Retrogaming: Uralt-Spiele für teures Geld

Das Intellivision ist eine inzwischen 42 Jahre alte Spielkonsole, und anscheinend hat sie heute noch Fans: Ende des Jahres soll ein neues Intellivision herauskommen. Damit schwimmt das „Amico“ getaufte Gerät auf einer Revival-Welle. Gaming von gestern ist angesagt.

Das zeigen schon andere Retro-Konsolen: Nintendo Classic Mini, Playstation Classic, Mini-C64 und so weiter sollen mit ein paar vorinstallierten Games das Spielgefühl von damals erlebbar machen. Da gibt sich das neue Intellivision Amico auf den ersten Blick moderner: schickes Design, familienfreundlich, keine Zusatzkosten, zeitgemäße Remakes der Retrospiele.

Intellivision Amico: Viel Geld für wenig Technik

Aber: Für die Vorbestellung der Spielkonsole werden 280 Euro fällig. Die Technik hingegen soll laut einem Bericht von Ars Technica einem günstigen Smartphone entsprechen, sie koste nur etwa 50 Dollar, also knapp 43 Euro.

Spiele können jetzt schon in einer Sammleredition vorbestellt werden: Für 150 Euro gibt es Games wie „Missile Command“, „Dynablaster“ … … weiterlesen

Ab ins Metaverse: Ist der CO2-Fußabdruck egal?

Mark Zuckerberg hat die Flucht nach vorne angetreten. Er will lieber nicht länger über die schädliche Wirkung der Sozialen Netzwerke auf Gesellschaft und junge Menschen sprechen und sich am liebsten auch nicht mit Whistleblowerinnen wie Frances Haugen auseinandersetzen. Viel lieber will er neue Dinge erfinden, die garantiert unser Leben toller machen.

Beim Besuch im virtuellen Museum Zusatzinfos angezeigt bekommen; Rechte: WDR/Schieb

Beim Besuch im virtuellen Museum Zusatzinfos angezeigt bekommen

Wenn Avatare sich begegnen

Womit wir beim Metaversum wären, von dem der Facebook-Chef jetzt immer öfter spricht. Eine komplett virtuelle Welt, die bislang getrennt existierende virtuelle Räume, Spielwelten, Arbeitswelten und Konsumwelten miteinander verbindet. Ein virtuelles T-Shirt kaufen, das im virtuellen Spiel dem Avatar anziehen und möglicherweise auch in der Besprechung im virtuellen Chat-Raum tragen – ist das Metaversum nicht wunderbar?

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Mit Apple kann man rechnen: Neue Macs vorgestellt

Kaum jemand interessiert sich heute noch dafür, welche Technik in einem Smartphone, Tablet oder Notebook verbaut ist. Hauptsache, das Gerät sieht gut aus – und alles lässt sich bequem bedienen.

Das war früher definitiv anders. Da haben Käufer sehr genau hingeschaut: Welcher Prozessor, wie schnell getaktet? Das war die Zeit, als Prozessorhersteller Intel noch mit „Intel inside“ auf und für PCs geworben hat. Ein Prozessor von Intel war noch ein Verkaufsargument.

 

Apple hat neue Varianten seines M1-Prozessors vorgestellt; Rechte: WDR/Schieb

Apple hat neue Varianten seines M1-Prozessors vorgestellt: Pro und Max

Keine Prozessoren von Intel mehr

Lange Zeit hat auch Apple Prozessoren von Chip-Hersteller Intel eingebaut. Doch seit einer ganzen Weile baut Apple seine eigenen Prozessoren: erst für iPhone und iPad, seit vergangenem Jahr aber auch für PCs. … … weiterlesen

Amazon in der Kritik: US-Senatorin will den Konzern zerschlagen

Wenn über die (negativen) Folgen der Digitalisierung gesprochen wird, geht es fast immer um Facebook. Das liegt nahe, denn der Konzern greift mit seinen Produkten tief in unser aller Leben ein – eben auch in die Gesellschaft und Meinungsbildung.

Ein anderer Megakonzern bewegt sich allerdings häufig unter dem Radar – und das wiederum völlig zu Unrecht. Und das ist: Amazon. Auch Jeff Bezos‘ Konzern verändert die Gesellschaft und die Wirtschaft. Allerdings ohne dass allzu häufig darüber diskutiert würde. Aber auch das scheint sich ein wenig zu ändern. Die Kritik an dem kaum beherrschbaren Unternehmen wird lauter.

Jeff Bezos hat gut Lachen: Unternehmen schreibt eigene Regulierung für Gesichtserkennung; Rechte: Amazon/WDR/Schieb

Bislang lässt die Politik Jeff Bezos‘ Unternehmen fast unkontrolliert machen

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#allesdichtmachen: Erst sperren, dann wieder online stellen

Hashtag #allesaufdentisch. Das klingt nach Tabula rasa – und wer wünscht sich so etwas nicht gelegentlich, wenn die Dinge mal wieder durcheinander geraten. Unter dem Hashtag #allesaufdentisch haben sich mehrere Künstler, vor allem aus der Filmszene, zusammengetan und ein Forum eröffnet, in dem sie mit Wissenschaftlern diskutieren. Über Corona und die Corona-Maßnahmen.

Zwei Video-Clips mit Gesprächen hatte Youtube kurz nach der Veröffentlichung gelöscht. Durfte Youtube nicht, hat jetzt das Landgericht Köln gesagt. Danach hat Youtube die Videos wieder online gestellt. Dafür heute (14.10.2021) zwei andere Videos gelöscht. Ein Anwalt der Initiatoren hat auch eine Klage dagegen angekündigt.

Jan Josef Liefers ist der Frontmann bei #allesdichtmachen; Rechte: WDR/Schieb

Jan Josef Liefers war der Frontmann bei #allesdichtmachen

#allesaufdentisch: Künstler wollen Runden Tisch

Die … … weiterlesen

Erste Folgen: Instagram soll Pause-Funktion bekommen

Wer behauptet, dass es „sowie keinen Sinn hat, einen Konzern wie Facebook zu kritisieren“, der sollte sich anschauen, was aktuell passiert.

Nachdem die Whistleblowerin Frances Haugen im US-Senat ausgesagt und Facebook wegen seiner profitmaximierenden, teilweise unmenschlichen Geschäftspolitik angeklagt hat, kommen auch schon die ersten Dinge in Bewegung. Zufall – oder doch Konsequenz? Das mag jeder selbst entscheiden.

Figur, Aussehen, Sportlichkeit: Dauerthemen auf Instagram; Rechte: WDR/Schieb

Figur, Aussehen, Sportlichkeit: Dauerthemen auf Instagram

Instagrams schädliche Wirkung

Beispiel: Instagram. Seitdem Haugen ausgesagt hat, schauen viele kritischer auf den Bilderdienst. Handelt es sich bei Instagram wirklich um eine toxische Plattform, die vor allem jungen Mädchen schaden kann? Wer sich die Inhalte anschaut, vor allem die sogenannten „Reels“, kann das eigentlich kaum ernsthaft bezweifeln wollen. Laut „Wall Street Journal“ verschlimmert die App die Probleme jedes … … weiterlesen

Wie 1,5 Milliarden Datensätze von Facebook-Nutzern im Darknet landen konnten

Die schlechten Nachrichten rund um Facebook reißen nicht ab.

Jetzt nennt die frisch gebackene Friedensnobelpreisträgerin Ressa Facebook eine „Gefahr für die Demokratie“. Das ist zwar alles andere als neu – das haben wir hier in Digitalistan schon vor Jahren gesagt –, aber es zeigt: Die Erkenntnis setzt sich mehr und mehr durch – und wird auch öffentlich ausgesprochen.

Mark Zuckerberg will die Realität nicht wahrhaben; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg kommt nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen

Im Darknet: Datensatz mit 1,5 Milliarden Datensätzen

Seit ein paar Tagen kursiert im Darknet ein Datensatz mit den Daten von 1,5 Milliarden Facebook-Nutzern, berichtet unter anderem die Sicherheitsfirma Privacy Affairs. Die Daten stehen zum Verkauf und enthalten Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnort, Geschlecht und die eindeutige Benutzer-ID der betroffenen User. Immerhin die Hälfte der … … weiterlesen

Ein klein wenig mehr Sicherheit bei digitalen Spielekäufen

Wenn wir ein Spiel digital kaufen, werden wir es nie wieder los: Es wird an unseren Account gebunden und lässt sich nicht mehr umtauschen oder weiterverkaufen. In den meisten Fällen jedenfalls nicht. Sony kommt Käufern nun aber ein kleines Stück weit entgegen und experimentiert in Kanada und Großbritannien mit einer Art digitalem Rückgaberecht auf der Playstation.

Im Prinzip ist es eine Demo-Version: Wer neugierig auf die Spiele „Death Stranding“, „Biomutant“ oder „Sackboy“ ist, darf diese Spiele bis zu sechs Stunden lang ausprobieren. Wer danach überzeugt ist, kann die Spiele kaufen und unbegrenzt spielen. „Game Trials“ nennt Sony das.

Mit diesen ausgewählten Games ist das ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Game Trials gehen nicht weit genug

Wo es vor einigen Jahren zu vielen Spielen noch kostenlose Demoversionen gab, müssen sich die Spieler heute auf Testberichte verlassen und am Ende doch die Katze im Sack kaufen. Es wäre also eine … … weiterlesen

KI hat Beethovens 10. Symphonie vollendet

Ludwig van Beethoven war quasi der Popstar seiner Zeit. Wenn er an der einen Symphonie gearbeitet hat, war die nächste auch schon im Entstehen. Und so kommt es, dass die neunte Symphonie als ein Meisterwerk gilt, die zehnte aber nicht – weil sie nicht fertig wurde. Hier konnte der Meister nur wenige Noten zu Papier bringen, die im Geburtshaus Beethovens in Bonn liegen und dort auch angeschaut werden können. Beethoven war vor der Vollendung gestorben.

Wäre es nicht reizvoll, hat sich die Telekom gedacht – die ihren Hauptsitz ebenfalls in Bonn hat –, diese zehnte Symphonie mithilfe von KI sozusagen „zum Leben“ zu erwecken?

Die Noten der Symphonie liegen im Beethoven-Haus; Rechte: WDR

Die Noten der Symphonie liegen im Beethoven-Haus

Wenn der Computer zum Taktstock greift

Genau das ist passiert: Vor … … weiterlesen

Mark Zuckerberg, der Realitätsverweigerer

Es läuft alles andere als rund für Facebook – und das ist eine gute Nachricht. Für uns, die Gesellschaft. Denn nur unter Druck verändern sich Dinge. Nur unter Druck agiert die Politik, reagieren Unternehmen, berichten Medien.

Und deshalb freue ich mich, dass Facebook dank der Berichte im Wall Street Journal (WSJ) und vor allem dank der Whistleblowerin Frances Haugen jetzt im Fokus der Aufmerksamkeit steht.

Mark Zuckerberg in seinem Netzwerk; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg reagiert unangemessen auf Kritik

Whistleblowerin spricht aus, was alle eigentlich wissen

Es ist doch so: Im Grunde sagt Frances Haugen nichts, was jemand, der mit offenen Augen die Aktivitäten der „Social Media“ beobachtet, nicht ohnehin wüsste und empört zur Kenntnis nimmt. Es kann unmöglich gesund sein, wenn jeder in … … weiterlesen

Windows 11 kommt – und längst nicht alle können es benutzen

Als Microsoft vor sechs Jahren Windows 10 auf den Markt gebracht hat, sollte es die letzte Windows-Version sein, die jemals erscheint. Microsoft wollte die Windows-Welt nur noch mit Updates erfreuen. Doch jetzt hat sich Microsoft dazu entschlossen, ein Windows 11 auf den Markt zu bringen. Seit heute (05.10.2021) ist Windows 11 da.

Windows 11: Startmenü lässt sich in der Mitte platzieren; Rechte: WDR/Schieb

Windows 11: Startmenü lässt sich in der Mitte platzieren

Optisches Redesign: Startmenü in der Mitte möglich

Wer sich das neue Windows 11 anschaut und damit die Benutzeroberfläche, wird gleich ein frischeres Design erkennen. Die Seh- und Bedien-Gewohnheiten ändern sich, und das will Microsoft berücksichtigen. Das Startmenü zum Beispiel ist jetzt nicht mehr zwingend in der linken unteren Ecke verortet, sondern lässt sich auch in der Mitte platzieren … … weiterlesen

Whistleblowerin: Instagram spaltet die Gesellschaft – wissentlich!

Wer den lauten und nur selten zurückhaltenden Heilsversprechen der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley (und anderen Teilen der USA) ehrfurchtsvoll lauscht, könnte meinen, wir steuerten auf eine wunderbare Welt zu. Meinungsfreiheit. Weltweite Kontakte. Prosperität. Wissensvermehrung. Frontmenschen wie Mark Zuckerberg, Elon Musk, Sheryl Sandberg oder Jeff Bezos sorgen dafür, dass wir glauben, auf eine wunderbare Zukunft zuzusteuern.

„Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht.
Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg in seinem Netzwerk; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg will so wenige Regeln wie möglich

Plattformen wie Facebook spalten die Gesellschaft

Wenn da nur nicht die Realität wäre. Plattformen sind voll mit Hass und Hetze, die Diskussionskultur wird immer schlechter, konstruktive Debatten muss man im Netz mit der … … weiterlesen

Neue Lösung für Fern-Unterricht – datenschutzkonform

Was für ein Chaos an deutschen Schulen während Lockdown und Corona-Krise: Die meisten Schulen waren nicht sonderlich gut vorbereitet auf Fern-Unterricht. Kein WLAN, keine Software, keine Erfahrung. Das soll sich künftig ändern. Jetzt hat ein deutsches Unternehmen überraschend eine passende Software-Lösung angekündigt.

Das deutsche Unternehmen Teamviewer ist auf Netzwerk- und Kommunikationslösungen spezialisiert. Mit der gleichnamigen Software lassen sich Rechner fernsteuern, etwa um aus der Ferne Support anbieten zu können (zum Beispiel, wenn am Firmen-Notebook irgendetwas nicht in Ordnung ist). Der MDAX-Konzern hat aber auch Lösungen für Videokonferenzen im Angebot.

Teamviewer ist ein deutscher Hersteller von Kommunikations-Lösungen; Rechte: WDR/Schieb

Teamviewer ist ein deutscher Hersteller von Kommunikations-Lösungen

Teamviewer Classroom: Alle Daten bleiben in der EU

Nun hat das Unternehmen aus Göppingen völlig überraschend eine Lösung für Online-Unterricht namens Classroom auf den Markt … … weiterlesen

Amazon will uns Roboter in die Wohnung schicken

Als ich klein war, habe ich mit Begeisterung „Die Jetsons“ gelesen. Eine glückliche Familie, die in der Zukunft lebt – und Roboter machen die ganze harte Arbeit. Zum Beispiel auch im Haushalt. Klar, dass ich das als kleiner technikbegeisterter Junge toll fand. Doch nun holt die Realität meine Erinnerungen ein: Amazon will uns Roboter in die Wohnung schicken, die freundlich dreinschauen – aber eben immer da sind.

Konkret: Amazon hat jetzt (28.09.2021) einige neue Alexa-Geräte präsentiert, für die Wohnung. Maschinen also, mit denen wir reden können. Die an Termine erinnern, Rezepte abrufen, Fragen beantworten und auch Video-Calls annehmen können.

Astro kann Teleskop-Kameras ausfahren und so alles sehen; Rechte: WDR/Schieb

Astro kann eine Teleskop-Kamera ausfahren und so alles sehen

Astro: Eine Alexa auf Rädern

Doch mit dem neuen Modell „Astro“ hat … … weiterlesen

Ein Danke ist bei Youtube jetzt Gold wert

Die Videoplattform Youtube hat ein neues Tool eingeführt: Wem ein Youtube-Video gefällt, kann sich demnächst bei dem Creator bedanken – und sogar etwas Geld überweisen.

Viele, die auf Youtube Inhalte einstellen, wollen mit ihren Videos Geld verdienen. Allerdings ist das keineswegs so einfach wie es manchmal aussieht. Denn Youtube hat relativ hohe Hürden gelegt: Wer mit Anzeigen davor und im Video Geld verdienen will, braucht mindestens 1.000 Follower – außerdem müssen die Zuschauer in den letzten zwölf Monaten mindestens 4.000 Stunden Videos aus dem Kanal angeschaut haben. Für Neueinsteiger ist das schwer zu erreichen.

Ganz besonders mit seriösen Inhalten ist es schwierig, diese Hürde zu überschreiten. Während Entertainment und Klamauk auf Youtube und Co. zweifellos gut laufen, werden How-tos oder ernsthafte Videos zwar von treuen Fans geschätzt, erreichen aber oft nicht genügend Zuschauer, um damit Geld zu verdienen.

Jedes Dankeschön lässt sich mit ... <a href=… weiterlesen

Das Internet muss grüner werden

Der neue Bundestag ist gewählt, auch wenn die neue Regierung noch nicht steht. Ein Ziel streben aber fast alle Parteien an: Klimaschutz und Energiewende. Und das bedeutet nicht nur den Einsatz von mehr regenerativen Energien, sondern auch – wo immer möglich – erkennbar Energie einzusparen.

Rechenzentren in kalten Gegenden ersparen die Klimaanlage; Rechte: WDR/Schieb

Rechenzentren in kalten Gegenden ersparen die Klimaanlage

Vor allem die Kühlung ist energiehungrig

Im Wahlkampf wurde zwar nicht darüber gesprochen, aber das Internet spielt dabei eine wesentliche Rolle. Denn das Internet ist extrem energiehungrig: Die unzähligen für den Betrieb des Internets erforderlichen Rechenzentren verbrauchen sehr viel Energie – vor allem für die Kühlung.

Wäre das Internet ein Land, es wäre der sechstgrößte Stromverbraucher auf unserem Planeten. Tendenz: Steigend. Allein … … weiterlesen

Wie Microsoft das Passwort abschaffen will

Wie war noch mal mein Passwort für – die E-Mail, Paypal, den Online-Shop, Skype, Zoom, Unternehmensportal… Wer online geht, quält sich auch mit Passwörtern herum. Und das ist in Zeiten von zusätzlichen Absicherungsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (zusätzlich zum Passwort ist noch ein individueller Code erforderlich) ganz sicher nicht einfacher geworden.

Kann denn da nicht bitte jemand mal was erfinden, was alles einfacher und trotzdem gleichzeitig sicherer macht?

Spezielle Authenticator-App: Passwort wird hier erzeugt; Rechte: WDR/Schieb

Spezielle Authenticator-App: Passwort wird hier erzeugt

Microsoft führt neue Methode schrittweise ein

Allzu emsig wird in diesem Bereich offenbar nicht nach guten Lösungen gesucht, sonst würden wir mit Alternativen überschwemmt. Microsoft allerdings forscht schon länger an alternativen Login-Möglichkeiten und kann erste Erfolge vorweisen. Jetzt führt Microsoft tatsächlich für Dienste wie Windows, Outlook und OneDrive eine Anmeldung ohne … … weiterlesen

Bitcoin: Ein halbes Pfund E-Schrott pro Transaktion

Der Bitcoin-Kurs geht ab wie eine Rakete: Zwischenzeitlich mussten Anleger für einen Bitcoin 45.000 Euro richtiges Geld hinblättern. Doch nicht wenige Experten sagen ein Kurspotenzial bis zu 100.000 Dollar voraus.

Es gibt viele Gründe, wieso der Bitcoin mittlerweile so viel wert ist. Einer ist, dass es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben wird. Das ist die gewollt gezogene Mengengrenze der Krypto-Währung.

Es braucht spezielle Hardware; Rechte: WDR/Schieb

Es braucht spezielle Hardware, um Bitcoins zu schürfen

Mining verbraucht jede Menge Energie

Bis es so weit ist, findet aber weiter kräftig „Mining“ statt. Unzählige Computer in aller Welt versuchen mit Hochdruck, die noch nicht entdeckten Bitcoins zu „errechnen“. Vor allem in China haben komplette Rechnerfarmen nur die eine Aufgabe, neue Bitcoins zu „schürfen“.

Dabei ist schon seit Jahren bekannt: Dieser Prozess ist … … weiterlesen

Leere Versprechen: TikTok unternimmt zu wenig gegen politische Desinformation

Wer schon mal bei TikTok war, weiß nur zu gut: Das Video-Portal ist nicht unbedingt die erste Adresse für seriöse Nachrichten und Informationen. Auf TikTok ist vieles unterhaltsam und verblüffend. TikTok soll unterhalten. Trotzdem mogeln sich mitunter auch Erklärungen, Erläuterungen und Kommentare in den Video-Stream – und die können durchaus auch politisch sein.

Fake-Account auf TikTok; Rechte: WDR/Schieb

Fake-Account auf TikTok: Es wird zu wenig kontrolliert

„Leere Versprechungen“: TikTok und die Bundestagswahl

Ein Bericht der Mozilla Foundation wirft dem Kurzvideo-Dienst TikTok vor (in Deutschland mit elf Millionen Nutzern), zu wenig gegen politische Desinformation in seinem Netzwerk zu unternehmen. So wurden zum Beispiel über einen Fake-Account des Bundestages (@derBundestag) vor allem Politiker der AfD gepusht.

Und hinter Inhalten mit dem Hashtag #SPD verbergen sich nicht etwa Infos zur entsprechenden Partei, sondern … … weiterlesen

Immer mehr Cybercrime auf Telegram statt im Darknet

Die meisten haben sicher schon mal vom Darknet gehört, ohne selbst jemals dort gewesen zu sein. Im „Dunkelnetz“ bewegen sich Nutzer anonym. Es ist kaum möglich, Nutzer zu identifizieren oder ihren Weg nachzuverfolgen.

Deshalb wird das Darknet intensiv als Handelsplatz für illegale Geschäfte genutzt (dabei gibt es durchaus auch nützliche Anwendungen im Darknet). Drogen, pornografisches Material, entwendete Login-Daten oder Passwörter – so etwas wird im Darknet gehandelt.

Im Darknet herrscht ein hohes Maß an Anonymität (Sinnbild); Rechte: WDR/Schieb

Im Darknet herrscht ein hohes Maß an Anonymität (Sinnbild)

Telegram ist bequemer – und genauso sicher

Doch nicht jeder hat Lust, den technischen Aufwand zu betreiben, um ins Darknet abzusteigen. Auch Kriminelle sind bequem – und die haben ein neues Lieblingswerkzeug für sich entdeckt: Telegram. Der Messenger … … weiterlesen

Facebook geht entschlossen gegen „Querdenken“ vor

Das hat es so auch noch nicht gegeben: Zum ersten Mal geht Facebook entschlossen gegen eine Gruppe vor, die laut Unternehmen „koordinierten sozialen Schaden hervorruft“. Erstmals hat sich Facebook also offen für das Gemeinwohl eingesetzt – und Maßnahmen nicht mit dem Verstoß gegen „Nutzungsbedingungen“ begründet.

Konkret hat Facebook am Donnerstag (16.09.2021) rund 150 Konten, aber auch Seiten und Gruppen der „Querdenken“-Bewegung gelöscht – auf Facebook sowie auf Instagram. Betroffen ist auch das Konto von „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg.

Qanon gefährdet nach Ansicht vieler Experten die Demokratie; Rechte: WDR/Schieb

Vor einem Jahr hat Facebook viele „Qanon“-Konten gesperrt

Erstmals spielt „Störung des sozialen Friedens“ eine Rolle

Bislang hat sich Facebook stets auf das Recht auf freie Meinungsäußerung bezogen. Selbst den Holocaust leugnen war … … weiterlesen

Deepfakes: Eine KI-App montiert beliebige Gesichter in Pornos

Das Netz hat gerade mal wieder eine Scheußlichkeit ausgespuckt, die neu und abstoßend ist – uns alle aber wohl noch lange beschäftigen wird. Wie Technology Review berichtet, bietet jemand auf einer Website einen perversen Dienst an: Hier kann jeder das Porträtfoto einer Person hoch laden und auf Knopfdruck ein Hardcore-Video erstellen, mit der betroffenen Person als Akteurin oder Akteur. Wohlgemerkt ein Pornovideo, kein Foto.

Jedes Gesicht innerhalb von Sekunden auffindbar; Rechte: WDR/Schieb

Das Gesicht des Opfers wird gescannt – und damit kann es verfielfältigt werden

Neue Dimension: Fake-Technologie für alle verfügbar

Die Ergebnisse sehen – aus technischer Sicht – keineswegs perfekt aus. Wer nur einen flüchtigen Blick darauf wirft, hält die Videos aber für echt. Man muss schon genauer hinsehen, um Verdacht zu … … weiterlesen

Apple stellt neues iPhone 13 vor

Seit gut zehn Jahren präsentiert Apple jedes Jahr im September ein neues Lign-Up der wichtigsten Produkt: Meist  neue iPhone-Modelle, oft auch Überarbeitungen von Apple Watch, iPad und anderen Geräten.

Vergangene Nacht (14.09.2021) war es mal wieder so weit. Was normalerweise auf einer Bühne in Cupertino, Kalifornien vor Fachpublikum stattfindet, musste – coronabedingt – nun erneut als Stream realisiert werden. Motto dieses Jahr dann auch: „California Streaming“.

Nutzer können die Tiefenschärfe in Videos auch nachträglich ändern, Rechte: WDR/Schieb

Nutzer können die Tiefenschärfe in Videos auch nachträglich ändern

iPhone 13: Kamera und Display verbessert

Um es gleich vorweg zu sagen: Ein „Bam!“ gibt es dieses Jahr nicht. Also nichts, was man nicht hätte erwarten können und einem die Schuhe auszieht. Stattdessen hat Apple seine wichtigsten Produkte, das iPhone, die Apple Watch und auch … … weiterlesen

So entsteht ein neues Emoji!

Heute (14.09.2021) wurde der offizielle Unicode – das ist der offizielle Zeichensatz, der im Internet verwendet werden kann und neben lateinischen, arabischen, japanischen, chinesischen und vielen anderen Zeichensätzen eben auch die Emojis definiert – um etliche Emojis erweitert. Darunter: die Discokugel.

Es ist nicht so, dass die Welt ohne Discokugel-Emoji nicht auskommen würde. Aber Gero Simone, Moderator bei 1Live, hat sich vor drei Jahren vorgenommen: Wir brauchen unbedingt ein Discokugel-Emoji. Gero hat die nötigen Anträge gestellt (auch das Internet hat also Bürokratie) und darin genau erklärt, wieso es dieses Emoji braucht, erste Scribbles geliefert und dann eine lange Zeit geduldig gewartet.

Drei Jahre lang. Doch seit heute ist es offiziell: Die Discokugel bekommt ein eigenes Emoji – oder besser: wird zu einem Emoji.

Wer entscheidet eigentlich, welche Emojis es gibt? Rechte: WDR/Schieb… weiterlesen

Auf einigen Smartphones könnte WhatsApp bald nicht mehr laufen

Es gibt Dinge, die halten wir (mittlerweile) für selbstverständlich. Morgens geht die Sonne auf. Wir haben immer Strom und Internet. Und natürlich auch, dass WhatsApp auf immer und ewig auf allen Geräten funktioniert.

WhatsApp ist auf über fünf Milliarden Android-Smartphones installiert; Rechte: WDR/Schieb

Achtung: Support für WhatsApp läuft auf älteren Geräten aus

43 Modelle werden ab November nicht mehr unterstützt

Doch auf Letzteres sollten sich WhatsApp-User wohl besser doch nicht verlassen. Denn WhatsApp hat gerade die Bedingungen angepasst, die sie an die Verwendung von WhatsApp knüpfen: So ist wenigstens ein Android 4.1, iOS 10 oder KaiOS 2.5.1 erforderlich, um den kostenlosen Messenger-Dienst installieren und nutzen zu können.

Das bedeutet aber auch: Wer ältere Geräte einsetzt (und vor allem ältere Betriebssystem-Versionen), muss damit rechnen, dass WhatsApp nicht mehr läuft … … weiterlesen

Hey, Facebook: Nimm alles auf, was ich sehe!

Wer schon etwas länger über diesen Planeten wandelt, fühlt sich unweigerlich an die Datenbrille „Google Glass“ erinnert. Google hat sie bereits 2012 vorgestellt: Eine Brille, die in der Lage war, ihren Trägerinnen und Trägern live Daten ins Sichtfeld zu projizieren, etwa aus dem Internet geholt.

Aber auch eine Kamera, die alles weitgehend unbemerkt aufnehmen konnte, was gerade durch die Brille zu sehen war. Weil selbst Amerikaner das nicht lustig fanden, ist die Brille dann irgendwann eingemottet worden – noch bevor sie überhaupt richtig auf den Markt kam.

Zwei Kameras sind im Bügel der Brille verbaut; Rechte: WDR/Schieb

Zwei Kameras sind im Bügel der Brille verbaut

Keine Daten, dafür zwei Kameras

Nun hat Facebook zusammen mit dem Brillenhersteller Ray Ban eine eigene … … weiterlesen

Werbung bei Insta – Wer merkt das überhaupt noch?

Der Bundesgerichtshof (BGH) musste sich mit einer Frage beschäftigen, die sich in der „echten Welt“ viele stellen: Wann müssen Influencerinnen und Influencer, die sich in ihren Instagram-Kanälen quasi zu lebenden Litfaßsäulen machen, ein Posting eigentlich als „Werbung“ kennzeichnen – und wann nicht? Spätestens dann, wenn sie für die Werbung konkret Geld oder kostenlos Waren erhalten haben, oder auch dann, wenn sie nur etwas „empfehlen“, ohne einen direkten Vorteil dadurch gehabt zu haben?

Der BGH hat sich mit der Frage beschäftigt, wann Influencer ihre Postings als Werbung kennezichnen müssen; Rechte: WDR/Schieb

Der BGH hat sich mit der Frage beschäftigt, wann Influencer ihre Postings als Werbung kennezichnen müssen

Teilsieg für die Influencerinnen

Diese Frage beschäftigt die … … weiterlesen

BKA setzt Pegasus-Trojaner ein – was dafür spricht

Im Film ist immer alles ganz einfach: Wenn die Polizei jemanden überwachen will, muss sie nur auf übergroße Kontrollmonitore blicken, sieht die observierte Person aus gleich mehreren Perspektiven – und kann quasi alles mitlesen, was auf dem Smartphone geschrieben wird. Und natürlich können die Beamten auch Telefonate abhören.

Mit der Realität hat das zwar wenig zu tun. Vermutlich sind es aber genau diese Bilder, die die Phantasie der Menschen beflügeln: Wir glauben, auch unsere Polizei könnte all das. Und wenn in den Nachrichten zu hören ist, das BKA habe eine Spionage-Software bei der israelischen Firma NSO gekauft, werden diese Phantasien beflügelt.

Pegasus soll Ermittler sinnbildlich „beflügeln“

Polizei muss Werkzeuge zur Überwachung haben

Natürlich muss das BKA die Möglichkeit haben, die Mobilgeräte von Zielpersonen zu überwachen und abzuhören – in … … weiterlesen

Baerbock bevorzugtes Ziel für Desinformation

In den Wochen vor der Bundestagswahl haben Desinformation und Falschinformation im Netz Hochkonjunktur. Sogar Facebook verstärkt aktuell seine Anstrengungen, um auf Facebook, Instagram und WhatsApp etwas gegen Fake News jeder Art zu unternehmen. Niemand bezweifelt ernsthaft, dass im Netz Falschinformationen und Kampagnen kursieren – nur die genaue Dimension kennt keiner.

Wo hört Satire auf, wo fängt Manipulation an: Es könnten DeepFake-Videos kursieren; Rechte: WDR/Schieb

Wo hört Satire auf, wo fängt Manipulation an? Es könnten DeepFake-Videos kursieren

Ergebnisse von Fakten-Checkern untersucht

Doch jetzt hat das Netzwerk Avaaz – das selbst regelmäßig Kampagnen der verschiedensten Art in aller Welt startet – die Lage eingehender untersucht. Dazu haben sich die Experten die Ergebnisse der Fakten-Checker von dpa, AFP und … … weiterlesen

Finger weg von Games-Vorbestellungen

Wer braucht eigentlich Vorbestellungen? Klar, es gibt Produkte, die sind so begehrt und so rar, dass sie den Online-Shops in Sekundenbruchteilen weggekauft werden. Verhinderte Playstation- und Xbox-Käufer wissen das. Warum aber sollte sich jemand ein digitales Produkt reservieren sollen?

Wer ein Videospiel downloaden möchte, muss nicht darauf warten, bis ausreichend Stück produziert worden sind. Jede Nachfrage kann befriedigt werden.

Oder?

In einem guten halben Jahr soll das Blockbuster-Game “Horizon: Forbidden West” erscheinen. Weltweit sind Millionen von Playstation-Fans schon lange heiß darauf, mit der Heldin Aloy in einer postapokalyptischen Zukunft gegen Roboter-Dinosaurier zu kämpfen. Seit wenigen Tagen kann das Game schon bestellt werden.

Eine Szene aus "Horizon: Forbidden West". Bild: Guerrilla Games/ Sony

http://wdr-blog.codevise.de/digitalistan/wp-content/uploads/sites/2/2021/09/210905_hype_und_vorbestellungen.mp3

Die … … weiterlesen

Facebook verstärkt Initiative gegen Falschinformationen

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Sie mag für die Welt nicht so wichtig sein wie die US-Präsidentschaftswahl, ist aber dennoch relevant. Und so besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass Mächte aus dem In- und Ausland die Stimmung im Land verändern wollen. Dank Sozialer Netzwerke ist das heute vergleichsweise einfach möglich.

Fakenews einzudämmen ist nicht einfach; Rechte: WDR/Schieb

Fake-News einzudämmen, ist nicht einfach: Es braucht zahlreiche Maßnahmen

Agenturen bieten Desinformationskampagnen gegen Geld

Wie ungeniert direkt gleich mehrere Agenturen in London konkrete Manipulation des Stimmungsbildes in einem Land wie Deutschland anbieten – gegen entsprechende Bezahlung -, das zeigt die mehr als nur empfehlenswerte ARD-Dokumentation “Wahlkampf undercover”. Die Message der Experten ist klar: Über Facebook, Google und Co. können wir praktisch jeden Wähler ansprechen – und ihn oder sie mit den … … weiterlesen

Xayn: Neue Suchmaschine für die Generation Tinder

Seit rund 31 Jahren gibt es Suchmaschinen im Internet. Zugegeben: Die erste Suchmaschine der Welt – Archie – hat nichts mit dem heutigen Verständnis einer Suchmaschine gemein. Doch Archie war ein Anfang: Zum ersten Mal konnten Internet-Nutzer in einem Suchdienst nach Dateien suchen, die auf FTP-Servern irgendwo im Netz gespeichert sind.

Heute geht alles schneller, bunter und effizienter. Google ist quasi das Synonym für Suchen im Netz an sich. Das mit dem Suchen macht Google sehr gut. Allerdings ist Google ein durch und durch kommerzieller Anbieter, der alle Register zieht, um maximalen Umsatz zu generieren.

Das geschieht bekanntlich unsichtbar und unbemerkt, indem Google – nicht nur in der Suchmaschine – Daten abgreift und diese verwertet. Für Werbeanzeigen – in der Google-Suche, aber auch auf Webseiten überall im Web und in Apps.

Die Suchmaschine Xayn bietet ein komplett anderes Layout als bekannte Suchdienste; ... <a href=… weiterlesen

Netzsperren: Warum es ein Problem ist, wenn DNS-Dienste Inhalte sperren sollen

Hand aufs Herz: Wer weiß schon so genau, was ein DNS-Server macht und wozu so etwas überhaupt gut sein soll? In Wirklichkeit die Allerwenigsten. Dabei ist ein Internet ohne “Domain Name System” (DNS) zwar denkbar, aber eine Zumutung. Denn dann könntet Ihr nicht einfach wdr.de in die Adresszeile eingeben, sondern müsstet die IP-Adresse des Servers eingeben: 149.219.209.51. Aber nicht nur beim WDR, sondern immer. Bei jeder E-Mail. Jeder App. Andauernd.

DNS-Server leisten diese „Übersetzungsarbeit“ – also das Nachschauen, welcher Server denn angesprochen werden soll – unbemerkt, andauernd und blitzschnell. Egal ob am PC, im Smartphone – oder in der Mikrowelle, die mit dem Internet verbunden ist.

Quad9: Der gemeinnützige Dienst bietet einige Vorteile; Rechte: WDR/Schieb

Quad9: Der gemeinnützige Dienst bietet einige Vorteile

DNS-Dienste bekommen eine Menge vertraulicher Daten

Klingt nach einer … … weiterlesen

VoteBase: Würdet Ihr digital den Bundestag wählen?

Wenn Torwart Manuel Neuer eine Immobilie kauft, um sie zu vermieten, ist das keine Meldung wert. Investiert der Goalkeeper aus München aber in ein Start-up namens VoteBase, berichten die Medien darüber – sogar das ehrwürdige Handelsblatt. Ganz so, als wäre das in irgendeiner Form relevant.  Oder eine Auszeichnung für das junge Unternehmen, in das der Multimillionär sein Geld investiert.

Aber so funktioniert die Medien-Gesellschaft leider: Boulevard vor Relevanz.

Torwart Neuer hat in Start-up investiert; Rechte: WDR/Schieb

Torwart Neuer hat in Start-up “VoteBase” investiert

App will Wahlen digital ermöglichen

Eins bewirkt die Investition aber sicher: Das Start-up steht im Rampenlicht. Nun gut, schauen wir hin.

VoteBase will Wahlen “sicher digitalisieren”, wie es auf der Webseite heißt. Es prangt ein “Ethereum”-Logo auf der Startseite. Blockchain also, absolutes Hype-Thema – weil Krypto-Währungen … … weiterlesen

Auf der Gamescom steht Deutschland in der zweiten Reihe

Wem fallen spontan drei gute und aktuelle Computer- und Videospiele aus Deutschland ein? Das ist keine einfache Frage, aber gerade jetzt für Spiele-Deutschland eine wichtige. Denn heute beginnt die Gamescom, wieder als digitales Event.

Ab dem Abend, mit der Eröffnungsshow Opening Night Live, schauen internationale Medien und Fans nach Deutschland, hören sich Interviews mit Spieleentwicklern und Influencern an und konsumiert eine neue Spielankündigung nach der anderen.

Schlechte Stimmung in der Branche

Doch während sich die deutsche Gamesbranche feiert, rumort es hinter den Kulissen. Denn die eigentlichen Stars der Messe sind die internationalen Spieleproduktionen. Deutsche Spiele gibt es natürlich auch – eine große Rolle spielen sie aber nicht.

Das zeigen auch die aktuellen Zahlen vom Branchenverband Game: Im Corona-Jahr 2020 ist der Umsatz mit Videospielen in Deutschland auf 8,5 Milliarden Euro geklettert, Rekord. Im ersten Halbjahr 2021 sind es bereits 4,6 Milliarden Euro.

Das Problem: Diese riesigen Umsatzzahlen rauschen an … … weiterlesen

Linux: Seit 30 Jahren erfolgreicher Underdog

Eine der zweifellos wichtigsten Erfindungen des IT-Zeitalters kommt nicht aus dem kalifornischen Silicon Valley, nicht mal aus den USA – sondern hat ihren Ursprung in Finnland. Dort saß vor genau 30 Jahren ein finnischer Student namens Linus Torvalds und bastelte an einem neuen Betriebssystem.

“Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell …)”, hat er am 25. August 1991 öffentlich in einem Forum zu Protokoll gegeben. Eine historische Selbstunterschätzung, denn Linux ist ohne Übertreibung ein Fundament der digitalen Gesellschaft.

Der Finne Linus Torvalds ist der Erfinder von Linux; Rechte: WDR/Schieb

Der Finne Linus Torvalds ist der Erfinder von Linux

Ein Betriebssystem aus Finnland erobert die Welt

Linus Torvalds wollte ein Betriebssystem, das sicher ist – OpenSource, damit jeder … … weiterlesen

So einfach geht Datenschutz: Matomo statt Google Analytics

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht strenge Regeln vor: Nutzerinnen und Nutzer müssen vorab informiert werden, falls personenbezogene Daten verarbeitet und/oder weitergegeben werden sollen – und auch ausdrücklich einwilligen. Das ist ein gutes Prinzip – wenn auch in der Praxis nicht immer ganz einfach umzusetzen.

DSGVO; Rechte: WDR/Schieb

Die DSGVO hat uns mehr Rechte gebracht – und Unternehmen mehr Aufwand

Quasi-Standard Google Analytics – es geht auch ohne

Wer eine eigene Webseite, einen Blog oder einen Online-Shop betreibt, erlebt ein Dilemma: Natürlich möchte jeder, der online präsent ist, ein paar Informationen über Besucherinnen und Besucher haben. Wie viele kommen pro Tag, welche Artikel oder Webseiten sind besonders populär, wo steigen die Leute aus? Um so etwas zu erfahren, braucht es ein Analyse-Tool.

Die meisten setzen Google Analytics ein. Die Lösung von … … weiterlesen

Facebooks neuer Gimmick: Meetings mit Avatar und VR-Brille

Durch Corona hat das Home Office einen mächtigen Schub bekommen – das ist wohl unstrittig. Aber nicht nur das Home Office, sondern virtuelle Meetings per Video-Chat generell. So manche Geschäftsreise wird künftig nicht mehr stattfinden, weil das Meeting am Rechner, online mit Kollegen oder Geschäftspartnern, für viele Zwecke eine gute Alternative ist. Das spart Zeit, Geld und CO2.

Avatar von Mark Zuckerberg - Ähnlichkeiten eher zufällig; Rechte: WDR/Schieb

Avatar von Mark Zuckerberg – Ähnlichkeiten eher zufällig

Virtuelle Meeting: VR-Brille Pflicht

Facebook will diesen Boom nutzen – und hat ein im wahrsten Sinne des Wortes virtuelles Meeting entwickelt. Wer in Facebooks Horizon Workroom Kollegen oder Geschäftspartner “meetet”, muss dazu eine VR-Brille aufsetzen.  Denn die Software erzeugt einen virtuellen runden Tisch, an dem alle sitzen, die am Meeting teilnehmen. Jede Teilnehmerin, jeder … … weiterlesen

Einfach mal Retro-Surfen – so wie in den 90ern

Moderne Webseiten sehen irgendwie alle gleich aus: Auf Glanz poliert, immer mit denselben Styles – fast schon uniform. Das zumindest meint Richard Bettridge, der auch beklagt, dass es kaum noch Amateur-Seiten gibt.

Das stimmt: Früher hat sich jeder seine eigene Webseite zusammengebastelt. Heute erledigen das Baukastensysteme oder fertige Templates für WordPress und andere Systeme, die Webseiten ins Netz bringen – und alles soll immer möglichst professionell aussehen.

In den 80er Jahren war alles anders; Rechte: WDR/Schieb

In den 90er Jahren war alles anders – nicht nur die Geräte, auch das Web

TheOldNet: Webseiten wie damals – und von damals

Viele – vor allem jüngere Menschen – können sich gar nicht (mehr) vorstellen, wie die ersten Webseiten ausgesehen haben. Sie hatten wirklich nichts gemein mit den Webangeboten von heute: Pixelige Grafiken, … … weiterlesen

Tracking oder Abo: Max Schrems legt Beschwerde ein

Wer sich online mit gut recherchierten Artikeln versorgen möchte, findet im Netz ein breites Angebot. Die meisten Artikel sind kostenlos zu haben. Werbung im Umfeld bringt den Anbietern und Verlagen einen gewissen Umsatz. Doch damit die Anzeigen erscheinen und die nötigen Tracker installiert werden dürfen, müssen Userinnen und Usern zustimmen – gleich zu Beginn der Session. So will es die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung).

Max Schrems ist Datenschützer - und immer wieder erfolgreich mit seinen Anliegen; Rechte: WDR/Schieb

Max Schrems ist Datenschutz-Aktivist

Tracker akzeptieren – oder Abo abschließen

Doch bei einigen Verlagen sehen die Cookie-Banner anders aus, als wir sie sonst kennen: Die Besucher haben nicht die Wahl zwischen “Akzeptieren” und “Ablehnen” der Cookies, sondern zwischen “Werbung und Tracking akzeptieren” – und … … weiterlesen

Büro für die Hosentasche: Vor 25 Jahren kam der Nokia Communicator heraus

Wir wollen jederzeit erreichbar sein, telefonieren, simsen, Nachrichten austauschen, online gehen und Apps benutzen – oder Fotos machen und anschauen. Das Smartphone von heute ist ein Multifunktionsgerät, das eher an die Kommunikatoren von “Raumschiff Enterprise” erinnert als an ein Telefon.

Nokia Communicator: Klein und mit ausklappbarer Tastatur, Rechte: WDR/Schieb

Nokia Communicator: Klein und mit ausklappbarer Tastatur

Erst smarte Handys, dann Smartphones

Das Smartphone, wie wir es heute kennen, gibt es erst seit 2007: Damals stellte Apple-Gründer Steve Jobs das erste iPhone-Modell vor. Handy, Kalender, Notizbuch und Apps – und alles per Fingertippen bedienbar, nicht mehr über Tastatur.

Das erste Mobiltelefon, das als Vorstufe der smarten Geräte von heute verstanden werden könnte, ist der Nokia Communicator 9000. Vor ziemlich genau 25 Jahren kam dieses rund 400 Gramm schwere Multifunktionsgerät auf den … … weiterlesen

Google verbessert den Jugendschutz – ein wenig

Es ist kein Geheimnis: Kinder und Jugendliche lieben das Internet – und nutzen vor allem Soziale Netzwerke. Vernünftiger Jugendschutz spielt im Netz allerdings keine besonders große Rolle: Die Kids können sich praktisch überall anmelden, bei ihrem Alter schummeln – und niemand schützt sie wirklich effektiv vor Werbung, unpassenden Inhalten oder Kontaktaufnahme durch Erwachsene.

Schon die ganz Kleinen nutzen Youtube; Rechte: WDR/Schieb

Schon die ganz Kleinen nutzen Youtube – und sollen besser geschützt werden

Google verbessert Jugendschutz

Immer wieder mal unternehmen die großen Anbieter etwas, um den Jugendschutz zu verbessern. Sie sind dann mächtig stolz darauf – dabei ist verschlechtern kaum möglich. Jetzt ist es mal wieder so weit: Google erklärt in einem Blogeintrag, wie der Konzern den Jugendschutz bei Google und Youtube verbessert.

Eine Maßnahme: Kinder, Jugendliche und Eltern … … weiterlesen

Instagram: Mehr Kontrollen und Einschränkungen

“Instagram ist keine Photosharing-App mehr”: Das hat kein Geringerer als Adam Mosseri kürzlich gesagt, der aktuelle Chef von Instagram. Er ist dabei, Instagram mit aller Kraft umzugestalten. Mehr Videos, mehr Reels, mehr Shopping – das ist der Plan. Denn mit Fotos allein lässt sich kein Geld verdienen.

Cathy Hummels auf Instagram: Jede Menge Promotion ; Rechte: WDR/Schieb

Promis und Influencer sind besonders häufig von Shitstorms betroffen

Ein regelrechter Katalog an Maßnahmen

Der Umbau der Plattform erfolgt gemächlich – und nicht in Hauruck-Aktionen. Auch das Umfeld muss passen, damit sich die Menschen auf der Plattform wohl fühlen. Pöbeleien wie auf Facebook will das Unternehmen mit aller Kraft vermeiden – denn das schadet dem Wohlfühl-Faktor. Und der ist wichtig, wenn es darum geht, Produkte zu verkaufen.

Adam Mosseri … … weiterlesen

Entwicklerin Lilith Wittmann will Open Data fördern

In einer idealen Welt sind alle Daten, die unter dem Einsatz von Steuermitteln ermittelt wurden oder entstanden sind, frei für die Allgemeinheit zugänglich. Ausgenommen natürlich Daten, die aus gutem Grund geheim oder unter Verschluss sind. “Open Data” wird das genannt, wenn Daten frei zugänglich sind.

Warum sollten Bürgerinnen und Bürger nicht frei über alle Daten verfügen können? Die Crowd hat oft viel bessere Ideen, wie sich Daten kreativ zusammenbringen lassen – um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder Dienstleistungen anzubieten.

Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann; Rechte: WDR/Schieb

Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann setzt sich für mehr Open Data ein

Open Data: Offizielle Daten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen

Eigentlich könnte man erwarten, dass die Politik genau das fördert. Schließlich redet die Politik gerne von Digitalisierung und wie wichtig es wäre, in diesem Bereich voranzukommen. Doch die … … weiterlesen

Apples Sündenfall in Sachen Privatsphäre

Eigentlich gehört Apple in Sachen Datenschutz und Privatsphäre zu den Guten. Der Apfel-Konzern schränkt die Möglichkeiten von Trackern ein – und macht sie besser sichtbar. Das sorgt für deutlich mehr  Privatsphäre. Auch weigert sich Apple immer wieder, verschlüsselte iPhones zu knacken und gibt sich auch viel Mühe, die iCloud sicher zu machen. Deshalb kam die jüngste Ankündigung etwas überraschend – auch für mich.

In den Datenbanken sind Bilder mit sexualisierter Gewalt gespeichert; Rechte: WDR/Schieb

In den Datenbanken sind Bilder mit sexualisierter Gewalt gespeichert

Apple lässt auf den Geräten selbst suchen

Denn Apple hat angekündigt, auf iPhones, iPads und PCs aktiv nach CSAM-Material zu suchen (Child Sexual Abuse Material). Die genaue Vorgehensweise wird in diesem White Paper beschrieben: Danach schaut sich der Konzern nicht etwa alle in der iCloud … … weiterlesen

Digitalisierung in der Politik: Weniger anzeigen, mehr schulen

Lilith Wittmann ist eine engagierte Softwareentwicklerin – und stark an Sicherheitsthemen interessiert. Sie engagiert sich für die richtigen Dinge, finde ich. Dennis Horn und ich haben mit ihr bereits im Cosmo Tech Podcast über Sicherheitslecks in der Luca App gesprochen – und jede Menge dazu gelernt.

Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann; Rechte: WDR/Schieb

Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann wurde angezeigt

 

Anzeige gegen Sicherheitsexpertin

Wie man auch nur auf die Idee kommen kann, eine Entwicklerin wie Lilith Wittmann anzuzeigen, weil sie Sicherheitslecks entdeckt und anspricht (also ihre Arbeit macht) – ist mir schlicht ein Rätsel. Genau das ist aber bekanntlich passiert: Lilith hat ein Problem in der Wahlkampf-App “CDU Connect” gefunden und nach allen gültigen Regeln gemeldet.

Die CDU hat die Anzeige mittlerweile zurückgezogen – und sich auch entschuldigt. Wie nicht anders … … weiterlesen

Total entrückt – willkommen im Metaversum

Die Tech-Branche hat ein neues Buzzword: Metaversum – englisch “Metaverse”. Schon etwas länger, aber nun ist der Begriff auch in der obersten Etage angekommen: Niemand Geringeres als Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in einem Interview angekündigt, ein Metaversum-Team zu gründen – um neue Wege zu gehen und neue Märkte zu erkunden.

Mark Zuckerberg auf der F8 Konferenz; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg will sein Unternehmen “metavers” machen

Ein Begriff aus der Romanwelt

Die allermeisten werden jetzt denken: Meta-was? Die erläuternden Worte von Mark Zuckerberg helfen auch nicht unbedingt weiter: “Die Menschen werden uns in den kommenden Jahren nicht mehr in erster Linie als Social-Media-Firma sehen, sondern als metaverses Unternehmen.”

Nun aber Butter bei die Fische. So wie der Begriff “Cyberspace” vom Auto William Gibson erfunden … … weiterlesen

Wann sind Games eigentlich zu Abzock-Maschinen geworden?

Früher war alles besser? Nein, ganz gewiss nicht – aber manches hat mir rückblickend dann doch besser gefallen. Etwa die Art und Weise, wie noch vor wenigen Jahren Computer- und Videospiele gemacht und vor allem verkauft wurden.

Ein Computer- oder Videospiel musste da noch richtig gut gemacht sein, damit alle darüber redeten – und es auch kauften. Und das Tolle war damals: Wenn man ein Spiel erst mal gekauft hat, ob auf Disc oder online, dann gehörte es einem – und man konnte es endlos lange und beliebig häufig spielen.

Man stelle das sich mal vor: Etwas, das dem Kunden tatsächlich gehört.

Abkassieren, bis der Arzt kommt: Two Dots; Rechte: WDR/Schieb

Abkassieren, bis der Arzt kommt: Two Dots

Viele Games sind heute Abzock-Maschinen

So etwas gibt es heute kaum noch. Besonders … … weiterlesen

Netflix will Games machen – und das wird richtig schwierig

Netflix ist eine Erfolgsgeschichte: Vom DVD-Verleihshop zum Streaming-Marktführer mit weltweit mehr als 200 Millionen Abonnenten. Aber das Wachstum ist ins Stocken geraten und die Konkurrenz riesig. Eine erhoffte Lösung: Videospiele. Netflix will auch Games ins Portfolio aufnehmen.

Wenn wir über Netflix-Konkurrenz sprechen, sind nämlich nicht nur andere Streaming-Dienste wie Disney Plus oder Amazon Prime Video gemeint. Es geht auch um “Fortnite”, “Genshin Impact”, “Minecraft” und all die anderen Videospiele, die Zeitvertreib für hunderte Stunden bieten.

Netflix will seine User mit Games binden

Und das ist die Währung: die Zeit der User. Wer täglich mehrere Stunden “Fifa” zockt, hat keine Zeit mehr für Netflix – könnte also auf die Idee kommen, das Abo zu kündigen.

Für den Anfang soll es nun auf Netflix Mobile-Games geben, integriert in bestehende Abos, ohne Zusatzkosten. Denkbar wären aber auch aufwändigere Spiele zu beliebten Netflix-Produktionen, “Stranger Things”, “Dark” und so weiter. Den Usern dürfte das … … weiterlesen

BGH: Facebook muss vor Sperrung informieren

Facebook muss umdenken: Die “Gemeinschaftsstandards” des Unternehmens gelten normalerweise nicht nur als Richtschnur, sondern haben Verfassungsrang. Wer als Nutzerin oder Nutzer gegen die durch Facebook formulierten Nutzungsregeln verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen – und damit leben.

Es braucht mehr Aufsicht in den Netzwerken; Rechte: WDR/Schieb

Es braucht Aufsicht in den Netzwerken – aber nicht alles darf einfach so geblockt werden

Klares Urteil aus Karlsruhe

So war das bislang – aber das ändert sich jetzt. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein ungewöhnlich klares Urteil gefällt: Nicht Facebook entscheidet, was die Meinungsfreiheit in Deutschland abdeckt, sondern der Gesetzgeber. Facebook muss – das schreiben die BGH-Richter ausdrücklich vor! – nun jedes gelöschte Posting begründen und die betroffenen User auch darüber informieren.

Mehr als das: … … weiterlesen

Urlaubstipp: Warn-App kann jetzt auch Zertifikate testen

Die Infektionszahlen mit Covid-19 nehmen europaweit zu. Das führt dazu, dass nun wieder mehr kontrolliert wird. Die drei großen “G” kommen ins Spiel: Getestet, genesen oder geimpft. Mit der Corona Warn App lassen sich schon seit einigen Wochen Zertifikate importieren. Impfzertifikate – und Testzertifikate.

Das Problem: Nicht alle ausgestellten Impfzertifikate sind systemkonform. Bedeutet: Die Zertifikate sehen in Ordnung aus, könnten aber beim Einscannen in bestimmten EU-Ländern zu Schwierigkeiten führen, weil sie nicht akzeptiert werden. Vor allem deswegen, weil in jedem Reiseland andere Regeln gelten.

Vor Einreise prüfen, ob ein Zertifikat gültig ist; Rechte: WDR/Schieb

Neue Funktion: Vor Einreise prüfen, ob ein Zertifikat gültig ist

Neue Version 2.6 kann Zertifikate überprüfen

Die gute Nachricht: Die Corona-Warn-App kann ein wenig Licht ins Dunkel bringen. … … weiterlesen

US-Präsident Biden droht Cyberangreifern

US-Präsidenten haben ein Faible für große Gesten. In diesem Punkt unterscheidet sich Joe Biden kein bisschen von seinen Vorgängern. Bei einem Besuch der Geheimdienstkoordination (ODNI) hat Biden nun Worte gesprochen, die wie eine Drohung wirken – und vermutlich auch so gemeint waren.

“Wenn wir in einem Krieg, einem echten Krieg mit einer Großmacht enden, dann als Folge eines Cyberangriffs von großer Tragweite”, warnte er. Und meinte damit vor allem China und Russland, von deren Grund und Boden zuletzt auffällig viele Cyberangriffe ausgingen – und immer noch ausgehen.

Die Zahl der Cyberangriffe steigt exponenziell; Rechte: WDR/Schieb

Die Zahl der Cyberangriffe steigt exponenziel – vor allem mit Ransomware

Cyberangriffe: Eskalation vermeiden

Joe Biden hat zweifellos Recht: Nach der Logik der Eskalation ist ein “echter … … weiterlesen

Desinfomation kommt immer öfter über den Messenger

Nicht mehr lange, und in Deutschland wird gewählt. 82% der Deutschen haben laut einer aktuellen Umfrage der Landesanstalt für Medien (LfM) Angst vor Manipulationsversuchen im Internet.

Zu Recht fürchte ich, denn die meisten Menschen informieren sich heute auch oder sogar vor allem “im Internet”. Und damit sind dann häufig nicht die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen und Archive der seriösen Zeitungen gemeint, sondern Facebook, Instagram und womöglich auch Telegram.

Deepfakes: Facebook will sie in seinem Netzwerk bekämpfen, Rechte: WDR/Schieb

Fakes: Immer achwerer zu erkennen – aber im Netz allgegenwärtig

Es wird Desinformation und Manipulationsversuche geben

Man muss kein Hellseher sein: Es wird gezielte Desinformation und Manipulationsversuche zur Bundestagswahl geben. Es gibt sie garantiert jetzt schon. Das Problem: Manipulationsversuche sind immer schwieriger zu erkennen – weil sie nicht mehr so … … weiterlesen

Impfzertifikate aus der Apothekle: Die wahre Ursache für das Problem

Ein Glück, dass wir die Apotheken in Deutschland haben. Die haben nämlich dafür gesorgt, dass all die bereits geimpften Menschen sich unkompliziert mit einem digitalen Impfzertifikat versorgen konnten.

Denn wochenlang wurde in den Impfzentren geimpft, aber kein Impfzertifikat ausgestellt. In NRW und einigen anderen Bundesländern wurde den Geimpften ihr Zertifikat immerhin nachträglich mit der Post geschickt.

Rund 25 Millionen Menschen haben sich ein Impfzertifikat in der Apotheke geholt; Rechte: WDR/Schieb

Rund 25 Millionen Menschen haben sich ein Impfzertifikat in der Apotheke geholt

Ein System mit Sicherheitsleck

Rund 25 Millionen Zertifikate haben die 18.000 Apotheken in Deutschland ausgestellt. Doch nach einem Bericht im Handelsblatt sind nun alle aufgeschreckt: Zwei anerkannte Sicherheitsexperten haben eine Sicherheitslücke im System … … weiterlesen

Pegasus: Der Lieblingstrojaner für Schnüffelstaaten

Wir leben in einer komplizierten Welt. Auf der einen Seite ist den meisten von uns ihre Privatsphäre wichtig. Andererseits bedienen viele rund um die Uhr “Soziale Netzwerke” und geben damit gleich doppelt ihre Privatsphäre auf: Durch die Inhalte, die sie posten – und vor allem durch die Unmengen an Daten, die sie bei den großen Onlinekonzernen abliefern. Das ist eine allgemein bekannte Bedrohung – und jeder geht damit anders um.

Die NSO Group bietet die Schnüffelaktionen an; Rechte: WDR/Schieb

Die NSO Group bietet die Schnüffelaktionen an

Diffuse Gefahr: Ausspähung durch Trojaner

Dann gibt es aber auch noch diffuse Gefahren. Viele sorgen sich, der Staat könnte sie bespitzeln. In Deutschland tendenziell eine eher unbegründete Sorge – jedenfalls für die meisten Bürger -, aber doch nicht … … weiterlesen

Juchhu, wir haben eine Autobahn-App – aber wozu bloß?

Deutsche Autobahnen sorgen überall auf der Welt für Gesprächsstoff, zumindest bei Menschen, die sich für Autos begeistern können – denn auf deutschen Autobahnen gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung (theoretisch) und der Zustand der Autobahnen selbst ist auch ganz ordentlich, verglichen mit dem Rest der Welt. Aber über eins wird man sich in der Welt eher totlachen: unsere neue Autobahn-App.

Staus und Warnmeldungen in der Autobahn-App; Rechte: WDR/Schieb

Staus und Warnmeldungen in der Autobahn-App

Die App zeigt Staumeldungen und Verkehrsbehinderungen

Wieder mal ein Projekt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), das nach Steuerverschwendung aussieht. Denn die App bietet kaum einen Nutzen. Gut, wenn Andreas Scheuer auf dem Rücksitz seiner Limousine Platz nimmt und sich chauffieren lässt, kann er vielleicht mal einen Blick über den Verkehrsfluss “seiner” Autobahnen … … weiterlesen

WhatsApp ist Phishing-Schleuder Nummer 1

Cyberkriminelle gehen immer den Weg, der am meisten Erfolg verspricht. Früher waren Windows-Rechner das beliebteste Angriffsziel, heute sind es andere Plattformen. Wie die Experten beim Sicherheitsunternehmen Kaspersky ermittelt haben, nutzen die Cyberangreifer immer häufiger Messenger, um Menschen in Fallen zu locken.

WhatsApp Logo; Rechte: WDR/Schieb

WhatsApp ist aktuell die populärste Plattform von Cyberbetrügern

Die meisten Cyberbetrügereien über Messenger

Naheliegend, weil heute fast jeder Messenger benutzt (weltweit 2,7 Milliarden Menschen). Trotzdem ist das neu: Früher erfolgten die meisten Betrugsversuche über Mail, in den letzten Jahren in den Sozialen Netzwerken – und nun stehen zum ersten Mal Messenger ganz oben auf der Liste. Besonders brisant dabei: Wer Nachrichten von Freunden oder bekannten Unternehmen erhält, erwartet keine Betrugsversuche.

Doch da sollte sich niemand so sicher sein. Die Betrüger versenden – … … weiterlesen

Wie Warn-Apps besser werden können

Warnung, Bergung, Rettung und Versorgung: Darauf kommt es in Katastrophen an – und das alles will gut organisiert (und auch geübt) sein.

Um die Bevölkerung zu warnen, setzen Behörden auf einen Mix von Methoden: So wird nicht nur über Radio, Fernsehen und Internet vor Gefahren gewarnt, sondern auch mit Sirenen (aber immer weniger) – oder über Apps. Zwei sind dabei besonders erwähnenswert: Die bundesweit verfügbare und aktive Warn-App Nina vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die von Fraunhofer Fokus entwickelte Katwarn-App.

Auch Katwarn informiert auf dem Smartphone über Gefahren; Rechte: WDR/Schieb

Auch Katwarn informiert auf dem Smartphone über Gefahren

Zwei Apps im Einsatz: Nina und Katwarn

Nina hat im Unwetter mancherorts ganz gute Dienste erwiesen: … … weiterlesen

Misserfolgsserie: Twitter stellt Fleets ein

Twitter kommt mir mittlerweile ein bisschen so vor wie jemand, der einmal eine gute Idee hatte – und danach nie wieder einen vergleichbaren Erfolg. Wir verdanken Twitter den Hashtag. Was für ein Gewinn für die Netzwelt. Aber seitdem ist nichts Bemerkenswertes mehr bei Twitter passiert. Schade.

Tweets lassen sich jetzt auch in einem Fleet teilen; Rechte: WDR/Schieb

Tweets lassen sich auch in einem Fleet teilen – will aber kaum jemand

Fleets sind ein Flop auf Twitter

Selbst die plumpen Kopien überzeugen die User nicht. Vor knapp acht Monaten hat Twitter die Fleets eingeführt. Im Grunde ein Instagram-Story-Klon: ein Container für flüchtige Gedanken, spontane Schnappschüsse oder Adhoc-Diskussionen. Die allerdings nach 24 Stunden wieder verschwinden (wie einst bei Snapchat).

Auf anderen Plattformen … … weiterlesen

Hack, Hack – Wahlen weg?

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat jetzt einen Ausbau des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angekündigt. Das Personal soll verdoppelt werden – von 1200 auf 2400 Mitarbeiter. Und das ist gut und richtig so, denn viel zu lange wurden die potenziellen Gefahren durch Cyberangriffe massiv unterschätzt. Nicht nur in der Politik – aber vor allem dort.

Horst Seehofer und seine Manschaft; Rechte: WDR/Schieb

Horst Seehofer und seine Mannschaft: Wer wer soll uns vor Cyberangriffen bewahren?

Personal des BSI soll sich verdoppeln

Auch wenn jetzt der Wille da ist, das BSI – eine durchaus solide Behörde, die gute Arbeit leistet! – personell aufzustocken: Reichen kann das noch längst nicht. Und es wird, mit Verlaub, auch nicht einfach, so viele fähige Fachkräfte zu finden, die sich in … … weiterlesen

Selfie-Rambos: Wenn Influencern die Natur egal ist

Es liegt quasi in der Natur der meisten Influencerinnen und Influencer, sich unentwegt selbst zu fotografieren. Aber immer nur vorm eigenen Kleiderschrank oder im Lieblings-Café ist natürlich auch ein bisschen öde.

Deswegen müssen auch schon mal andere Kulissen her. Es geht dabei natürlich nur in zweiter Linie um die Umgebung – oder Natur. Die Message ist: Seht her, wo ich bin.

Viele Aufnahmen sind riskant

Wir wollen nicht ungerecht sein. Viele Influencerinnen und Influencer haben ein Gespür für eine gute Aufnahme. Sie suchen deshalb nach möglichst ausgefallenen und wenn’s geht sogar spektakulären Locations. Jetzt, in der Ferienzeit, auch gerne in der Natur. Solche Aufnahmen gehen besonders gut – wenn die Umgebung einen “Wow”-Effekt hat.

Viele Influencerinnen und Influencer treiben es da gerne auf die Spitze. Sie setzen sich auf Bergvorhänge, stellen sich an Stellen auf, die gefährlich sind – oder betreten Bereiche, die sogar gesperrt sind. Alles nur, um eine … … weiterlesen

Youtube Shorts: Die Welt in 60 Sekunden – und vertikal

60 Sekunden: Diese maximale Länge für ein Video gibt es im regulären Bereich von Instagram schon sehr lange. Auch der vor allem bei Jüngeren sehr populäre Dienst TikTok beschränkt Videos auf diese Länge (oder sollte es besser “Kürze” heißen?).

Die Aufmerksamkeitsschwelle sinkt weiter – und nun bietet auch Youtube ein solches Format an. Videos, die maximal 60 Sekunden dauern – “Youtube Shorts” genannt. Der Algorithmus schlägt Videos vor – nicht nur von den Personen, denen man folgt.

Youtube Shorts erscheint als Feed in der Youtube-App; Rechte: WDR/Schieb

Youtube Shorts erscheint als Feed in der Youtube-App

Youtube Shorts ab Mittwoch in 100 Ländern

In den USA und 25 anderen Ländern gibt es diese kurzen Youtube-Clips schon länger. Doch angesichts des … … weiterlesen

Wie Cloud Gaming der schwachen Switch helfen kann

Die Nintendo Switch ist nicht die leistungsstärkste Konsole auf dem Markt, ganz im Gegenteil. Trotzdem ist gerade das Videospiel “A Plague Tale: Innocence” für sie erschienen. Dank Cloud-Gaming.

Das Spiel kam schon 2019 für PC und Konsole heraus und gehörte zu den grafisch hübschesten Spielen des Jahres. Das Mittelalterabenteuer um die junge Heldin Amicia de Rune und ihren kleinen Bruder Hugo führt die Spieler in den Hundertjährigen Krieg und eine Pestpandemie. Stimmungsvolle Mittelalterstimmung, tolle Lichteffekte und riesige Rattenschwärme zeichnen das Spiel aus.

Technisch anspruchsvolle Spiele sind eigentlich nichts für die Switch

Eigentlich ist die Nintendo Switch technisch viel zu schwach, um ein solches Programm ordentlich abzuspielen. Wer das Spiel kauft, lässt das Spiel deswegen über Serverfarmen laufen, das Game wird auf den Bildschirm der Spieler gestreamt. Im Prinzip wie ein Video, nur dass auch die Eingaben des Spielers berechnet werden müssen.

Dieses Cloud-Gaming ist für die Switch eine riesige … … weiterlesen

Eine private Cloud einrichten – das geht

Die meisten von uns sind beim Thema Cloud-Speicher hin- und hergerissen: Auf der einen Seite ist es unbestreitbar ungemein praktisch, Dokumente oder Fotos in der Cloud abzulegen – und jederzeit und von überall darauf zugreifen zu können.

Auf der anderen Seite beschleicht viele von uns aber auch ein mulmiges Gefühl: Sind die Daten bei Google, Microsoft, Amazon, Apple, Dropbox und Co. wirklich so gut aufgehoben? Will man seine Daten unbedingt den großen Konzernen anvertrauen?

Mit allen Geräten auf die Private Cloud zugreifen; Rechte: WDR/Schieb

Mit allen Geräten auf die Private Cloud zugreifen

Private Cloud: Alles unter Kontrolle

Doch es gibt Alternativen. Eine ist, die persönlichen Dokumente zu Hause oder im Büro auf einer eigenen Festplatte zu speichern. Wer geschickt ist, kann die … … weiterlesen

Sollten wir E-Mails scannen, um Kindesmisshandlung zu stoppen?

Gewalt an Kindern gehört zu den schlimmsten Verbrechen, finde ich. Misshandlungen jeder Art zu decken und billigen ebenso. Trotzdem geschieht es ununterbrochen. Das Internet ist zum größten Umschlagplatz für Fotos, Videos und Audios geworden, in denen Kinder gepeinigte Opfer sind.

Solche Medien kursieren längst nicht mehr nur im Darknet, sondern werden sogar per E-Mail verteilt – weil sich die Täter sicher fühlen. Und deshalb werden es immer mehr.

Kinder brauchen unbedingt meh Schutz; Rechte: WDR/Schieb

Kinder brauchen unbedingt meh Schutz

Polizei braucht Hinweise und Beweise

Polizei und Strafverfolgungsbehörden haben immer wieder Mühe, den Tätern auf die Spur zu kommen – und ihnen ihre widerlichen Taten nachzuweisen. Oder überhaupt Hinweise zu erhalten, die belastend genug sind, um Ermittlungen aufzunehmen.

Deshalb hat der EU-Parlament gestern (06.07.2021) eine … … weiterlesen

Das E-Rezept kommt

Wenn Ärzte ein Medikament verschreiben, dann greifen sie zum Rezept-Block und notieren Wirkstoffe und Präparate darauf – und unterschreiben oft mit einer kaum zu identifizierenden Unterschrift. So war das vor 100 Jahren – und so ist es heute im Prinzip auch noch.

Doch jetzt kommt das digitale Rezept, E-Rezept genannt. Zunächst als Testbetrieb in Berlin und Brandenburg (mit 50 Arztpraxen und 120 Apotheken), schon bald aber im ganzen Land.

Eine eigene App für E-Rezepte; Rechte: WDR/Schieb

Pilotprojekt gestartet: Eine eigene App für E-Rezepte

Spezielle App für E-Rezepte

Seit ein paar Tagen steht die offizielle E-Rezepte-App für iOS und Android im App-Store zum Download bereit. Wenn der Arzt ein digitales Rezept ausstellt, erzeugt er einen QR-Code – so ähnlich wie bei den Impfzertifikaten – und … … weiterlesen

Dark Pattern: Wie wir im Netz manipuliert werden

Der Künstler und Autor Jaron Lanier nennt die Sozialen Netzwerke schlicht “Manipulationsmaschinen”.  Recht hat er. Wir wären viel ehrlicher, wenn wir diesen Begriff für Facebook, Twitter, Instagram, TikTok und Co. verwenden würden – denn das ist viel näher dran an der Wahrheit als der Begriff “Soziale Netzwerke”.

Jaron Kanier nennt Soziale Netwerke "Mamipulationsmaschinen"; Rechte: WDR/Schieb

Jaron Lanier nennt Soziale Netwerke “Mamipulationsmaschinen”

Gezielte Manipulationen sind Alltag im Netz

Denn genau das machen die Betreiber: Sie manipulieren die User – und  zwar unentwegt. Um sie möglichst lange in den Netzwerken zu halten. Ein bisschen Blink-blink hier, ein paar bunte Icons dort. Alles gezielte und bewusst gewählte Maßnahmen, um die Menschen zu manipulieren. Aber diese Tricks gibt es keineswegs nur in den Portalen.

Es gibt solche Tricks überall – … … weiterlesen

Starlink: Wenn das Internet aus dem All kommt – und die Erde gefährdet

Man hört und liest viel von Elon Musks Plänen, mit seinem Unternehmen SpaceX das All zu erobern. Ein Projekt, das sich ganz konkret daraus ableitet, ist Starlink. Ein Unternehmen, das Zugang zum Internet anbietet – über eigene Satelliten.

Die Idee ist zweifellos reizvoll: Überall dort, wo es weder DSL, noch Mobilfunk mit ausreichend Bandbreite gibt (geschweige Glasfaser), kann Starlink Zugang zum Netz bieten.

Elon Musk twitter gerne; Rechte: WDR/Schieb

Elon Musk – der Chef von Starlink und SpaceX – will das All erobern

Ein freier Himmel reicht – schon online

Der Vorteil von Internet per Satellit – was technisch absolut nichts Neues ist -, liegt in der extremen Flexibilität. Ein freier Blick zum Himmel reicht – schon können Kunden online gehen. Sie stellen dazu eine vergleichsweise … … weiterlesen

Der wehrlose Staat: Behörden scheinen Ransomware schutzlos ausgeliefert

Wir reden viel über Digitalisierung im Land – und viele beklagen sich, was alles noch nicht digital geht. Und die Liste der Unzulänglichkeiten ist wahrlich lang, wie wir alle nur zu gut wissen. Aber wie sieht es eigentlich in den Bereichen aus, in denen Bund, Länder und Kommunen bereits digital arbeiten?

Um gleich mal zu spoilern: In Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern sieht es schlimm aus. Richtig schlimm.

Behörden scheinen Ramsonware schutzlos ausgeliefert

Das belegen Recherchen vom Bayerischen Rundfunk und ZEIT. Die Redaktionen haben in den Bundesländern offiziell angefragt, wie häufig es zu Erpressungsversuchen mit Ramsonware gekommen ist. Ransomware – von “ransom” = Lösegeld – nutzt Sicherheitslücken in Systemen aus, dringt in die IT-Infrastruktur ein, verschlüsselt Server, Datenbanken und Daten – und macht die Nutzung der IT-Systeme so unmöglich. Die Cyberkriminelle fordern ein Lösegeld.

Laut Recherchen sind mindestens 100 Behörden und Einrichtungen in Deutschland in den letzten … … weiterlesen

Warum Windows 11 Android-Apps auf den PC bringt

Anfangs war es nur ein Gerücht, seit Donnerstag ist es Gewissheit: Microsoft bringt Ende des Jahres ein neues Windows auf den Markt. Es soll Windows 11 heißen, deutlich moderner und stylischer aussehen – mit runden Ecken, leicht durchscheinenden Fenstern und Lichteffekten – und darüber hinaus auch viele neue Extras bieten. Die Welt dreht sich, die Geschmäcker verändern sich – das soll Windows 11 abdecken.

Start-Menü in der Mitte - eine kleine Revolution; Rechte: WDR/Schieb

Start-Menü in der Mitte – eine kleine Revolution

Microsoft Store reloaded

Fair enough. Doch eine Neuerung ist besonders interessant und verdient meiner Ansicht nach deshalb auch etwas mehr Aufmerksamkeit: Microsoft renoviert seinen “Microsoft Store” (so heißt die App-Store in der Windows-Welt) – und das gleich auf mehreren … … weiterlesen

Brave – Suchmaschine ohne Gedächtnis

An Google als Suchmaschine kommt niemand vorbei, trotz aller (begründeten) Bedenken, was den mangelhaften Datenschutz betrifft. Google liefert einfach die besten Suchergebnisse – und das schnell und zuverlässig. Warum also wechseln?

Nun, vielleicht, weil Google nicht nur das Tor zur Welt darstellt, sondern eben nicht besonders diskret ist. Wer heute “Paris” ins Suchfeld eintippt – oder von mir aus auch “Symptome Geschlechtskrankheiten” -, der bekommt nicht nur Ergebnisse präsentiert, sondern verrät auch eine Menge über sich. Wir alle wundern uns nicht mehr, wenn dann Minuten oder Tage später überall Anzeigen erscheinen, die zu unseren Sucheingaben passen.

Übersichtlich präsentierte Suchergebnisse bei Brave; Rechte: WDR/Schieb

Übersichtlich präsentierte Suchergebnisse bei Brave

Google vom Thron stürzen – quasi unmöglich

Wer also eine neue Suchmaschine anbieten will, sollte nicht versuchen, … … weiterlesen

Corona: Desinformation weit verbreitet

Der Trend setzt sich fort: Das Internet wird für die Nachrichtennutzung zunehmend wichtiger. Bei jüngeren Menschen ist es sogar die mit großem Abstand wichtigste Nachrichtenquelle, wie der neue “Reuters Digital News Report” zeigt.

Für ein Viertel der 18-25-jährigen sind die Sozialen Medien Hauptnachrichtenquelle, obwohl ihnen vollkommen klar ist, dass gerade dort die Wahrscheinlichkeit groß ist auf Desinformation zu treffen – vor allem zu Corona.

Desinformation zu Corona: Viel oder wenig?

Fast die Hälfte aller Befragten gibt an, schon mal in Kontakt mit falschen oder irreführenden Informationen zu Corona gekommen zu sein. Doch ist das wirklich viel?

Bei keinem anderen Thema ist Desinformation laut Befragung so präsent. Faktenchecker und auch Behörden weisen auf eine Vielzahl von Falschinformationen über Corona hin. Von der reinen Menge ist es also definitiv viel.

Offen bleibt trotzdem, ob nicht noch viel mehr Leuten solche falschen oder irreführenden Informationen hätten auffallen können oder … … weiterlesen

Apple führt Wegwerf-Mailadressen ein

Wenn professionelle Produkt-Vermarkter den Firmennamen “Apple” hören, schwillt vielen von ihnen aktuell der Hals. Denn Apple lässt sich derzeit ständig neue Funktionen einfallen, die Unternehmen das Leben erschweren, die mit Online-Marketing – also am Ende mit dem Auswerten persönlicher Daten – ihr Geld verdienen.

Zuletzt hat Apple Trackern in Apps den Kampf angesagt, die unbemerkt persönliche Daten abgreifen – das geht auf Apple-Geräten jetzt nicht mehr so einfach. Jetzt ist die E-Mail dran. In den nächsten Versionen von iOS, MacOS und iPadOS sollen auch E-Mails besser vor den Zugriffen durch Marketing-Konzernen geschützt sein.

Ein ganzes Paket von mehr Privatsphäre angekündigt; Rechte: WDR/Schieb

Ein ganzes Paket an Privatsphäre angekündigt

Auch E-Mails verraten einiges

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass auch der Empfang … … weiterlesen

Windows 11 kommt – und dann?

“Windows 10 ist die letzte Windows-Version!” – so haben es Microsoft-Manager bei der Einführung im Mai 2015 versprochen. Natürlich werde Windows 10 kontinuierlich weiter entwickelt – aber keine neuen Versionsnummern oder zumindest Namen mehr bekommen. Schluss damit, die Menschen mit Versionsnummern vor sich herzutreiben. Ein Betriebssystem. Ein Produkt. Ein Name.

Cooler Ansatz, habe ich damals gedacht. Doch sechs Jahre später ist wieder von einem “Windows 11” die Rede. Auf chinesischen Servern soll eine Vorabversion aufgetaucht sein.

Windows 11: Abgerundete Ecken; Rechte: WDR/Schieb

Windows 11: Abgerundete Ecken

Vorabversion kursiert im Netz

Man könnte das für eine Fake-Meldung halten. Doch offensichtlich scheint es die Vorabversion tatsächlich zu geben. In China werden Boxen hergestellt, Rechner zusammengeschraubt – China ist immer noch auch die Werkbank des Westens. Gut möglich, dass … … weiterlesen

Überraschung: Games können auch billiger werden

Videospiele sind teuer. Mit dem Start der neuen Konsolen-Generation hat der Playstation-Konzern Sony an der Preisschraube gedreht und 80 Euro als neuen Standard festgelegt. Andere Unternehmen dürften folgen.

Aber es geht auch ganz anders.

Der deutsche Spieleverlag Kalypso hat gerade angekündigt, die Preise für seine Spiele um 10 Euro zu senken: rund 40 Euro für PC-Spiele, 50 Euro für Konsolen-Spiele. Das Unternehmen erklärt das mit Erfolgen während der Corona-Pandemie. Zwar sei der traditionelle Verkauf im Laden eingebrochen, die digitalen Umsätze hätten sich aber stark gesteigert. Auf dem PC werden circa 90 Prozent aller Games digital gekauft, vor allem bei den Plattformen Steam, Epic und Gog.

Auf der E3 stehen sich Messestände von Playstation und Xbox gegenüber. Bild: picture alliance / dpa / Michael Nelson… weiterlesen