TikTok wird politisch: Aktionen gegen Trump

TikTok ist eine App, die vor allem Kinder und Jugendliche benutzen – und auch junge Erwachsene. Aber was da passiert in TikTok, das bleibt meistens unter dem medialen Radar. Jede kleine Empörungswelle auf Twitter wird medial aufgebauscht – weil die meisten Journalisten sich bei Twitter umschauen. Doch TikTok ist wie ein blinder Fleck.

Aufruf, Onlineshops mit Trump-Fanartikel zu stürmen; Rechte: WDR/Schieb

Aufruf, auf TikTok Onlineshops mit Trump-Fanartikel zu stürmen

TikTok ist Plattform #1 bei jungen Menschen

Ein riesiger Fehler, denn TikTok ist unfassbar erfolgreich. Kein anderes “soziales Netzwerk” (ich sage ja lieber Plattform dazu) hat so schnell die 1-Milliarde-Nutzer-Marke geknackt wie TikTok. Das liegt zweifellos an der Herkunft: TikTok kommt aus China. Und in China – wie in Asien generell – stehen die Jugendlichen auf alles, was … … weiterlesen

Sogar interner Bericht belegt: Facebook schützt die Falschen

Das Ergebnis der über zweijährigen Untersuchung ist eine schallende Ohrfeige: Facebook stelle die Meinungsfreiheit über die Bürgerrechte und sogar gegen den Schutz vor Diskriminierung. Was alle wissen, das hat Facebook jetzt Schwarz auf Weiß.

Mark Zuckerbergs Konzern hat den Bericht nicht nur selbst in Auftrag gegeben, sondern nun auch veröffentlicht. Was Lob und Anerkennung verdient, da das Ergebnis der Untersuchung wirklich alles andere als schmeichelhaft ist.

Mark Zuckerberg in seinem Netzwerk; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg beschwört wie ein Mantra die Meinungsfreiheit – und ignoriert dafür alles andere

Bürgerrechte sträflich vernachlässigt

Dem Abschlussbericht geht eine unabhängige, zweijährige Untersuchung von Facebooks Richtlinien und deren Umsetzung voraus. Die Autorinnen und US-Bürgerrechtlerinnen Laura Murphy und Megan Cacace von der Anwaltskanzlei Relman Colfax bescheinigen dem “f”-Netzwerk, bei weitem nicht genug … … weiterlesen

Darf man das noch sagen: White Hat und Black Hat?

Die aktuelle Debatte über Diskriminierung und Rassismus reicht bis in die IT-Technologie. Auch hier gibt es Begriffe, an denen sich manche stören – oder die zumindest diskussionswürdig sein könnten.

Googles Sicherheitschef für Android David Kleidermacher hat gerade erst seinen Auftritt bei der bedeutenden Securitykonferenz “Black Hat” abgesagt. Seine Begründung auf Twitter: “Black Hat” wirke auf ihn diskriminierend.

Black hat and white hat are terms that need to change. This has nothing to do with their original meaning, and it’s not about race alone – we also need sensible gender-neutral changes like PITM vs. MITM.

— David Kleidermacher (@DaveKSecure) July 3, 2020

Black and White: Guter Hacker, böser Hacker

“Black Hat”: Ein Terminus für Insider. Hacker werden unterteilt in die Gruppe der “Black Hat” (schwarze Hüte) und “White Hat” (weiße Hüte). Die “White Hat” bewegen sich innerhalb von Gesetzen und Hackerethik, sie nutzen ihre Fähigkeite konstruktiv. … … weiterlesen

Instagram: Darf’s noch ein bisschen unechter sein?

Wer durch Instagram scrollt, bekommt einen Eindruck davon, was mit “Eye Candy” gemeint ist: Alles sieht wundervoll aus. Die Menschen. Die Freunde. Das Essen. Der Strand. Der Urlaub. Das Auto.

Selbst Müll auf der Straße wirkt irgendwie ästhetisch, ist schließlich ein Foto auf Instagram. Und was nicht wirklich schön und lecker aussieht, das wird mit einem Filter auf Hochglanz poliert. Die Realität muss draußen bleiben.

Die Marke Kentucky Fried Chicken (KFC) hat ihren Gründer wieder"belebt"; Rechte. WDR/Schieb

Die Marke Kentucky Fried Chicken (KFC) hat ihren Gründer wieder”belebt”

Ein Kitsch-Netzwerk zum Mitmachen

Vor allem sogenannte Influencer – bei Instagram vor allem Influencerinnen – beherrschen die Spielregeln dieses vor allem auf Nabelschau fokussierten Bilder-Netzwerks. Die gut verdienenden Instagram-Stars setzen sich perfekt in Szene, gehören von … … weiterlesen

Die App “Quizduell” schließt blinde Spieler aus

Jahrelang war die Game-App “Quizduell” für blinde Spielerinnen und Spieler barrierefrei. Die neueste Version verabschiedet sich davon – und das ist eine Schande.

Seit 2013 kann man mit “Quizduell” quizzen. Es hat zahlreiche Fans, und es ist auch eine blinde Community um die App entstanden. Mitspielen ist kein Problem: Sie können sich die Fragen und Antworten vorlesen lassen. Die Mitglieder rätseln, sie diskutieren in Foren, sie treffen sich zu Stammtischen. Nicht nur unter sich, sondern auch mit den sehenden Quizduell”-Fans. So funktioniert Teilhabe übers Videospiel.

Bisher jedenfalls.

“Quizduell” schaltet die Barrierefreiheit ab

Denn die neueste Version vom “Quizduell” pfeift auf die Barrierefreiheit. Wo in der alten Version Sprachunterstützung möglich war, bleibt das Handy stumm. Während Sehende mit der neuen Version spielen, müssen blinde Menschen auf die alte Version zurückgreifen – wie lange die vom schwedischen Entwickler unterstützt wird, ist unklar.

https://blog.wdr.de/digitalistan/wp-content/uploads/sites/2/2020/07/200704_barrierefreiheit.mp3
“Quizduell”-Spieler Steffen Schubert und Karen … … weiterlesen

Wenn Google Deinen Pulsschlag kennt

Google will sich den Hersteller von Fitness-Armbändern Fitbit einverleiben: Rund 2,1 Milliarden Dollar sollen dafür den Besitzer wechseln. Allerdings müssen die Kartellbehörden noch zustimmen. Denn wenn ein Konzern wie Google einen großen Konzern wie Fitbit kauft, dann hat das Einfluss auf den Markt und vor allem auch auf den Wettbewerb – und bedarf der Zustimmung.

Noch haben die Behörden in USA, Europa und Australien keine Entscheidung gefällt. In der EU soll diese Entscheidung bis zum 20. Juli vorliegen. Doch es gibt gute Gründe dafür, dass die Kartellwächter dem Deal nicht zustimmen werden.

Fitness Tracker werden immer beliebter und überwachen immer mehr Vitalfunktionen; Rechte: WDR/Schieb

Fitness Tracker werden immer beliebter und überwachen immer mehr Vitalfunktionen

Widerstand gegen die Fitbit-Übernahme nimmt zu

Wie … weiterlesen

Disney Studios bereiten sich auf Deep-Fake-Drehs vor

Hollywood ist immer ganz weit vorne, wenn es darum geht, Tricks und Effekte auszuprobieren – und einzusetzen. Gemeinsam mit der ETH Zürich entwickeln die Disney Studios gerade eine Technologie, mit der sich Gesichter in Filmen beliebig manipulieren lassen. Stichwort: Deep Fake.

In dieser Videopräsentation ist schön zu sehen, wohin die Reise geht: Der Gesichtsausdruck eines Schauspielers lässt sich heute nahezu perfekt auf das Gesicht einer anderen Person in einem Video oder Film übertragen. Derart perfekt, dass es nicht mehr auffällt. Das Filmstudio könnte also nachträglich Gesichtsausdrücke ändern – oder längst verstorbene Schauspieler “wiederbeleben”. Die Liste der Möglichkeiten ist lang.

Gesichtsausdrücke lassen sich perfekt übertragen

Diese neue Technologie ist einfacher und günstiger, als eine Person komplett im Computer zu animieren. Und das Ergebnis sieht natürlicher aus.

Ebenfalls möglich: Die typische Mimik eines Schauspielers auf einen deutlich jüngeren oder älteren Protagonisten zu übertragen. Denn die neue … … weiterlesen

Corona-Warn-App: Warten auf das iPhone-Update

Eine der überraschendsten Zahlen zur Corona-Warn-App: Rund die Hälfte der Downloads entfällt auf das iPhone – obwohl dessen Verbreitung in Deutschland weit hinter der von Android-Smartphones liegt. Etwa drei Viertel aller Smartphones laufen mit dem Google-Betriebssystem; dessen Nutzer sind aber offenbar zögerlicher.

Gleichzeitig müssen sich iPhone-Nutzer seit der Veröffentlichung der Corona-Warn-App vor zwei Wochen mit einer Fehlermeldung herumschlagen, in der es heißt, die “Region für Kontaktmitteilungen” sei geändert worden. Und weiter: “COVID-19-Kontaktmitteilungen werden von ‘Corona-Warn’ in dieser Region möglicherweise nicht unterstützt. Du solltest in ‘Einstellungen’ bestätigen, welche App du verwendest.”

Beim Aufruf der Einstellungen sehen sich die Nutzer dann aber vor ein Rätsel gestellt. Denn dort sieht alles aus, wie es sollte: Die Hintergrund-Aktualisierung ist aktiv, die App darf das Kontaktprotokoll verwenden, jeden Tag wurden zuverlässig die Datenpakete mit Zahlencodes infizierter Nutzer übertragen. Tatsächlich hat die Fehlermeldung nach aktuellem Wissensstand keine Auswirkungen auf den Betrieb der … … weiterlesen

Wenn die Werbung fehlt, bewegt sich Facebook

Der mächtige Facebook-Konzern befindet sich aktuell im Alarm-Modus. Es ist alles andere als eine Kleinigkeit, wenn gleich mehrere Weltkonzerne sagen: Uns gefällt nicht, was Ihr da veranstaltet – in diesem Werbeumfeld investieren wir (erst einmal) nicht mehr. Unternehmt endlich mal konkret etwas gegen Fake News, Propaganda, Hass, Hetze und Falschinformationen. Dann sehen wir weiter.

Eine glasklare Ansage. Eine erfreuliche zudem, denn endlich sagt mal jemand: So geht es nicht weiter.

Denn spätestens, seitdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg sich weigert, etwas gegen aggressive Postings von Donald Trump zu unternehmen, denken viele: Dieses Netzwerk unternimmt zu wenig. Dabei können schon kleine Maßnahmen einen großen Effekt gegen Fake News erzielen.

Mark Zuckerberg in seinem Netzwerk; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg in Bedrängnis: Große Werbekonzerne schalten keine Reklame mehr

Gigantische … … weiterlesen

#GOA2020: Was im Netz wichtig ist

Einmal im Jahr wird in Köln der Grimme Online Award (GOA) verliehen. Damit zeichnet das Grimme-Institut herausragende deutschsprachige Online-Angebote aus: Webseiten, Blogs, Plattformen, manchmal Social-Media-Streams oder Youtuber.

In diesem Jahr gab es den Preis bereits zum 20. Mal – allerdings coronabedingt ohne große Gala. Stattdessen: eine Online-Gala als Live-Stream, gestaltet wie eine Talk-Runde – mit Preispatinnen und Preispaten als Gästen.

Ohne Gala und After Show – aber trotzdem spannend

Das nimmt dem Ganzen die Eleganz und Feierlichkeit. Doch Nominierte und Preisträger dürfen sich trotzdem freuen. Denn der Grimme Online Award zeichnet nur besonders gute und hochwertige Angebote aus. Einige sind schon populär, andere könnten noch mehr Aufmerksamkeit vertragen. Es gab diesmal acht Preise in vier Kategorien – und einen Publikumspreis.

Gewonnen hat zum Beispiel – und das völlig verdient – der Corona Update Podcast mit dem Virologen Christian Drosten vom NDR. Selten war Wissenschaft so wichtig wie unter … … weiterlesen

Corona-Warn-App: Es kommt auf uns selbst an

Zur Corona-Warn-App war mir zuletzt zu viel Meinung unterwegs. Menschen, die von Beginn an genau wussten, warum sie kein Erfolg wird. Menschen, die um jeden Preis eine App sehen wollten, koste es an Privatsphäre und Datenschutz-Einschränkungen, was es wolle. Und zu wenige Menschen, die etwas sparsamer mit ihren Erwartungen haushalten und die App als das sehen wollten, was sie ist: ein mögliches Werkzeug von vielen – und ob es funktioniert, kommt darauf an, wie wir dieses Werkzeug nutzen.

Am Tag nach der Veröffentlichung der Corona-Warn-App hat der IT-Sicherheitsforscher Merlin Chlosta ein Experiment gestartet: Er hat sich zusammen mit einem Kollegen aufs Fahrrad gesetzt und die Bochumer Innenstadt auf Bluetooth-Aktivitäten gescannt, speziell auf die der Corona-Warn-App, die eine spezielle Kennung aussendet. Das Ergebnis seht ihr in der folgenden Karte. Es zeigt, wie schnell sich die App tatsächlich verbreitet hat.

Thread: Erste Eindrücke zur Verbreitung der #CoronaWarnApp im Alltag.

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Yes! Facebook muss Datensammelei vorerst stoppen

Es ist ein bisschen wie bei Al Capone: Der berühmte Mafia-Boss aus Chicago kam mit seinen unzähligen Verbrechen viel zu lange durch – und dann ausgerechnet wegen Steuerhinterziehung zu Fall.

Seit Jahren sammelt Facebook Nutzer-Daten ein, nicht nur bei Facebook selbst, sondern – indirekt über Facebook-Buttons auf Webseiten – auch überall im Web. Vor allem aber auch bei Instagram und WhatsApp, die bekanntlich ebenfalls zum Facebook-Imperium gehören. Zwar hat Mark Zuckerberg bei der Übernahme von Instagram und WhatsApp versprochen, genau das nicht zu tun – aber heute wissen wir: Alle Daten landen in einem großen Pool.

Ausgerechnet das Bundeskartellamt das nun gestoppt.

Facebook muss in Deutschland die Datensammelei vorerst einstellen; Rechte: WDR/Schieb

Facebook muss in Deutschland die Datensammelei vorerst einstellen

Kartellwächter als Datenschützer

Der Bundesgerichtshof … … weiterlesen

Studie: Fake News erkennen lässt sich lernen

Fake News – unzählige Male haben wir diese Wörter schon aus dem Mund des US-Präsidenten gehört. Doch während Donald Trump sie gebraucht, um kritische Berichterstattung zu diffamieren, gibt es das Problem im Internet wirklich: Information und Desinformation, seriöse und unseriöse Quellen – oft völlig gleichberechtigt nebeneinander. Aber wie das eine vom anderen unterscheiden?

Wie wichtig diese Frage ist, zeigt eine aktuelle Studie der Princeton University, die jetzt im Fachjournal PNAS veröffentlicht wurde (leider nicht öffentlich, sondern erst mal nur für Abonnenten). Die Forscher wollten herausfinden, ob es etwas bringt, die User zu schulen.

Im Jahr 2017 hat Facebook in 14 Ländern zehn Tipps für den sichereren Umgang mit Falschmeldungen veröffentlicht. Naheliegende, aber wichtige Tipps wie: Auf ungewöhnliche Formulierungen achten, Quelle überprüfen, die Ziel-Adresse untersuchen und einiges mehr.

Fake oder Fact News?; Rechte: WDR/Schieb… weiterlesen

Hass per Zwischenspeicher dokumentieren

Das Netz – ein Ort für gepflegten Gedankenaustausch, für seriöse Informationen, geistreiche Kommentare und respektvollem Umgang miteinander? Ja, wenn man Glück hat: Es gibt diese Bereiche im Internet durchaus.

Aber es gibt eben auch die sogenannten “Sozialen Netzwerke”, die nicht immer sozial sind. Nennen wir sie deshalb lieber “Portale”. Hier wird zugespitzt, verdreht, gepöbelt – aber auch beleidigt, gehetzt und gedroht. Das wissen wir alles. Wir wissen auch, dass so etwas am Ende zum Mord führen kann. Etwa im Fall Walter Lübcke.

Auch die Androhung von Gewalt soll künftig unter Strafe stehen; Rechte: WDR/Schieb

Auch die Androhung von Gewalt soll künftig unter Strafe stehen

Auch Gewaltandrohung wird strafbar

Die Bundesregierung hat jetzt ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das sich … … weiterlesen

Crunchen: Computerspiele machen bis zum Burnout

Am Freitag ist “The Last of Us 2” erschienen. Es ist ein in vielerlei Hinsicht hervorragendes Spiel, ein Millionen Dollar teurer Blockbuster-Titel, der die Kritiker begeistert.

Aber wir müssen darüber reden, unter welchen Bedingungen dieses Meisterwerk beim Studio Naughty Dog entstanden ist. Denn was für die Spieler ein gelungenes Unterhaltungsprodukt ist, war für viele seiner Macher eine Tortur – und ein Phänomen in der Gamesindustrie.

Die Rede ist vom Crunch. Das ist die Phase einer Spieleproduktion, in der das Team droht, von der Arbeit zermalmt zu werden, in der es auf jeden einzelnen Tag ankommt: Das Game muss auf jeden Fall zum 19. Juni erscheinen, koste es, was es wolle. Bei “The Last of Us 2” musste das Team diese Deadline ausbaden. 12 Stunden, 14 Stunden täglich arbeiten, sieben Tage die Woche, über Monate hinweg.

For the demo shown last September, the gameplay animators crunched more … … weiterlesen

Crawler gegen Missbrauchs-Darstellungen

Es sind abscheuliche Taten, die Kinder zu hilflosen Opfern machen – die Rede ist von sexuellem Missbrauch. Das Internet macht es Tätern viel zu leicht: Hier kann jeder bequem in den Schutz der Anonymität abgleiten – und muss kaum etwas befürchten. Im sogenannten Darknet ist das Problem noch viel größer: Die Polizei hat kaum eine Chance, den Tätern auf die Schliche zu kommen, wenn die keine Fehler machen. Mit technischen Mitteln jedenfalls ist das kaum möglich.

KI kann heute zuverlässig Fotos und Videos nach missbräuchlichen Aufnahmen durchsuchen; Rechte: WDR/Schieb

KI-Software kann heute zuverlässig Fotos und Videos nach missbräuchlichen Aufnahmen durchsuchen

Im Schatten der Anonymität

Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter beklagt, ihm und seinen Kollegen werde die Arbeit nicht einfach gemacht. “Selbst … … weiterlesen

Alte Smartphones und die Corona Warn App: Ginge auch anders!

Die Corona Warn App macht es aktuell überdeutlich: Millionen von Smartphones in deutschen Hosen- und Handtaschen gehören sozusagen zum alten Eisen. Selbst eine vergleichsweise simple App wie die Corona Warn App, die gerade mal 31 Megabyte groß ist und aus technischer Sicht nicht eben viel tut, überfordert viele dieser einst teuren Geräte.

Das hat Folgen: Zahlreiche Userinnen und User berichten darüber, dass ihre Smartphones sich weigern, die Corona Warn App zu installieren. Was bei der Installation der Warm-App zu beachten ist und welche Anforderungen mindestens zu erfüllen sind, haben wir bei WDR.de im Corona Warn App FAQ beantwortet.

Einige User vermuten, das sei Geldmacherei: Google und Apple, die für das Fundament unter der Warn App verantwortlich sind, wollten die Menschen zum Kauf neuer Geräte zwingen.

Keine Frage: Mit jedem Update, mit jeder neuen Funktion, mit jeder Neuheit schaffen Google und Apple Anreize, sich neue Hardware anzuschaffen. Apple mehr … … weiterlesen

Nackte Haut bevorzugt: Will Instagram, dass wir uns ausziehen?

Instagram entwickelt sich zum heimlichen Star unter den “Sozialen Netzwerken”: Kaum Skandale wegen Hass und Hetze, weniger Pöbeleien als im Schwester-Netzwerk Facebook, irgendwie scheint alles harmonischer zu laufen.

Gut, blenden wir mal den Aspekt aus, dass es nirgendwo sonst so viel Schleichwerbung gibt wie in Mark Zuckerbergs Bilder-Netzwerk. Außerdem hat Instagram die Instagram Moms hervorgebracht, auf die die Welt – und vor allem die armen Kinder – gut verzichten könnten.

WhatsApp, Instagram und Facebook

Wie die Algorithmen bei Instagram genau entscheiden, weiß keiner

Die Algorithmen entscheiden, was wir sehen

Wie erklärt sich dieser Erfolg nur? Wie wir alle wissen, wissen wir nichts. Zumindest wissen wir nicht, wie die Algorithmen funktionieren, die entscheiden, welche Inhalte besonders gut sichtbar werden. Das ist bei Instagram nicht anders als bei Facebook, … … weiterlesen

Warum eine Hotline anrufen, trotz Warn-App?

Der Countdown läuft. Es dauert nur noch wenige Tage, bis die offizielle Warn-App in den App-Stores von Apple und Google Play zu laden sein wird. Anfang kommender Woche soll es so weit sein.

Allerdings müssen Apple und Google auch mitspielen: Die Big Player lassen sich gerne schon mal sehr viel Zeit bei der Genehmigung einer App. Man kann nur hoffen, dass die Warn-App zügig bearbeitet wird.

Eins ist allerdings dann doch problematisch: Bislang sind nur eher wenige Gesundheitsämter und Labore ausreichend gerüstet, um einen reibungslosen Ablauf mit der Warn-App zu gewährleisten.

Unzureichend Digitalisierung im Gesundheitsbereich

Uns fällt die miserable digitale Infrastruktur im Gesundheitssektor auf die Füße: Sehr, sehr viele Gesundheitsämter und Labore werden nicht in der Lage sein, die nötigen QR-Codes zu erzeugen, damit eine infizierte Person in der Warn-App die Infektion melden kann.

Wie es aussieht, könnte es anfangs sogar eine Mehrheit der Labore sein. Vorgesehen ist, dass jede … … weiterlesen

App statt Zettel: Restaurantbesuche komfortabler machen

Seit Wochen diskutieren wir über die Corona Warn App, die aller Wahrscheinlichkeit nach am Montag (15.06.2020) auch bei uns in Deutschland starten soll. Hightech, um mögliche Kontakte mit Infizierten nachverfolgen zu können. Aber wenn wir in ein Restaurant gehen, den Friseur besuchen oder einen Eisbecher löffeln wollen, dann müssen wir ein Formular auf Papier ausfüllen – mit zumindest fragwürdigem Datenschutz.

Der QR Code der Besucher ist schnell und unkompliziert eingelesen; Rechte: WDR/Schieb

Der QR-Code der Besucher ist schnell und unkompliziert eingelesen

QR Code scannen – fertig

Doch nun haben findige Köpfe eine App entwickelt, die das lästige Ausfüllen von Formularen auf Papier weitgehend überflüssig macht. Sofern sich alle auf die App einlassen: Geschäftsbetreiber und Kunden. Dann geht das Hinterlassen der Daten … … weiterlesen

Missbrauchsfall Münster: Die Crux der Verschlüsselung

Normalerweise sind wir froh, dass Verschlüsselung heute so einfach geht: WhatsApp öffnen, Chat starten, abhörsicher kommunizieren – denn die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in WhatsApp und anderen Messengern gilt als nahezu unknackbar.

Das Gute: Niemand muss heute noch ein Informatik-Diplom an der Wand hängen haben, um Texte, Fotos, Bilder, Videos oder Chats zu verschlüsseln. Es ist wirklich kinderleicht.

Verschlüsselung hat es schon im zweiten Weltkrieg gegeben; Rechte: WDR

Verschlüsselung gab es schon im zweiten Weltkrieg

Verschlüsselung: Heute kinderleicht und wirkungsvoll

Auch Windows, MacOS und mobile Betriebssysteme wie iOS oder Android verschlüsseln auf Wunsch Daten – auf der Festplatte oder im Speicher. Wer mag, kann darüber hinaus auch Dateien und Ordner verschlüsseln. Es gibt dafür unzählige Programme. Das gibt uns ein gutes Gefühl: Meine Daten, meine Dokumente, meine Chats … … weiterlesen

Netzsperren für den Jugendschutz

Wir haben in Deutschland ein Jugendschutzgesetz (JuSchG). Es soll Kinder und Jugendliche schützen, zum Beispiel vor zu frühem Konsum von Alkohol und Zigaretten. Aber auch vor unangemessenen Inhalten, etwa Fotos oder Videos, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Das gilt natürlich ganz besonders für Pornografie.

Deshalb ist der Zugang zu entsprechenden Kinos im Zweifel nur mit Altersnachweis möglich. Bei Streamingdiensten oder Video-on-Demand-Filmen müssen PIN-Codes eingegeben werden, um Inhalte für Erwachsene freizuschalten. Im Fernsehen gibt es manche Inhalte erst nach 20 Uhr zu sehen. Das scheinen alles sinnvolle Regeln zu sein.

Tobias Schmid von der Landesanstalt für Medien NRW sagt Pornoanbietern den Kampf an; Rechte: WDR/Schieb

Tobias Schmid von der Landesanstalt für Medien NRW sagt Porno-Anbietern den Kampf … … weiterlesen