alle anderen könnte es interessant sein, was die “Deutsche Fußball Liga” (DFL) da plant. Denn demnächst können sich alle Fans live Spiel-Statistiken auf dem Handy anschauen. Wer dominiert gerade? Wann fällt das nächste Tor? KI macht’s möglich…

Wann fällt das nächste Tor? KI berechnet es... Rechte: WDR/Schieb

Wann fällt das nächste Tor? KI berechnet es…

Amazon-Cloud wertet das Geschehen aus – live

Dazu nutzt die DFL diverse Cloud-Dienste von Amazon. Was viele nicht wissen: Amazon ist einer der größten Cloud-Anbieter der Welt. Hier kann man so ziemlich jede Cloud-Dienstleistung buchen. Auch KI und selbstlernende Systeme. Genau das hat die Bundesliga jetzt gemacht und ein eigenes KI-System auf die Beine gestellt. Und das erst mal die den Spieldaten von 10.000 Begegnungen “gefüttert”.

Nicht nur, wer gegen wen gespielt und wer gewonnen hat. Nein, viel mehr. Jeder Ballkontakt. Strategien. Konkrete Spielsituationen… All das hat sich die KI angeschaut – … … weiterlesen

LDI fordert: Behörden raus aus Facebook

Wenn eins deutlich geworden ist, dann, dass sich Soziale Netzwerke nicht zähmen lassen. Das hat viele Gründe. Zum Beispiel strukturelle. Die Unternehmen sitzen meist in den USA, verweisen bei Datenschutzthemen meist auf ihren Hauptsitz in Irland und führen Behörden gerne an der Nase herum. Es bleibt auch trotz DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) vollkommen intransparent, welche Daten sie erheben, wo sie sie speichern und was sie damit anstellen. Was die Unternehmen einräumen, ist immer nur die Spitze des Eisbergs. Eine extrem intransparente Sache.

Facebook und Twitter gehen gegen Propaganda vor; Rechte: WDR/Schieb

Behörden sollen raus: Facebook und Twitter greifen zu viele Daten ab

Datenschutzbeauftragte verlangt Löschung von Behörden-Accounts

Schlimm genug. Aber es gibt natürlich Situationen, da ist das besonders fatal. Etwa dann, wenn sich Behörden auf Facebook präsentieren – und Bürgerinnen und Bürger dort vorbei schauen. Facebook bekommt das mit. Sollten die User dann auch noch Daten übertragen, etwa persönliche Daten, um etwas nachzufragen oder zu beantragen, ist jede Diskretion dahin.

Deshalb warnt die Landesdatenschutzbeauftragte NRW Helga Block nun ausdrücklich davor. Mehr noch: Sie fordert, dass … … weiterlesen

Windows 7 Support endet – warum eigentlich?

Wer sagt eigentlich, dass wir wirklich immer alle den “neuesten Scheiß” haben wollen? Bei Smartphones mag das stimmen – zumindest bei einigen Leuten. Auch bei Apps erkenne ich ein gewisses “Must have”. Sobald neue Social-Media-Apps am Horizont erscheinen, probieren sie viele unverzüglich aus.

Doch bei Betriebssystemen sind die Menschen eher träge und treu. Zumindest bei Windows ist das so.

Tech Support endet

Der Support für Windows 7 endet – die Risiken fangen an

Knapp 1/3 der Windows-Nutzer scheuen Upgrade

Tatsache ist: Auf rund 27% aller Windows-PCs ist noch Windows 7 installiert, das nun auch schon etwas über 10 Jahre alt ist. Um so beachtlicher, wenn man bedenkt, dass Microsoft sein Windows 10 im Jahr 2016 nicht nur mit viel Tamtam in den Markt eingeführt, sondern sogar als kostenloses Upgrade angeboten hat.

Zu hohe Kosten sind also kein Argument, ein Upgrade zu verweigern. Eher Trägheit – die aber jedem zusteht. Schließlich ist so ein Upgrade mit Aufwand  und auch vielen Risiken verbunden. Was, wenn es nicht klappt? Es droht Datenverlust. Deshalb sind Backups (Sicherheitskopien) beinahe Pflicht.

Apple-Nutzer sind da anders. Sobald es neue … … weiterlesen

CES2020: Bringt Quibi nur lasche Hochkant-Videos?

Die weltgrößte Verbrauchermesse “Consumer Electronics Show” (CES) in Las Vegas geht allmählich zu Ende. Die Messe hat neben einigen ungewöhnlichen Neuheiten und Autos von Sony auch eine Absurdität zu bieten, auf die bislang niemand zu sprechen gekommen ist.

Auf der einen Seite zeigen Fernsehhersteller wie Samsung, LG und Co. immer größere Fernsehgeräte – und viele davon mit einer Auflösung von 8K. Das ist acht Mal so viel wie Full-HD – das, was die meisten zu Hause haben. Und vier Mal höher als 4K. Auf der anderen Seite ist ein neuer Streamingdienst angekündigt, der nicht etwa 8K unterstützt, sondern Hochkant-Videos von maximal 10 Minuten Länge. Also gut fürs Handy – aber unmöglich abzuspielen auf einem Fernseher.

Quibi präsentiert Inhalte im Hochformat - und zuerst auf dem Handy; Rechte: WDR/Schieb

Quibi präsentiert Inhalte im Hochformat – und zuerst auf dem Handy

Ironie der Zeit: 8K-Fernseher und Streaming fürs Handy

Um es deutlich zu sagen: Eine 8K-Auflösung wird sich in absehbarer Zeit nicht wirklich rentieren. Es sei denn, man hat einen gigantischen Fernseher im … … weiterlesen

Weniger Deepfakes auf Facebook

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) ist heute so Einiges möglich. Es ist zum Beispiel kein Problem, praktisch jeden Text mit einer fremden Stimme sprechen zu lassen. Adobe hat solche Software in der Entwicklung: Sie wird trainiert – etwa mit Beispielen aus öffentlich zugänglichen Interviews – und wenig später plappert die Software mit der Stimme von Trump, Putin oder Merkel.

Andere KI-Software wiederum kann Videobilder so manipulieren, dass man zum Audio auch noch das passende Video bekommt. Deepfake nennt sich das dann. Für den Laien sind solche Videos von echten Aufnahmen praktisch nicht zu unterscheiden.

Sieht aus wie Barack Obama, spricht wie Barack Obama - ist aber nicht Barack Obama; Rechte: WDR/Schieb

Sieht aus wie Barack Obama, spricht wie Barack Obama – ist aber nicht Barack Obama

Erkennbare Deepfakes werden entfernt – außer bei Satire

Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, die heutzutage durchaus beeindruckend sind, ist das erst mal unterhaltsam. Bei näherer Betrachtung aber auch bedrohlich: Denn was, wenn jemand Donald Trump – in diesen hässlichen … … weiterlesen

CES 2020: Alexa, wie ist mein Stuhlgang?

Wir leben in merkwürdigen Zeiten. In den Sozialen Netzwerken wird der Ton immer rauher und unversöhnlicher – und zu Hause machen wir es uns richtig schön bequem. Wir holen uns Geräte in die Wohnung, die uns zuhören, mit uns reden, kleine Dinge für uns erledigen. Ja, auch mit sanfter Stimme zu uns sprechen. Wie angenehm. Jetzt ist das sogar im Badezimmer möglich. Auf der Konsumermesse CES ist ein Duschkopf mit Alexa zu sehen – und sogar ein Alexa-Klo.

Kein Witz: Die Luxus-Toilette Numi 2.0 von Kohler verfügt nicht nur über Sitzheizung und Beleuchtung, sondern auch über eingebaute Alexa und Surround-Sound. Während der “Sitzung” die Börsenkurse abfragen, den Nachrichten lauschen, einen Podcast hören oder einfach im Netz recherchieren – alles möglich.

Roboter Reachy von einem französischen Startup; Rechte: WDR/Schieb

Roboter Reachy von einem französischen Startup kann Dinge greifen und bewegen

Wegweiser für das Zuhause von Morgen

Auf der weltgrößten Konsumermesse CES (Consumer Electronics Show) gab es schon immer solch einen Unsinn, über den dann jeder berichtet. Weil solche Dinge zeigen, in welche Bereiche Technologie vordringt. … … weiterlesen

Wegen Patentstreit: Kein Chat-Export mehr in WhatsApp

So mancher Chat im Messenger ufert aus – und irgendwann möchte man ihn nicht mehr im Smartphone gespeichert haben. Etwa, um den Speicher zu schonen (wenn viele Bilder oder Videos enthalten sind) oder weil man sich nicht ständig daran erinnern möchte. Ganz wegwerfen will man den Chat aber auch nicht. Was tun? Exportieren!

Bislang gab es in WhatsApp die Möglichkeit, Einzel-Chats oder Gruppen-Chats zu exportieren, also dauerhaft zu speichern (etwa auf dem PC oder in der Cloud). Jetzt nicht mehr. Denn WhatsApp hat die “Exportieren”-Funktion entfernt. Allerdings nur in Deutschland!

Die Funktion "Chat exportieren" gibt es bald nicht mehr; Rechte: WDR/Schieb

Die Funktion “Chat exportieren” gibt es bald nicht mehr

Gesperrt wegen Patentstreitigkeiten

Irgendeine offizielle Ankündigung oder Erklärung gibt es nicht. Wer sich jedoch die entsprechende Support-Seite von WhatsApp anschaut, findet den deutlichen Hinweis: “Bitte beachte, dass diese Funktion in Deutschland nicht unterstützt wird.”

Bitte beachte, dass diese Funktion in Deutschland nicht unterstützt wird.
WhatsApp Support

Die durchaus praktische Funktion wird also nur in Deutschland abgeschaltet. Falls Ihr sie … … weiterlesen

FTC könnte Facebook zerschlagen

Laut “Wall Street Journal” denkt die Kontrollbehörde Federal Trade Commission (FTC) ernsthaft darüber nach, Facebook in seine Bestandtteile zu zerschlagen. Facebook, WhatsApp, Instagram als eigene Marken und eigene Unternehmen. Wie es vor der Übernahme von WhatsApp und Instagram mal war. Kein abwegiger Gedanke. Denn die Richtung, die Facebook einschlägt, ist alles andere als erfreulich.

Als sich Facebook 2010 Instagram und 2014 WhatsApp einverleibt hat, hat Mark Zuckerberg einiges versprochen. Dass die Apps “unabhängig bleiben”, zum Beispiel. Dass keine Daten (ab)fließen. Dass alles so bleibt, wie es ist. Wir wissen, dass es anders gekommen ist. Es fließen sehr wohl Daten von WhatsApp und Instagram zu Facebook. Im Fall von WhatsApp ist das ein gebrochenes Versprechen. Wer Werbung schaltet auf Facebook, kann auch gleich User auf Instagram ansprechen, als wäre es ein Netzwerk. Nur ein Beleg dafür, dass von Eigenständigkeit der Dienste keine Rede sein kann.

Mark Zuckerberg in seinem Netzwerk; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg hat klare Trennung von Facebook und WhatsApp versprochen – und will sie jetzt aufheben

Nicht nur drei, alle Messenger sollten sich verstehen

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Mehr #bahnmining: Fakten schaffen mit Daten

Auf dem traditionellen Chaos Communication Congress, der dieses Jahr zum 36. Mal stattfindet (diesmal in Leipzig), hat David Kriesel interessante Daten über die tatsächliche Pünktlichkeit der Bahn präsentiert. Der Datenexperte hat unfassbar große Datenmengen analysiert. Mit interessanten Ergebnissen: Der Bahnhof in Köln war mit 380.000 Stopps in 2019 der meist frequentierte Bahnhof Deutschlands. Mit einer Pünktlichkeitsrate von mageren 60 Prozent. Bedeutet: 40 Prozent der Züge nach oder von Köln waren im Jahr 2019 unpünktlich. Weit entfernt von den geschönten Werten, die die Bahn gerne veröffentlicht – sie geht ohnehin erst nach sechs Minuten von einer Verspätung aus.

Wenn möglichst viele Daten verfügbar sind, lassen sich Fakten ermitteln

Lob für die Bahn: Transparenz schaffen

Es geht mir hier nicht um Bahn-Bashing. Auch nicht um Zahlenakrobatik: Wer sich schlau machen möchte über die vielen interessanten Ergebnisse, die David Kiesel ermittelt hat, recherchiere im Netz unter #bahnmining – und wird schnell fündig. Mir ist ein anderer Punkt wichtig. Nämlich, wie wichtig und nützlich es sein kann, möglichst viele Daten, die für … … weiterlesen

Ein Blick in die Glaskugel: Tech-Trends in 2020

In wenigen Tagen beginnt nicht nur ein neues Jahr, sondern ein neues Jahrzehnt. Was erwartet uns – in punkto Digitalisierung? Nicht leicht zu sagen, denn die digitale Welt dreht sich bekanntlich besonders schnell. Ein paar Trends halte ich allerdings für ausgemacht. So werden wir uns im kommenden Jahr ganz sicher an den Begriff Blockchain gewöhnen dürfen. Eine Art und Weise, Daten sicher und dezentral zu speichern. Verschlüsselt und damit manipulationssicher.

Blockschain: Verkettete Datenblöcke

Die Blockchain kommt

Das Konzept der Blockchain setzt sich allmählich durch. In der Industrie und Logistik, aber ganz sicher nach und nach auch in anderen Bereichen. Zum Beispiel lassen sich Musik, Fotos oder Videos durch die Blockchain besser verwalten: Hat jemand Veränderungen durchgeführt? Wer und wann? Wer hat die Urheberrechte und damit Lizenzen verdient? Interessante Ansätze… Leider wird auch die Onlinewerbung das Konzept nutzen – und wird uns User dadurch noch transparenter werden lassen.

Allerdings ist Blockchain auch mit erheblichem Energieaufwand verbunden. Denn die Blockchain beschäftigt Server und Netzwerke.

Aber bislang machen sich nur wenige Menschen Gedanken darum, wie sich die Klimaschädlichkeit von … … weiterlesen

Das Hightech-Zuhause sicher machen

Auch dieses Jahr haben Weihnachten garantiert wieder viele Hightech-Geschenke unterm Tannenbaum gelegen: Smartphones, Tablets, Computer, Sprachassistenten, Fitness Tracker, smarte Lautsprecher, vernetzbares Spielzeug oder Cloud-fähige Geräte für den Haushalt. Der Konsument von heute ist halt verspielt – und irgendwie muss unbedingt alles mit dem Netz verbunden werden können. Spaß ist garantiert – aber ebenso ein gewisses Risiko.

Besser per Bluetooth fernsteuern: Geringertes Risiko für Abhören und Manipulation

Vernetzung: Abhängig und angreifbar

Denn wer Haushaltsgeräte vernetzt, macht sich gleich zweifach abhängig. Zum einen kann es passieren, dass der Strom ausfällt, das eigene Netzwerk gestört ist, der Provider lahmt oder der Cloud-Dienst des Geräteherstellers nicht antwortet. Wenn eins dieser nicht unwahrscheinlichen Ereignisse eintritt, ist das Smart Home auch gleich gestört. Möglicherweise lässt sich der Backofen nur eingeschränkt bedienen, die Haustüre nicht richtig öffnen oder die Raumtemperatur nicht regeln.

Doch problematischer ist das Risiko, ausgespäht oder manipuliert zu werden. Denn je mehr Geräte mit dem Netz verbunden sind – fest angebunden an die Cloud -, desto größer ist die Angriffsfläche für Hacker und die Gefahr durch Hackangriffe jeder Art. … … weiterlesen

Das Smarter Home: Neue Standards kommen

Schon seit einigen Jahren reden wir vom Smart Home. Natürlich: Es ist schon praktisch, wenn ich Alexa oder Google Home eine Anweisung wie “Licht aus im Schlafzimmer” oder “Temperatur um 2 Grad runter” zurufen kann. Mein Favorit: “Alexa, Kaffee ein….” am Morgen – um meine Siebträger-Kaffeemaschine vorzuglühen. Das dauert halt…

Das Problem bei Smart-Home-Geräten: Es gibt viele Hersteller, viele unterschiedliche Standards – und das macht die Sache unnötig kompliziert. Wer einfach unterstellt, die neue Smart-Home-Steckdose könne gleichermaßen mit Google Home, Siri oder Alexa angesprochen werden, wird in der Regel von der Realität enttäuscht. Dasselbe gilt für praktisch jedes andere Smart-Home-Gerät. Es gibt ein für Laien undurchdringliches Durcheinander.

Fernbedienen mit Alexa unc Co: Smart Homes sind verletzlich

Fernbedienen mit Alexa unc Co: Smart Homes sind verletzlich

Giganten schließen sich zusammen

Nun haben sich doch tatsächlich Giganten wie Apple, Amazon und Google zusammengetan, um gemeinsam (!) ein offenes Protokoll fürs Smart Home zu entwickeln: Das “Connected Home over IP” soll mehr Sicherheit bringen – und bessere Kompatibilität. Auf gut Deutsch: Künftig könnte es einfacher werden, mit allen Sprachassistenten nahezu alle Smart-Home-Geräte … … weiterlesen

Welche Daten braucht die Polizei?

Die Diskussion um den aktuellen Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums sorgt für eine Menge Diskussionen: Mit neuen Regeln will die Ministerin die zunehmende Hasskriminalität im Netz bekämpfen.

Soziale Netzwerke sollen aktiv Postings mit Rechtsverstößen an das BKA melden. Außerdem sieht der Gesetzentwurf vor, dass in diesen und vielen anderen Fällen Polizei und andere Behörden schneller und mit mehr Daten versorgt werden sollen. Wir haben in Digitalistan hier schon über die Pläne berichtet.

Die Netz-Community ist in heller Aufruhr. Verständlich, denn wenn den Behörden künftig selbst Passwörter ausgeliefert werden, scheint – gefühlt! – nichts mehr sicher. Denn Passwörter sind der Generalschlüssel zu Onlinediensten, Mail-Konten, Messengern.

Kein Wunder, dass viele fürchten, ihre Privatsphäre sei nichts mehr wert – oder zumindest erheblich bedroht. Renate Künast hat sogar verfassungsrechtliche Bedenken. Andere sprechen von einem “großen Lauschangriff”. Das wiederum erscheint mir übertrieben.

Behörden könnten künftig sogar Passwörter abfragen

Kein großer Lauschangriff – aber heikel

Denn ein Lauschangriff, zumal ein großer, würde bedeuten, dass massenweise spioniert wird. Das ist jedoch kaum möglich. Denn zum einen ist für die Herausgabe solch sensibler Daten eine … … weiterlesen

Gekaufter Beifall: Viel zu viele Likes sind gekauft

Es ist ein Phänomen, das schon lange bekannt ist: Likes – also der leise, dafür aber für jeden sichtbare Applaus – auf Facebook, Instagram, YouTube und Co. ist käuflich. Wenn neben dem Foto auf Instagram 100 Herzchen stehen, muss das nichts bedeuten. Vielleicht sind 80 gekauft. Oder 99. Oder 100.

Es ist Realität: Wer nicht darauf warten will, dass Heerscharen von Besuchern herbeiströmen und den “Gefällt mir”-Button anklicken oder antippen, kauft sich diesen Crowd-Jubel einfach kurzerhand ein. Es gibt diverse Agenturen, die gegen Bezahlung für einen Like-Teppich sorgen. Damit die anderen denken: Wow – er oder sie hat aber eine Menge Zustimmung. Da mach ich doch mit… Je mehr jemand investiert, desto mehr Likes gibt es.

Einen Kaffee für einen Like

Gefällt mir gar nicht: Likes sind käuflich – einen Kaffee für einen Like

Wer Likes will, kann sie haben – gegen Bezahlung

Kollegen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum untersucht, wer von solchen Likes profitiert. Ausgewertet wurde ein umfangreicher Datensatz des nach eigenen Angaben größten Anbieters dieser Art, … … weiterlesen

Das Jede-Behörde-darf-Dein-Passwort-wissen-Gesetz

Hass und Hetze im Netz: Ein Thema, das uns schon lange beschäftigt. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) zwingt Betreiber von Onlinediensten zum Beispiel, Hass und Hetze nach Bekanntwerden zeitnah zu löschen. Das reicht bei weiten nicht, sagen Kritiker – viel effektiver wäre es, solche Postings auch gleich zur Anzeige zu bringen. Genau das sieht ein jetzt bekanntgewordener Gesetzentwurf der Bundesjustizministerin vor: Facebook, Twitter und Co. sollen künftig nicht nur löschen, sondern problematische Posts auch dem Bundeskriminalamt (BKA) melden.

So weit, so gut. Doch wer den hier vorab veröffentlichten Gesetzentwurf genauer durchliest, staunt nicht schlecht. Denn künftig sollen Polizei, Geheimdienste, aber auch Zoll, Ordnungsämter sowie so ziemlich jede andere Behörde unbürokratisch und vor allem ohne einen richterlichen Beschluss jede Menge Daten über Nutzer abrufen können. Nicht nur das Übliche, also wer hat wann und wo welchen Dienst genutzt und mit wem worüber kommuniziert, sondern auch IP-Adressen und Zugangsdaten – Passwort inklusive.

Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium enthält jede Menge Zündstoff

Behörden sollen an Passwörter kommen

Richtig gelesen: Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Onlinedienste auf Anordnung sogar das Passwort … … weiterlesen

Twitter sperrt Polizei-Accounts in NRW

Die Accounts der Polizei bei Twitter sind wichtige Kanäle für die Kommunikation in Gefahrenlagen. Die Polizei in Köln hat hier über die Geiselnahme am Hauptbahnhof vor gut einem Jahr informiert, die Polizei in Aachen immer wieder über den Einsatz am Hambacher Forst, die Polizei in Münster 2018 über die Amokfahrt am Kiepenkerl.

Am Samstag hat Twitter eine ganze Reihe von Accounts der Polizei in Nordrhein-Westfalen gesperrt. Betroffen sind die Accounts der Behörden in Borken, Heinsberg, Herford, Höxter, Minden-Lübbecke, Soest, Steinfurt, Wesel sowie im Märkischen Kreis, im Rhein-Erft-Kreis und im Rhein-Kreis Neuss. Einige von ihnen waren zwischenzeitlich wieder erreichbar, andere sind es nach wie vor nicht.

Auf den betroffenen Profilseiten warnt Twitter, die Accounts seien “vorübergehend gesperrt” oder “eingeschränkt”. Die Warnung werde angezeigt, weil von diesen Accounts “einige ungewöhnliche Aktivitäten ausgegangen sind”. Nur, wenn Nutzerinnen und Nutzer zustimmen, erhalten sie trotzdem Zugriff aufs Profil. Über die Suchfunktion von Twitter ist es nicht möglich, die Accounts der Behörden zu finden.

Twitter

Overblocking – Twitter sperrt … … weiterlesen

Wie KI das unvollendete Werk von Beethoven vollende will

Nächstes Jahr ist Beethoven-Jahr. Vor 250 Jahren wurde der Künstler geboren. In Bonn – und da steht das Beethoven-Haus, wo viele seiner Arbeiten und Werke lagern. Auch die ersten Skizzen der 10. Symphonie, die als unvollendet gilt – da Beethoven vor der Vollendung gestorben ist. Doch erste Skizzen der Symphonie gibt es. Wäre es nicht reizvoll, hat sich die Telekom gedacht – die ihren Hauptsitz ebenfalls in Bonn hat -, wenn man diese Symphonie mit Hilfe von KI sozusagen “zum Leben” erwecken könnte…

Projektleiter Dr. Matthias Röder erklärt, wie die KI funktioniert

Teamarbeit: Musiker und KI vollenden die 10. Symphonie

Gedacht, getan. Das Unternehmen hat mit Dr. Matthias Röder einen Musiker engagiert, der nicht nur gut mit Musikern aus aller Welt vernetzt, sondern auch Technik-Fan iat. Röder hat ein Team zusammengestellt – und arbeitet bereits seit Monaten daran, mit Hilfe der KI die 10. Symphonie zu vollenden. Zuerst wurde die KI mit Musik gefüttert: Symphonien und Arbeiten von Beethoven selbst, aber auch mit Werken von anderen Künstlern aus der damaligen Zeit. Ziel: Damit sich die KI ein … … weiterlesen

TikTok, TikTok… Das soziale Netzwerk der Stunde

Facebook? Von den Jungen längst verlassen. Instagram? Cool, aber nicht mehr hip. Snapchat? Ein sinkender Stern. Der Place to be ist eindeutig TikTok.

Derzeit strömen alle unter 25 zu TikTok. Was einst unter dem Namen Musical.ly als Plattform für selbstgedrehte Tanz- und Gesangs-Videos angefangen hat (die User bewegen sich und ihre Lippen im Rhythmus der Musik, singen nicht selbst), das ist heute weit mehr als das. Performance und vor allem hemmungslose Selbstdarstellung spielt zwar nach wie vor eine große Rolle. Es gibt aber auch User, die Zaubertricks zeigen. Die Witze erzählen. Oder einfach nur unterhaltsam Dinge präsentieren.

TikTok: Mehr als eine Millarde User in kürzester Zeit

TikTok: Mehr als eine Millarde User in kürzester Zeit

Turboschnell: Schon 1 Mrd. User weltweit

Mehr als eine Milliarde Nutzer weltweit. Dafür haben Facebook und Instagram deutlich länger gebraucht. Aber TikTok kommt aus China – und da wohnen nun mal viele Menschen. In China und Indien ist TikTok besonders beliebt – aber auch bei uns wächst TikTok in der Gunst. Viele haben Bedenken – … … weiterlesen

5G lässt Strombedarf explodieren

Wer mit seinem Smartphone in der Hand mobil im Netz unterwegs ist, macht sich nur selten Gedanken um Dinge wie den damit verbundenen Energiebedarf. Nein, es reicht nicht, das eigene Smartphone aufzuladen. Der Energiebedarf der vielen, vielen Rechenzentren, die nötig sind, um ein Mobilfunknetz aufzubauen und zu betreiben, ist enorm.

Laut einer aktuellen Studie geht der Energiebedarf durch 5G durch die Decke.

5G bedeutet deutlich mehr Energiebedarf

Studie sagt voraus: 3,8 Terawattstunden Mehrbedarf

Die RWTH Aachen hat im Auftrag des Stromlieferanten Eon ausgerechnet (hier die Studie): Der Strombedarf könnte in Deutschland bis 2025 um 3,8 Terawattstunden (TWh) zunehmen – allein durch das 5G-Netzwerk. Genug Strom, um alle 2,5 Millionen Menschen in Düsseldorf, Köln und Dortmund ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Die größten Energiefresser sind laut Studie die Campusnetze von Unternehmen, mit denen Maschinen und Roboter vernetzt werden. Viele Unternehmen planen, eigene 5G-Netzwerke aufzubauen, um ihre Geräte zuverlässig und dauerhaft ans Netz zu bringen. Aber auch die vielem kleinen Rechenzentren, die aufgestellt werden, um das 5G-Netzwerk so schnell zu machen wie es … … weiterlesen