BGH: Facebook muss vor Sperrung informieren

Facebook muss umdenken: Die “Gemeinschaftsstandards” des Unternehmens gelten normalerweise nicht nur als Richtschnur, sondern haben Verfassungsrang. Wer als Nutzerin oder Nutzer gegen die durch Facebook formulierten Nutzungsregeln verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen – und damit leben.

Es braucht mehr Aufsicht in den Netzwerken; Rechte: WDR/Schieb

Es braucht Aufsicht in den Netzwerken – aber nicht alles darf einfach so geblockt werden

Klares Urteil aus Karlsruhe

So war das bislang – aber das ändert sich jetzt. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein ungewöhnlich klares Urteil gefällt: Nicht Facebook entscheidet, was die Meinungsfreiheit in Deutschland abdeckt, sondern der Gesetzgeber. Facebook muss – das schreiben die BGH-Richter ausdrücklich vor! – nun jedes gelöschte Posting begründen und die betroffenen User auch darüber informieren.

Mehr als das: … … weiterlesen

Urlaubstipp: Warn-App kann jetzt auch Zertifikate testen

Die Infektionszahlen mit Covid-19 nehmen europaweit zu. Das führt dazu, dass nun wieder mehr kontrolliert wird. Die drei großen “G” kommen ins Spiel: Getestet, genesen oder geimpft. Mit der Corona Warn App lassen sich schon seit einigen Wochen Zertifikate importieren. Impfzertifikate – und Testzertifikate.

Das Problem: Nicht alle ausgestellten Impfzertifikate sind systemkonform. Bedeutet: Die Zertifikate sehen in Ordnung aus, könnten aber beim Einscannen in bestimmten EU-Ländern zu Schwierigkeiten führen, weil sie nicht akzeptiert werden. Vor allem deswegen, weil in jedem Reiseland andere Regeln gelten.

Vor Einreise prüfen, ob ein Zertifikat gültig ist; Rechte: WDR/Schieb

Neue Funktion: Vor Einreise prüfen, ob ein Zertifikat gültig ist

Neue Version 2.6 kann Zertifikate überprüfen

Die gute Nachricht: Die Corona-Warn-App kann ein wenig Licht ins Dunkel bringen. … … weiterlesen

US-Präsident Biden droht Cyberangreifern

US-Präsidenten haben ein Faible für große Gesten. In diesem Punkt unterscheidet sich Joe Biden kein bisschen von seinen Vorgängern. Bei einem Besuch der Geheimdienstkoordination (ODNI) hat Biden nun Worte gesprochen, die wie eine Drohung wirken – und vermutlich auch so gemeint waren.

“Wenn wir in einem Krieg, einem echten Krieg mit einer Großmacht enden, dann als Folge eines Cyberangriffs von großer Tragweite”, warnte er. Und meinte damit vor allem China und Russland, von deren Grund und Boden zuletzt auffällig viele Cyberangriffe ausgingen – und immer noch ausgehen.

Die Zahl der Cyberangriffe steigt exponenziell; Rechte: WDR/Schieb

Die Zahl der Cyberangriffe steigt exponenziel – vor allem mit Ransomware

Cyberangriffe: Eskalation vermeiden

Joe Biden hat zweifellos Recht: Nach der Logik der Eskalation ist ein “echter … … weiterlesen

Desinfomation kommt immer öfter über den Messenger

Nicht mehr lange, und in Deutschland wird gewählt. 82% der Deutschen haben laut einer aktuellen Umfrage der Landesanstalt für Medien (LfM) Angst vor Manipulationsversuchen im Internet.

Zu Recht fürchte ich, denn die meisten Menschen informieren sich heute auch oder sogar vor allem “im Internet”. Und damit sind dann häufig nicht die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen und Archive der seriösen Zeitungen gemeint, sondern Facebook, Instagram und womöglich auch Telegram.

Deepfakes: Facebook will sie in seinem Netzwerk bekämpfen, Rechte: WDR/Schieb

Fakes: Immer achwerer zu erkennen – aber im Netz allgegenwärtig

Es wird Desinformation und Manipulationsversuche geben

Man muss kein Hellseher sein: Es wird gezielte Desinformation und Manipulationsversuche zur Bundestagswahl geben. Es gibt sie garantiert jetzt schon. Das Problem: Manipulationsversuche sind immer schwieriger zu erkennen – weil sie nicht mehr so … … weiterlesen

Impfzertifikate aus der Apothekle: Die wahre Ursache für das Problem

Ein Glück, dass wir die Apotheken in Deutschland haben. Die haben nämlich dafür gesorgt, dass all die bereits geimpften Menschen sich unkompliziert mit einem digitalen Impfzertifikat versorgen konnten.

Denn wochenlang wurde in den Impfzentren geimpft, aber kein Impfzertifikat ausgestellt. In NRW und einigen anderen Bundesländern wurde den Geimpften ihr Zertifikat immerhin nachträglich mit der Post geschickt.

Rund 25 Millionen Menschen haben sich ein Impfzertifikat in der Apotheke geholt; Rechte: WDR/Schieb

Rund 25 Millionen Menschen haben sich ein Impfzertifikat in der Apotheke geholt

Ein System mit Sicherheitsleck

Rund 25 Millionen Zertifikate haben die 18.000 Apotheken in Deutschland ausgestellt. Doch nach einem Bericht im Handelsblatt sind nun alle aufgeschreckt: Zwei anerkannte Sicherheitsexperten haben eine Sicherheitslücke im System … … weiterlesen

Pegasus: Der Lieblingstrojaner für Schnüffelstaaten

Wir leben in einer komplizierten Welt. Auf der einen Seite ist den meisten von uns ihre Privatsphäre wichtig. Andererseits bedienen viele rund um die Uhr “Soziale Netzwerke” und geben damit gleich doppelt ihre Privatsphäre auf: Durch die Inhalte, die sie posten – und vor allem durch die Unmengen an Daten, die sie bei den großen Onlinekonzernen abliefern. Das ist eine allgemein bekannte Bedrohung – und jeder geht damit anders um.

Die NSO Group bietet die Schnüffelaktionen an; Rechte: WDR/Schieb

Die NSO Group bietet die Schnüffelaktionen an

Diffuse Gefahr: Ausspähung durch Trojaner

Dann gibt es aber auch noch diffuse Gefahren. Viele sorgen sich, der Staat könnte sie bespitzeln. In Deutschland tendenziell eine eher unbegründete Sorge – jedenfalls für die meisten Bürger -, aber doch nicht … … weiterlesen

Juchhu, wir haben eine Autobahn-App – aber wozu bloß?

Deutsche Autobahnen sorgen überall auf der Welt für Gesprächsstoff, zumindest bei Menschen, die sich für Autos begeistern können – denn auf deutschen Autobahnen gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung (theoretisch) und der Zustand der Autobahnen selbst ist auch ganz ordentlich, verglichen mit dem Rest der Welt. Aber über eins wird man sich in der Welt eher totlachen: unsere neue Autobahn-App.

Staus und Warnmeldungen in der Autobahn-App; Rechte: WDR/Schieb

Staus und Warnmeldungen in der Autobahn-App

Die App zeigt Staumeldungen und Verkehrsbehinderungen

Wieder mal ein Projekt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), das nach Steuerverschwendung aussieht. Denn die App bietet kaum einen Nutzen. Gut, wenn Andreas Scheuer auf dem Rücksitz seiner Limousine Platz nimmt und sich chauffieren lässt, kann er vielleicht mal einen Blick über den Verkehrsfluss “seiner” Autobahnen … … weiterlesen

WhatsApp ist Phishing-Schleuder Nummer 1

Cyberkriminelle gehen immer den Weg, der am meisten Erfolg verspricht. Früher waren Windows-Rechner das beliebteste Angriffsziel, heute sind es andere Plattformen. Wie die Experten beim Sicherheitsunternehmen Kaspersky ermittelt haben, nutzen die Cyberangreifer immer häufiger Messenger, um Menschen in Fallen zu locken.

WhatsApp Logo; Rechte: WDR/Schieb

WhatsApp ist aktuell die populärste Plattform von Cyberbetrügern

Die meisten Cyberbetrügereien über Messenger

Naheliegend, weil heute fast jeder Messenger benutzt (weltweit 2,7 Milliarden Menschen). Trotzdem ist das neu: Früher erfolgten die meisten Betrugsversuche über Mail, in den letzten Jahren in den Sozialen Netzwerken – und nun stehen zum ersten Mal Messenger ganz oben auf der Liste. Besonders brisant dabei: Wer Nachrichten von Freunden oder bekannten Unternehmen erhält, erwartet keine Betrugsversuche.

Doch da sollte sich niemand so sicher sein. Die Betrüger versenden – … … weiterlesen

Wie Warn-Apps besser werden können

Warnung, Bergung, Rettung und Versorgung: Darauf kommt es in Katastrophen an – und das alles will gut organisiert (und auch geübt) sein.

Um die Bevölkerung zu warnen, setzen Behörden auf einen Mix von Methoden: So wird nicht nur über Radio, Fernsehen und Internet vor Gefahren gewarnt, sondern auch mit Sirenen (aber immer weniger) – oder über Apps. Zwei sind dabei besonders erwähnenswert: Die bundesweit verfügbare und aktive Warn-App Nina vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die von Fraunhofer Fokus entwickelte Katwarn-App.

Auch Katwarn informiert auf dem Smartphone über Gefahren; Rechte: WDR/Schieb

Auch Katwarn informiert auf dem Smartphone über Gefahren

Zwei Apps im Einsatz: Nina und Katwarn

Nina hat im Unwetter mancherorts ganz gute Dienste erwiesen: … … weiterlesen

Misserfolgsserie: Twitter stellt Fleets ein

Twitter kommt mir mittlerweile ein bisschen so vor wie jemand, der einmal eine gute Idee hatte – und danach nie wieder einen vergleichbaren Erfolg. Wir verdanken Twitter den Hashtag. Was für ein Gewinn für die Netzwelt. Aber seitdem ist nichts Bemerkenswertes mehr bei Twitter passiert. Schade.

Tweets lassen sich jetzt auch in einem Fleet teilen; Rechte: WDR/Schieb

Tweets lassen sich auch in einem Fleet teilen – will aber kaum jemand

Fleets sind ein Flop auf Twitter

Selbst die plumpen Kopien überzeugen die User nicht. Vor knapp acht Monaten hat Twitter die Fleets eingeführt. Im Grunde ein Instagram-Story-Klon: ein Container für flüchtige Gedanken, spontane Schnappschüsse oder Adhoc-Diskussionen. Die allerdings nach 24 Stunden wieder verschwinden (wie einst bei Snapchat).

Auf anderen Plattformen … … weiterlesen

Hack, Hack – Wahlen weg?

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat jetzt einen Ausbau des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angekündigt. Das Personal soll verdoppelt werden – von 1200 auf 2400 Mitarbeiter. Und das ist gut und richtig so, denn viel zu lange wurden die potenziellen Gefahren durch Cyberangriffe massiv unterschätzt. Nicht nur in der Politik – aber vor allem dort.

Horst Seehofer und seine Manschaft; Rechte: WDR/Schieb

Horst Seehofer und seine Mannschaft: Wer wer soll uns vor Cyberangriffen bewahren?

Personal des BSI soll sich verdoppeln

Auch wenn jetzt der Wille da ist, das BSI – eine durchaus solide Behörde, die gute Arbeit leistet! – personell aufzustocken: Reichen kann das noch längst nicht. Und es wird, mit Verlaub, auch nicht einfach, so viele fähige Fachkräfte zu finden, die sich in … … weiterlesen

Selfie-Rambos: Wenn Influencern die Natur egal ist

Es liegt quasi in der Natur der meisten Influencerinnen und Influencer, sich unentwegt selbst zu fotografieren. Aber immer nur vorm eigenen Kleiderschrank oder im Lieblings-Café ist natürlich auch ein bisschen öde.

Deswegen müssen auch schon mal andere Kulissen her. Es geht dabei natürlich nur in zweiter Linie um die Umgebung – oder Natur. Die Message ist: Seht her, wo ich bin.

Viele Aufnahmen sind riskant

Wir wollen nicht ungerecht sein. Viele Influencerinnen und Influencer haben ein Gespür für eine gute Aufnahme. Sie suchen deshalb nach möglichst ausgefallenen und wenn’s geht sogar spektakulären Locations. Jetzt, in der Ferienzeit, auch gerne in der Natur. Solche Aufnahmen gehen besonders gut – wenn die Umgebung einen “Wow”-Effekt hat.

Viele Influencerinnen und Influencer treiben es da gerne auf die Spitze. Sie setzen sich auf Bergvorhänge, stellen sich an Stellen auf, die gefährlich sind – oder betreten Bereiche, die sogar gesperrt sind. Alles nur, um eine … … weiterlesen

Youtube Shorts: Die Welt in 60 Sekunden – und vertikal

60 Sekunden: Diese maximale Länge für ein Video gibt es im regulären Bereich von Instagram schon sehr lange. Auch der vor allem bei Jüngeren sehr populäre Dienst TikTok beschränkt Videos auf diese Länge (oder sollte es besser “Kürze” heißen?).

Die Aufmerksamkeitsschwelle sinkt weiter – und nun bietet auch Youtube ein solches Format an. Videos, die maximal 60 Sekunden dauern – “Youtube Shorts” genannt. Der Algorithmus schlägt Videos vor – nicht nur von den Personen, denen man folgt.

Youtube Shorts erscheint als Feed in der Youtube-App; Rechte: WDR/Schieb

Youtube Shorts erscheint als Feed in der Youtube-App

Youtube Shorts ab Mittwoch in 100 Ländern

In den USA und 25 anderen Ländern gibt es diese kurzen Youtube-Clips schon länger. Doch angesichts des … … weiterlesen

Wie Cloud Gaming der schwachen Switch helfen kann

Die Nintendo Switch ist nicht die leistungsstärkste Konsole auf dem Markt, ganz im Gegenteil. Trotzdem ist gerade das Videospiel “A Plague Tale: Innocence” für sie erschienen. Dank Cloud-Gaming.

Das Spiel kam schon 2019 für PC und Konsole heraus und gehörte zu den grafisch hübschesten Spielen des Jahres. Das Mittelalterabenteuer um die junge Heldin Amicia de Rune und ihren kleinen Bruder Hugo führt die Spieler in den Hundertjährigen Krieg und eine Pestpandemie. Stimmungsvolle Mittelalterstimmung, tolle Lichteffekte und riesige Rattenschwärme zeichnen das Spiel aus.

Technisch anspruchsvolle Spiele sind eigentlich nichts für die Switch

Eigentlich ist die Nintendo Switch technisch viel zu schwach, um ein solches Programm ordentlich abzuspielen. Wer das Spiel kauft, lässt das Spiel deswegen über Serverfarmen laufen, das Game wird auf den Bildschirm der Spieler gestreamt. Im Prinzip wie ein Video, nur dass auch die Eingaben des Spielers berechnet werden müssen.

Dieses Cloud-Gaming ist für die Switch eine riesige … … weiterlesen

Eine private Cloud einrichten – das geht

Die meisten von uns sind beim Thema Cloud-Speicher hin- und hergerissen: Auf der einen Seite ist es unbestreitbar ungemein praktisch, Dokumente oder Fotos in der Cloud abzulegen – und jederzeit und von überall darauf zugreifen zu können.

Auf der anderen Seite beschleicht viele von uns aber auch ein mulmiges Gefühl: Sind die Daten bei Google, Microsoft, Amazon, Apple, Dropbox und Co. wirklich so gut aufgehoben? Will man seine Daten unbedingt den großen Konzernen anvertrauen?

Mit allen Geräten auf die Private Cloud zugreifen; Rechte: WDR/Schieb

Mit allen Geräten auf die Private Cloud zugreifen

Private Cloud: Alles unter Kontrolle

Doch es gibt Alternativen. Eine ist, die persönlichen Dokumente zu Hause oder im Büro auf einer eigenen Festplatte zu speichern. Wer geschickt ist, kann die … … weiterlesen

Sollten wir E-Mails scannen, um Kindesmisshandlung zu stoppen?

Gewalt an Kindern gehört zu den schlimmsten Verbrechen, finde ich. Misshandlungen jeder Art zu decken und billigen ebenso. Trotzdem geschieht es ununterbrochen. Das Internet ist zum größten Umschlagplatz für Fotos, Videos und Audios geworden, in denen Kinder gepeinigte Opfer sind.

Solche Medien kursieren längst nicht mehr nur im Darknet, sondern werden sogar per E-Mail verteilt – weil sich die Täter sicher fühlen. Und deshalb werden es immer mehr.

Kinder brauchen unbedingt meh Schutz; Rechte: WDR/Schieb

Kinder brauchen unbedingt meh Schutz

Polizei braucht Hinweise und Beweise

Polizei und Strafverfolgungsbehörden haben immer wieder Mühe, den Tätern auf die Spur zu kommen – und ihnen ihre widerlichen Taten nachzuweisen. Oder überhaupt Hinweise zu erhalten, die belastend genug sind, um Ermittlungen aufzunehmen.

Deshalb hat der EU-Parlament gestern (06.07.2021) eine … … weiterlesen

Das E-Rezept kommt

Wenn Ärzte ein Medikament verschreiben, dann greifen sie zum Rezept-Block und notieren Wirkstoffe und Präparate darauf – und unterschreiben oft mit einer kaum zu identifizierenden Unterschrift. So war das vor 100 Jahren – und so ist es heute im Prinzip auch noch.

Doch jetzt kommt das digitale Rezept, E-Rezept genannt. Zunächst als Testbetrieb in Berlin und Brandenburg (mit 50 Arztpraxen und 120 Apotheken), schon bald aber im ganzen Land.

Eine eigene App für E-Rezepte; Rechte: WDR/Schieb

Pilotprojekt gestartet: Eine eigene App für E-Rezepte

Spezielle App für E-Rezepte

Seit ein paar Tagen steht die offizielle E-Rezepte-App für iOS und Android im App-Store zum Download bereit. Wenn der Arzt ein digitales Rezept ausstellt, erzeugt er einen QR-Code – so ähnlich wie bei den Impfzertifikaten – und … … weiterlesen

Dark Pattern: Wie wir im Netz manipuliert werden

Der Künstler und Autor Jaron Lanier nennt die Sozialen Netzwerke schlicht “Manipulationsmaschinen”.  Recht hat er. Wir wären viel ehrlicher, wenn wir diesen Begriff für Facebook, Twitter, Instagram, TikTok und Co. verwenden würden – denn das ist viel näher dran an der Wahrheit als der Begriff “Soziale Netzwerke”.

Jaron Kanier nennt Soziale Netwerke "Mamipulationsmaschinen"; Rechte: WDR/Schieb

Jaron Lanier nennt Soziale Netwerke “Mamipulationsmaschinen”

Gezielte Manipulationen sind Alltag im Netz

Denn genau das machen die Betreiber: Sie manipulieren die User – und  zwar unentwegt. Um sie möglichst lange in den Netzwerken zu halten. Ein bisschen Blink-blink hier, ein paar bunte Icons dort. Alles gezielte und bewusst gewählte Maßnahmen, um die Menschen zu manipulieren. Aber diese Tricks gibt es keineswegs nur in den Portalen.

Es gibt solche Tricks überall – … … weiterlesen

Starlink: Wenn das Internet aus dem All kommt – und die Erde gefährdet

Man hört und liest viel von Elon Musks Plänen, mit seinem Unternehmen SpaceX das All zu erobern. Ein Projekt, das sich ganz konkret daraus ableitet, ist Starlink. Ein Unternehmen, das Zugang zum Internet anbietet – über eigene Satelliten.

Die Idee ist zweifellos reizvoll: Überall dort, wo es weder DSL, noch Mobilfunk mit ausreichend Bandbreite gibt (geschweige Glasfaser), kann Starlink Zugang zum Netz bieten.

Elon Musk twitter gerne; Rechte: WDR/Schieb

Elon Musk – der Chef von Starlink und SpaceX – will das All erobern

Ein freier Himmel reicht – schon online

Der Vorteil von Internet per Satellit – was technisch absolut nichts Neues ist -, liegt in der extremen Flexibilität. Ein freier Blick zum Himmel reicht – schon können Kunden online gehen. Sie stellen dazu eine vergleichsweise … … weiterlesen

Der wehrlose Staat: Behörden scheinen Ransomware schutzlos ausgeliefert

Wir reden viel über Digitalisierung im Land – und viele beklagen sich, was alles noch nicht digital geht. Und die Liste der Unzulänglichkeiten ist wahrlich lang, wie wir alle nur zu gut wissen. Aber wie sieht es eigentlich in den Bereichen aus, in denen Bund, Länder und Kommunen bereits digital arbeiten?

Um gleich mal zu spoilern: In Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern sieht es schlimm aus. Richtig schlimm.

Behörden scheinen Ramsonware schutzlos ausgeliefert

Das belegen Recherchen vom Bayerischen Rundfunk und ZEIT. Die Redaktionen haben in den Bundesländern offiziell angefragt, wie häufig es zu Erpressungsversuchen mit Ramsonware gekommen ist. Ransomware – von “ransom” = Lösegeld – nutzt Sicherheitslücken in Systemen aus, dringt in die IT-Infrastruktur ein, verschlüsselt Server, Datenbanken und Daten – und macht die Nutzung der IT-Systeme so unmöglich. Die Cyberkriminelle fordern ein Lösegeld.

Laut Recherchen sind mindestens 100 Behörden und Einrichtungen in Deutschland in den letzten … … weiterlesen

Warum Windows 11 Android-Apps auf den PC bringt

Anfangs war es nur ein Gerücht, seit Donnerstag ist es Gewissheit: Microsoft bringt Ende des Jahres ein neues Windows auf den Markt. Es soll Windows 11 heißen, deutlich moderner und stylischer aussehen – mit runden Ecken, leicht durchscheinenden Fenstern und Lichteffekten – und darüber hinaus auch viele neue Extras bieten. Die Welt dreht sich, die Geschmäcker verändern sich – das soll Windows 11 abdecken.

Start-Menü in der Mitte - eine kleine Revolution; Rechte: WDR/Schieb

Start-Menü in der Mitte – eine kleine Revolution

Microsoft Store reloaded

Fair enough. Doch eine Neuerung ist besonders interessant und verdient meiner Ansicht nach deshalb auch etwas mehr Aufmerksamkeit: Microsoft renoviert seinen “Microsoft Store” (so heißt die App-Store in der Windows-Welt) – und das gleich auf mehreren … … weiterlesen

Brave – Suchmaschine ohne Gedächtnis

An Google als Suchmaschine kommt niemand vorbei, trotz aller (begründeten) Bedenken, was den mangelhaften Datenschutz betrifft. Google liefert einfach die besten Suchergebnisse – und das schnell und zuverlässig. Warum also wechseln?

Nun, vielleicht, weil Google nicht nur das Tor zur Welt darstellt, sondern eben nicht besonders diskret ist. Wer heute “Paris” ins Suchfeld eintippt – oder von mir aus auch “Symptome Geschlechtskrankheiten” -, der bekommt nicht nur Ergebnisse präsentiert, sondern verrät auch eine Menge über sich. Wir alle wundern uns nicht mehr, wenn dann Minuten oder Tage später überall Anzeigen erscheinen, die zu unseren Sucheingaben passen.

Übersichtlich präsentierte Suchergebnisse bei Brave; Rechte: WDR/Schieb

Übersichtlich präsentierte Suchergebnisse bei Brave

Google vom Thron stürzen – quasi unmöglich

Wer also eine neue Suchmaschine anbieten will, sollte nicht versuchen, … … weiterlesen

Corona: Desinformation weit verbreitet

Der Trend setzt sich fort: Das Internet wird für die Nachrichtennutzung zunehmend wichtiger. Bei jüngeren Menschen ist es sogar die mit großem Abstand wichtigste Nachrichtenquelle, wie der neue “Reuters Digital News Report” zeigt.

Für ein Viertel der 18-25-jährigen sind die Sozialen Medien Hauptnachrichtenquelle, obwohl ihnen vollkommen klar ist, dass gerade dort die Wahrscheinlichkeit groß ist auf Desinformation zu treffen – vor allem zu Corona.

Desinformation zu Corona: Viel oder wenig?

Fast die Hälfte aller Befragten gibt an, schon mal in Kontakt mit falschen oder irreführenden Informationen zu Corona gekommen zu sein. Doch ist das wirklich viel?

Bei keinem anderen Thema ist Desinformation laut Befragung so präsent. Faktenchecker und auch Behörden weisen auf eine Vielzahl von Falschinformationen über Corona hin. Von der reinen Menge ist es also definitiv viel.

Offen bleibt trotzdem, ob nicht noch viel mehr Leuten solche falschen oder irreführenden Informationen hätten auffallen können oder … … weiterlesen

Apple führt Wegwerf-Mailadressen ein

Wenn professionelle Produkt-Vermarkter den Firmennamen “Apple” hören, schwillt vielen von ihnen aktuell der Hals. Denn Apple lässt sich derzeit ständig neue Funktionen einfallen, die Unternehmen das Leben erschweren, die mit Online-Marketing – also am Ende mit dem Auswerten persönlicher Daten – ihr Geld verdienen.

Zuletzt hat Apple Trackern in Apps den Kampf angesagt, die unbemerkt persönliche Daten abgreifen – das geht auf Apple-Geräten jetzt nicht mehr so einfach. Jetzt ist die E-Mail dran. In den nächsten Versionen von iOS, MacOS und iPadOS sollen auch E-Mails besser vor den Zugriffen durch Marketing-Konzernen geschützt sein.

Ein ganzes Paket von mehr Privatsphäre angekündigt; Rechte: WDR/Schieb

Ein ganzes Paket an Privatsphäre angekündigt

Auch E-Mails verraten einiges

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass auch der Empfang … … weiterlesen

Windows 11 kommt – und dann?

“Windows 10 ist die letzte Windows-Version!” – so haben es Microsoft-Manager bei der Einführung im Mai 2015 versprochen. Natürlich werde Windows 10 kontinuierlich weiter entwickelt – aber keine neuen Versionsnummern oder zumindest Namen mehr bekommen. Schluss damit, die Menschen mit Versionsnummern vor sich herzutreiben. Ein Betriebssystem. Ein Produkt. Ein Name.

Cooler Ansatz, habe ich damals gedacht. Doch sechs Jahre später ist wieder von einem “Windows 11” die Rede. Auf chinesischen Servern soll eine Vorabversion aufgetaucht sein.

Windows 11: Abgerundete Ecken; Rechte: WDR/Schieb

Windows 11: Abgerundete Ecken

Vorabversion kursiert im Netz

Man könnte das für eine Fake-Meldung halten. Doch offensichtlich scheint es die Vorabversion tatsächlich zu geben. In China werden Boxen hergestellt, Rechner zusammengeschraubt – China ist immer noch auch die Werkbank des Westens. Gut möglich, dass … … weiterlesen

Überraschung: Games können auch billiger werden

Videospiele sind teuer. Mit dem Start der neuen Konsolen-Generation hat der Playstation-Konzern Sony an der Preisschraube gedreht und 80 Euro als neuen Standard festgelegt. Andere Unternehmen dürften folgen.

Aber es geht auch ganz anders.

Der deutsche Spieleverlag Kalypso hat gerade angekündigt, die Preise für seine Spiele um 10 Euro zu senken: rund 40 Euro für PC-Spiele, 50 Euro für Konsolen-Spiele. Das Unternehmen erklärt das mit Erfolgen während der Corona-Pandemie. Zwar sei der traditionelle Verkauf im Laden eingebrochen, die digitalen Umsätze hätten sich aber stark gesteigert. Auf dem PC werden circa 90 Prozent aller Games digital gekauft, vor allem bei den Plattformen Steam, Epic und Gog.

Auf der E3 stehen sich Messestände von Playstation und Xbox gegenüber. Bild: picture alliance / dpa / Michael Nelson… weiterlesen

Grimme Online Award 2021: Von Tiktok bis Podcast

Einmal im Jahr zeichnet das Grimme-Institut die besten deutschsprachigen Angebote mit dem “Grimme Online Award” aus – oder besser: die Angebote, die Nominierungskommission und Jury am meisten überzeugen konnten.

Das erste Mal wurde ein TiKTok-Angebot ausgezeichnet

Das erste Mal wurde ein Tiktok-Angebot ausgezeichnet

Zum ersten Mal ein Tiktok-Angebot

Zum ersten Mal hat die Jury des Grimme Online Awards ein Format auf Tiktok ausgezeichnet – und zwar in der Kategorie „Wissen und Bildung“: Niklas Kolorz erklärt auf TikTok wissenschaftliche Phänomene in verständlichen Häppchen – und beantwortet Fragen seiner Followerinnen und Follower.

Die Antworten sind kürzer als eine Minute, wie auf dem populären Video-Portal üblich. Das wirkt oft etwas hektisch und kurzatmig – ist aber unterhaltsam. Trotzdem nimmt Kolorz die Fragen und seine Follower ernst.

Inwiefern … … weiterlesen

Der Quellcode des WWW wird versteigert

Der Urknall des World Wide Web, wie wir es heute kennen, liegt gar nicht so furchtbar lang zurück. Im März 1989 hat Sir Tim Berners-Lee, der damals bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf arbeitete, sich gedacht: Wir müssen das Wissen der Welt vernetzen. Berners-Lee hat das Konzept fürs Web entwickelt.

Das Internet gab es vorher schon. Doch wer Informationen abrufen wollte, musste vor der Erfindung von Berners-Lee den jeweiligen Server ansteuern. Querverweise auf andere Angebote gab es damals noch nicht. Das hat Tim Berners-Lee geändert – und dem Internet damit einen fundamentalen Boost verpasst.

Tim Berners-Lee würde sich ein anderes Internet wünschen; Rechte: WDR/Schieb

Tim Berners-Lee hat das Web erfunden – und verkauft jetzt den Quellcode

Berners-Lee veräußert seine … … weiterlesen

Gutes Werkzeug, keine Wunderwaffe – ein Jahr Corona Warn App

Für viele gehört es zum Morgenritual: Corona Warn App auf dem Smartphone starten, die aktuellen Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) anschauen, den eigenen Risikostatus überprüfen – und auf die Information “Keine Risiko-Begegnungen” hoffen. Rund 28 Millionen Mal ist die Corona Warn App des Bundes mittlerweile heruntergeladen worden – bei wie vielen sie wirklich im Einsatz ist, lässt sich allerdings nicht sagen.

Vor genau einem Jahr (16.06.2020) startete die Warn-App für Apple iOS und Google Android. Per Bluetooth-Signal ermittelt sie den Abstand zu anderen Menschen und die Dauer des Aufeinandertreffens. Die Messmethode reicht aus, um zuverlässige Aussagen über ein Infektionsrisiko machen zu können – vorausgesetzt, die User teilen der App mit, falls sie positiv getestet worden sind.

Corona Warn App; Rechte: WDR/Schieb

Seit einem Jahr im Einsatz: Corona … … weiterlesen

Fußball-EM im Fernsehen – wer guckt am schnellsten?

Gerade wird wieder viel Fernsehen geschaut und konzentriert Radio gehört – es ist schließlich Fußball-EM, da wollen die Fans nichts verpassen. Doch Ihr habt es vielleicht auch schon erlebt: Die einen Nachbarn jubeln früher, die anderen später, obwohl alle dasselbe Spiel verfolgen.

Das liegt nicht etwa an schlechten Reflexen, sondern daran, dass es einen ganz erheblichen Unterschied macht, wie man sich ein Spiel anschaut: per Satellit, Kabel, Antenne oder im Internet. Wer jubelt zuerst?

Wer per Satellit zuschaut, kann sich am schnellsten freuen; Rechte: WDR/Schieb

Wer per Satellit zuschaut, kann sich am frühesten freuen

Signal-Laufzeiten von 4,5 bis 47 Sekunden

Die Kollegen von Heise haben sich die Mühe gemacht, das mal genau zu messen. Am schnellsten sind demnach alle, die … … weiterlesen

Wie in Games die Erde gerettet wird

Games wollen authentisch sein und realistisch wirken. Also kommen auch sie am Klimawandel nicht mehr vorbei. Umweltschonend ist die Industrie allerdings nicht.

In Games wie dem kürzlich erschienenen “Imagine Earth” dreht sich alles um die klimaschädliche Ausbeutung der Erde und den Neuanfang auf fremden Planeten: Die Spielerinnen und Spieler dürfen einen winzigen Planeten kolonisieren und seine natürlichen Ressourcen zu Geld machen. Wälder roden, Kohlekraftwerke hochziehen, die Meere leerfischen – alles möglich in dem Game des Berliner Zwei-Mann-Studios Serious Brothers.

Aber wer das tut, muss mit den Konsequenzen leben: Waldbrände, Überschwemmungen, bis hin zur völligen Verheerung der Kolonie. Wer will, kann natürlich auch eine klimaneutrale Kolonie errichten.

Gamesindustrie gegen den Klimawandel?

“Imagine Earth” ist mit seiner Botschaft nicht alleine. Der Gameskonzern Ubisoft hat es als Unternehmensziel ausgegeben, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Der Green Game Jam will für umweltbewusstes Gaming sensibilisieren. Ein deutscher Games-Verlag pflanzt pro verkauftem Exemplar des Endzeitspiels “Endzone” … … weiterlesen

Big Brother Award 2021: Google, EU-Kommission und Doctolib

Datenschutz geht uns alle an. Deshalb ist es gut, dass es den “Big Brother Award” gibt. Einmal im Jahr zeichnet die Jury Unternehmen,  Konzepte oder Personen mit dem (wenig begehrten) Anti-Preis aus – weil Datenschutz missachtet oder sogar bekämpft wurde. Meist legt der Preis den Finger in offene Wunden – und regt so zum öffentlichen Diskurs an. Und das ist nicht nur gut so, sondern sehr wertvoll.

Google dominiert den Werbemarkt – durch Daten

Dieses Jahr zum Beispiel gab es durchaus einige Überraschungen. Gut, mit Google gibt es einen Preisträger, der nun niemanden wirklich überrascht. Aber die Argumentation ist interessant: Es geht nicht um konkrete Verstöße gegen den Datenschutz, sondern mehr darum, dass Google ein gutes Beispiel dafür ist, wie mächtig – und auch übermächtig – ein Unternehmen werden kann, wenn es über absurde Datenmengen verfügt.

Genau das ist bei Google zweifellos der Fall. Die Folge: Google teilt sich … … weiterlesen

Wenn Attila Hildmann auf Telegram zum “Blitzkrieg” aufruft

Hass, Hetze und Antisemitismus sind nach wie vor große Probleme – in der Gesellschaft, und damit auch in Netzwerken und auf Plattformen. Immerhin haben wir ein Netzwerkdurchsetzunsgesetz (NetzDG), das große Plattformen zwingt, bei Hass und Hetze aktiv zu werden. Eine Plattform aber fällt durchs Raster: Telegram.

Im Augenblick ist Hildmanns Kanal auf Telegram blockiert; Rechte: WDR/Schieb

Im Augenblick ist Hildmanns Kanal auf Telegram blockiert

Wenn Hildmann zum “Daumen-runter-Blitzkrieg” aufruft

Denn Telegram ist keine Plattform, sondern eigentlich ein Messenger – und für die gelten andere Regeln. Verrückt, denn der als Rechtsextremist geltende Ex-Vegan-Koch Attila Hildmann erreicht über einen öffentlichen Kanal auf Telegram mehr als 100.000 Menschen – und verbreitet hier nicht nur extremes Gedankengut, sondern auch und vor allem Antisemitismus.

Doch Hildmann begnügt … … weiterlesen

Facetime für alle – und mit neuen Funktionen

Wohl noch nie wurden so viele Videokonferenzen abgehalten wie in den letzten Monaten während der Pandemie. Einer der größten Krisengewinner in diesem Segment ist zweifellos Zoom. Die Software läuft auf allen Plattformen und auf Mobilgeräten – in der Grundversion kostenlos. Dieser Erfolg hat die Manager bei Apple offensichtlich geärgert.

Während der Entwicklerkonferenz wurden neue Funktionen vorgestellt; Rechte: WDR/Schieb

Während der Entwicklerkonferenz wurden neue Funktionen vorgestellt

Künftig auch auf Windows und Android

Denn Apple hat mit Facetime zweifellos ein sehr gutes Videochat-System – und das schon sehr lange. Einfach zu bedienen, gute Bild- und Tonqualität. Aber eben “nur” auf Apple-Geräten. Hat ein Familienmitglied nur einen Windows-PC und ein Android-Handy, bleibt es bei Facetime außen vor.

Doch in Zukunft nicht mehr. Apple hat auf … … weiterlesen

Nervige Cookie Banner: Nur nützliche Cookies zulassen

Seit ziemlich genau drei Jahren gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)  – und die schreibt jedem Webseiten-Betreiber vor: Du musst Deine Besucher darüber informieren, welche Cookies gesetzt werden und welchem Zweck sie dienen. Außerdem ist eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich. Und genau aus diesem Grund haben wir überall im Netz Cookie Banner.

Max Schrems; Rechte: WDR/Schieb

Max Schrems sagt: Viel zu viele Cookie Banner sind nicht rechtskonform

90% stimmen zu – obwohl nur 3% eigentlich wollen

Die Idee dahinter ist gut und richtig – im Alltag ist es aber zweifellos nervtötend, bei jeder Webseite erneut anzugeben, welche Cookies man zulassen möchte – und welche eben nicht. Deshalb wählen 90% der Menschen die einfachste Lösung: Sie klicken oder tippen auf “Einverstanden” und nicken so alle Cookies ab – und das, obwohl … … weiterlesen

Anonymous setzt Elon Musk unter Druck

Machen wir uns nichts vor: Elon Musk ist kein sympathischer Mensch. Er wirkt oft wie vom Erfolg berauscht. Auch bei seinen Besuchen hier in Deutschland: Einer wie Musk versteht nicht, dass sich die Bevölkerung Sorgen um die Grundwasserversorgung macht, wenn ein Tesla-Werk große Wassermengen absorbiert.

Mit Guy-Fakwes-Maske und verzerrter Stimme, Rechte: WDR/Schieb

Mit Guy-Fawkes-Maske und verzerrter Stimme

Motto: Mein Wille geschehe

Musks Motto ist: Mein Wille geschehe – und oft genug klappt das ja auch. Rund 57 Millionen Menschen folgen Musk auf Twitter. Das gibt ihm eine ungeheure Macht, die er offensichtlich zu schätzen weiß.

Genau das ist es aber, was ihm die Hackergruppe “Anonymous” nun in einem neuen, rund vier Minuten langen Video vorwirft. Wie immer spricht jemand mit computer-verzerrter Stimme – … … weiterlesen

Ungewöhnliche Allianz gegen Staatstrojaner

Die Bundesregierung will die Befugnisse von Bundespolizei und Geheimdiensten erweitern. Sie sollen künftig die Möglichkeit haben, gezielt sogenannnte Staatstrojaner einzusetzen. So werden Programme genannt, die ganz gezielt auf Smartphones oder PCs aufgebracht werden, um die Kommunikation überwachen zu können.

Offener Brief von CCC, Google, Facebook und anderen; Rechte: WDR/Schieb

Offener Brief von CCC, Google, Facebook und einigen anderen

Polizei braucht eine Möglichkeit zum Abhören

Hintergrund: Da heute praktisch alle Messenger mühelos die Kommunikation verschlüsseln und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht zu knacken ist, müssen Ermittlungsbehörden eben “in” die Geräte der Personen vordringen, die abgehört werden sollen.

Eine solche Möglichkeit muss Polizei in konkreten Einzelfällen haben, um ihre Arbeit machen zu können. Denn wie sonst sollten sich Kriminelle, Attentäter oder Radikale überwachen lassen? Die zentrale … … weiterlesen

Digitaler Impfpass: Wo kommen jetzt die QR-Codes her?

Deutschland wird geimpft. Zwar nicht so schnell wie wünschenswert wäre – aber doch zügiger als noch Anfang des Jahres. Nach jedem Piks gibt’s einen schönen Stempel ins gelbe Heft, eine Unterschrift vom Impfarzt – und einen kleinen Aufkleber, damit sich nachvollziehen lässt, welcher Impfstoff zum Einsatz gekommen ist.

Also genau so, wie wir das in Deutschland bereits seit 1962 machen.

Das gelbe Impfbuch bleibt gültig; komfortabler ist aber der digitale Impfnachweis; Rechte: WDR/Schieb

Das gelbe Impfbuch bleibt gültig: Komfortabler ist der digitale Impfnachweis

Der Digitale Impfnachweis funktioniert europaweit

Geht das denn nicht moderner? Doch – natürlich. Es hätte sich nur jemand drum kümmern müssen.

Demnächst kommt der seit Monaten angekündigte Digitale Impfnachweis. Wer doppelt geimpft ist, kann dann den … … weiterlesen

Twitter testet Kennzeichnung von Tweets

Kürzlich wollte ich einen Tweet retweeten – da zeigt mir meine Twitter-App einen Warnhinweis: Ob ich die Nachricht und den verlinkten Text nicht erst mal lesen möchte, fragt die App, bevor ich ihn weiterreiche…

Guter Punkt. Ein solcher Mechanismus ist zwar kein Garant, dass kein Unsinn mehr verbreitet wird, aber doch zumindest eine Art Katalysator: Denk noch mal nach, lieber User… Reflexhaftiges Weiterleiten lässt sich so ein wenig eindämmen.

Misleading: Twitter-Nachrichten markiert und erweitert; Rechte: WDR/Schieb

“Misleading”: Algorithmen markieren und erweitern Twitter-Nachrichten

Expertin entdeckt neue Funktion

Im anhaltenden (und vermutlich nicht zu gewinnenden) Kampf gegen Falschnachrichten und Desinformation müssen sich die Plattformen ständig neue Dinge einfallen lassen. Laut App-Expertin Jane Manchun Wong experimentiert Twitter aktuell mit drei verschiedenen “Labels”: Kennzeichnungen, die künftig direkt an … … weiterlesen

Wir brauchen strengere Regeln für Influencer

Die Entwicklung ist besorgniserregend: Eine PR-Agentur namens “Fazze” aus London hat viele namhafte Influencer auf drei Kontinenten kontaktiert – alles gewohnt diskret.

Die PR-Profis wollten die Multiplikatoren für eine Desinformations-Kampagne gewinnen. Ihre Aufgabe: Den Biontech-Impfstoff schlecht machen und über eine angeblich steigende Zahl von Todesfällen berichten. Es wurden auch gleich Fake-Statistiken mitgeliefert, wie viele Menschen nach einer Impfung mit Biontech verstorben sein sollen.

Impfdosen; Rechte: WDR/Schieb

Influencer sollten über hohes Todesraten bei Geimpften berichten

Aufgabe: Influencer sollen Biontech dissen

Auch der deutsche Influencer Mr. Wissen2Go Mirko Drotschmann hat das Angebot bekommen – und empört abgelehnt. Aber mindestens zwei Influencer sind der Aufforderung nachgekommen. Einer aus Brasilien und einer aus Indien.

Laut Recherchen vom ARD-Magazin Kontraste und netzpolitik.org stecken russische Quellen dahinter. Die PR-Agentur in London ist … … weiterlesen

Video-Konferenzen: Endlich mehr Augenkontakt

An Videokonferenzen haben wir uns mittlerweile wohl alle mehr oder weniger gewöhnt. Ob im Office, im Home Schooling, an der Universität oder beim Plausch mit Freunden: Videosysteme wie Zoom, Skype, Teams, Facetime und Co. verbinden die Menschen. Sie ermöglichen es, dass wir wenigstens virtuell Kontakt halten.

Aber machen wir uns nichts vor: Nicht jede Videokonferenz ist angenehm.

Center Cam: Kamera in der Mitte des Screen platziert; Rechte: WDR/Schieb

Center Cam: Kamera in der Mitte des Screen platziert

Center Cam: Web-Cam im Zentrum des Displays

Ein Grund: Man kann seinen Gesprächspartnern in der Regel nicht in die Augen schauen. Profane technische Gründe sind die Ursache dafür: Die Kamera ist links, rechts oder oberhalb vom Display angebracht – das Gesicht des Gegenübers aber … … weiterlesen

Und wie viele Eco-Punkte hat Dein Smartphone?

Bessere Kamera, schnellerer Prozessor, mehr Funktionen – und bitte möglichst schick und dünn: Bislang haben Smartphone-Käufer vor allem auf solche Aspekte geachtet, wenn sie sich ein neues Gerät angeschafft haben. Nur “stylische” Geräte mit möglichst viel (neuem) technischen Schnickschnack hatten lange Zeit eine Chance, möglichst viele Kunden zu begeistern.

Eco Rating: Hardware wird nach diversen Aspekten bewertet; Rechte: WDR/Schieb

Eco Rating: Hardware wird nach diversen Aspekten bewertet

Neue Hardware belastet immer die Umwelt

Doch das ändert sich allmählich. Zwar nicht unbedingt rasend schnell, doch es hat sich herumgesprochen: Die Nutzung digitaler Medien verursacht einen hohen CO2-Ausstoß, vor allem das Streaming. Aber auch die Geräte selbst werden alles andere als umweltschonend hergestellt – und entsorgt. Das alles kostet Ressourcen und belastet die … … weiterlesen

Digitalisierung – wer ist da nochmal zuständig, Frau Bär?

Manche Erkenntnis ist so quälend offensichtlich, dass einen nur noch ein humorvoller Umgang damit rettet. Anders lässt es sich nicht erklären, dass wir Deutschen über Funklöcher, Papierformulare in Behörden und völlig unzureichenden Glasfaser-Ausbau nur noch ironische Bemerkungen machen: Weil wir es nicht anders kennen und – schlimmer noch! – gar nichts anderes mehr erwarten.

So funktioniert E-Learning in Deutschland; Rechte: WDR/Schieb

Mangelhafte Digitalisierung: So funktioniert E-Learning in Deutschland

McKinsey: Deutsche sind “Online-Muffel”

Als wäre das noch nicht demütigend genug, präsentieren die Unternehmensberater von McKinsey eine aktuelle Studie. Auch sie belegt mal wieder, wie desaströs es in Deutschland um die Digitalisierung bestellt ist. Allerdings überschreibt McKinsey seine Studie “Deutsche Verbraucher bleiben Europa Online-Muffel”.

Als wären die Verbraucher schuld. Zwar finden sich auch in der Studie … … weiterlesen

NewNew-App: Influencer fernsteuern

Wer Influencern auf Instagram, Youtube, Tiktok und Co. den Vorwurf macht, sie würden für Geld alles tun, wird sich nicht wundern, welche neueste App-Innovation da aus den USA kommt: NewNew – die “Control my life”-App.

Das Motto ist wörtlich gemeint. Mit NewNew können Fans eines sogenannten “Creators” die Kontrolle über sein oder ihr Leben übernehmen. Natürlich nicht über jeden Aspekt des Lebens, aber doch zumindest über ganz bestimmte. Der Creator fragt seine treue Gefolgschaft zum Beispiel: “Was soll ich essen: Japanisch oder italienisch?” Die Fans stimmen ab – und der gehorsame Creator befolgt die Abstimmung

Influencer machen für Geld den größten Unsinn; Rechte: WDR/Schieb

Einige Influencer machen für Geld den größten Unsinn

Was anziehen, essen, trinken oder als nächstes tun?

Auch was … … weiterlesen

Konfusion um WhatsApp-Einstellungen für Gruppen

Aktuell geht ein Kettenbrief auf WhatsApp viral. Überschrieben mit: “„WhatsApp hat letzte Nacht seine Einstellungen upgedatet…“ Darin der Hinweis, dass nun jeder einen zu Gruppen hinzufügen kann – ungefragt und unbemerkt. Darüber berichten auch einige Onlinedienste.

Keine Kleinigkeit. Es macht einen Unterschied, ob an der entsprechenden Stelle “Meine Kontakte” oder die Option “Jeder” ausgewählt ist.

Laut den Fakten-Checkern von Mimikama ist der Inhalt des Kettenbriefs allerdings unzutreffend. Demnach lautete die Einstellung schon immer “Jeder”. Allerdings können WhatApp-User seit April 2019 über die damals neu eingeführte Privatsphäre-Einstellung entscheiden, ob alle, nur “Kontakte” oder bestimmte Personen einen in Gruppen einladen können. Allerdings: Jede/r musste sich selbst drum kümmern – haben aber die wenigsten. Deswegen steht bei den meisten (bei mir auch) “Jeder” in den Optionen.

WhatsApp Kettenbrief

Auch Fremde können Dich in … … weiterlesen

Na hör’ mal: Gestreamte Musik in höherer Qualität

MP3 ist ein Segen: Durch die Erfindung (übrigens eines Deutschen) kann Musik datentechnisch so gut “verpackt” werden, dass Musik und Sprache vergleichsweise wenig Speicherplatz verbrauchen – aber trotzdem gut klingen. Erst durch MP3 konnte Musik den Siegeszug im Netz antreten. Erst illegal – dann legal.

Musik, die Streamingdienste heute so verteilen, beruht noch weitgehend auf diesem Konzept: Die Musik kommt nicht in Top-Qualität an, sondern in nur in guter Qualität, aber in punkto Datenvolumen deutlich reduziert. Damit das mit dem Laden der Musik nicht zu lange dauert und das Speichern im Smartphone nicht zu viel Platz kostet.

Apple Musik bietet Musik in besserer Qualität - ohne Aufpreis; Rechte: WDR/Schieb

“Losless” bedeutet: Ohne jeden Kompromiss bei der Soundqualität

Schnellere Datenleitung – … … weiterlesen

Warum Elon Musk auf grüne Krypto Währungen steht

Elon Musk ist ein Mann mit Ambitionen. Paypal. Tesla. SpaceX. Musk hat schon diverse Unternehmen gegründet – erfolgreiche Unternehmen. Er hat einen guten Riecher und Durchsetzungsvermögen. Keine Frage. Das hat ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht – und zu einem, der Börsen- und Devisenkurse manipulieren kann. Was er schon mehrmals getan hat.

Elon Musk twitter gerne; Rechte: WDR/Schieb

Elon Musk kann über Twitter eine Menge bewegen – und anrichten

Kaum einer hat so viel Einfluss auf Krypto-Kurse wie Musk

Rund 55 Millionen Follower hat Elon Musk auf Twitter. In den letzten Monaten hat er Kryptowährungen wie Bitcoin oder Dogecoin inmer wieder erwähnt und so Einfluss auf die Kurse ausgeübt –  Dogecoin ist eine eher kleine und unbedeutende Kryptowährung, die durch Musk enorme Aufmerksamkeit … … weiterlesen

Ransomware: Wir sind verletzlicher als wir glauben

An der Ostküste der USA hat es in den vergangenen Tagen Hamstereinkäufe gegeben. Nicht wegen Corona, auch nicht wegen eines Hurricane oder Blitzeis – sondern aufgrund einer lahmgelegten Pipeline. Drei von vier Tankstellen der Ostküste hatten tagelang kein Benzin mehr. Die Menschen haben das Benzin teilweise in Plastiktüten nach Hause getragen. Szenen, wie in Weltuntergangs-Filmen aus Hollywood.

Ransomware ist derzeit das größte Problem; Rechte: WDR/Schieb

Pipeline stillgelegt – und Geld erpresst

Ursache dafür sind Engpässe, die Cyberkriminelle verursacht haben. Die Cyberkriminellen sind in die IT-Systeme der größten US-Pipeline eingedrungen – und haben sie kurzerhand still gelegt. Tagelang. Colonial Pipeline ist Opfer einer Ransomware geworden – und sollte ein Lösegeld zahlen. Alle Daten verschlüsselt, alle Systeme abgeschaltet – auf dem Bildschirm nur ein Hinweis: … … weiterlesen

Sorgenkind Twitter: Zwischen Eleganz und Ignoranz

Vor 15 Jahren ist der Kurznachrichtendienst Twitter gestartet. Anders als in anderen Diensten ist die Anzahl der erlaubten Zeichen in einer Nachricht bis heute strikt begrenzt: Anfangs durften es nur 140 Zeichen sein. Weil SMS-Nachrichten maximal 160 Zeichen lang sein durften – und Twitter anfangs nur per SMS funktioniert hat.

Zwitschern - wie ein Vogel, das ist das Motto bei Twitter; Rechte: WDR/Schieb

Zwitschern – wie ein Vogel, das ist das Motto bei Twitter

Kurz und kompakt: Lange Zeit ein Pluspunkt

Die Beschränkung auf wenige Zeichen war lange Zeit eindeutig ein Pluspunkt: Die Menschen haben sich kurz gefasst, nicht so weit ausgeholt – waren mehrheitlich freundlich zueinander. In den ersten Jahren wurde Twitter als Micro-Blogging-Dienst verstanden. Wie … … weiterlesen

Instagram für Kids? Bloß nicht…

Wachstum ist das Zauberwort der Ökonomie – aber häufig genug um jeden Preis, das ist die traurige Realität.

Facebook will weiter wachsen. Nur wie? Über Facebook, WhatsApp, Instagram und Facebook Messenger hat Mark Zuckerbergs Medienkonzern schon einen großen Teil der erwachsenen Weltbevölkerung eingefangen – und ins Daten-saugende-und-Privatsphäre-aufhebende Netzwerk geholt.

Kleines Baby mit Hashtags; Rechte: WDR/Schieb

Schon die ganz Kleinen sollen für Inastagram gewonnen werden

Zuckerberg will auch Kinder ansprechen

Aber warum sind so wenige Kinder online?, hat sich Mark Zuckerberg vermutlich irgendwann gefragt. Und beschlossen: Wir machen jetzt ein knatschbuntes Instagram für Kids unter 13 Jahren. Wir behaupten einfach, das wäre gut für die Kinder und wir würden uns natürlich auch wirklich um sie sorgen, sie hegen und pflegen. Coole Idee – so lässt sich … … weiterlesen

WhatsApp drängelt: Was jetzt passieren müsste…

Respekt an Johannes Caspar.  Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte hat jetzt eine Anordnung gegen Facebook erlassen. In dieser Anordnung wird es Facebook untersagt, “personenbezogene Daten von Whatsapp zu verarbeiten, soweit dies zu eigenen Zwecken erfolgt”. Gemeint ist damit: Schluss mit dem ungenierten Ausschlachten von Nutzerdaten. “Der sofortige Vollzug wurde angeordnet.”

WhatsApp bekommt neue Regeln, die ab 8. Februar gelten sollen; Rechte: WDR/Schieb
User haben keine Wahl – und stimmen deshalb nicht freiwillig zu

WhatsApp: Friss-oder-stirb-Methode

So macht man das. In NRW haben wir zwar auch eine Datenschutzbeauftragte. Zumindest theoretisch. Aber Helga Block unternimmt nichts gegen die Übermacht der großen Konzerne, sie äußert sich nicht und fällt auch ansonsten nicht angenehm auf. Ich habe zum Beispiel schon mehrfach versucht, Statements oder … … weiterlesen

Widerstand gegen IT-Konzerne wie WhatsApp nimmt zu

Schon seit Monaten versucht WhatApp, seine Nutzungsbedingungen anzupassen. Alle aktiven Nutzer sollen den neuen Bedingungen zustimmen, sonst droht Ausschluss – so in etwa hat sich WhatsApp das vorgestellt.

Doch obwohl es in diesem Fall eigentlich nur um eine vergleichsweise kleine Sache geht (WhatsApp will einen Business-Dienst einführen, daher muss es möglich sein, einige Nutzerdaten an Business-Kunden weiterzugeben), wollen die Leute nicht so richtig. Deshalb hatte WhatsApp den ersten Stichtag im Januar auf den 15. Mai verschoben.

WhatsApp ist um eine Funktion ärmer: Kein Export mehr in Deutschland; Rechte: WDR/Schieb

WhatsApp ist der mit Abstand populärste Messenger

Menschen lassen sich nicht mehr alles gefallen

Doch auch der neue Stichtag führt nicht dazu, dass WhatsApp-User begeistert zustimmen.

Das liegt an … … weiterlesen

Künstliche Intelligenz soll für den Spieler spielen

Die Idee liest sich auf den ersten Blick absurd: Eine Künstliche Intelligenz soll Videospiele anstelle der eigentlichen Spielerinnen und Spieler zocken können. Genau diese Idee hat sich der Playstation-Konzern Sony patentieren lassen.

Der Clou: Die KI soll nicht irgendwie vor sich hin spielen, sondern sie soll den Spielstil des Spielers analysieren und nachahmen können. Je mehr sie lernt, umso mehr würde sich der Spielstil dem des menschlichen Vorbilds ähneln. Eigentlich braucht es den echten Spieler dann nicht mehr, die KI selbst könnte ihn ersetzen.

In Teilen der Gaming-Communitys sorgt dieser Gedanke für Unbehagen und Spott. Wer will schon von einem Computerprogramm ersetzt werden? Wer will schon einem Algorithmus beim Spielen zugucken? Einige argumentieren, dass Spiele nur dann Spaß machen, wenn man sie selbst meistert. Wenn man auch die hartnäckigsten Gegner selbst besiegt, ganz alleine, ohne fremde Hilfe.

In der KI steckt mehr drin

Diese Spielefans übersehen aber die Möglichkeiten, … … weiterlesen

Verfahren gegen “KenFM”

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat ein Verfahren gegen das alternative Medienangebot KenFM von Ken Jebsen eingeleitet. Er soll seiner “journalistischen Sorgfaltspflicht” nicht nachgekommen sein. Doch was bedeutet das eigentlich?

Erstes Verfahren dieser Art

Journalistische Sorgfaltspflicht ist der sperrige Begriff dafür, was den Journalismus-Beruf letztlich zu einem großen Teil ausmacht: Das, was veröffentlicht wird, muss auch mit Quellen belegt werden können. Daran scheitern auch Journalisten nicht so selten.

Die Verlage haben ein eigenes Gremium, das solche Fehler rügt, den Presserat. Bei den Öffentlich-Rechtlichen übernehmen diese Aufgabe die Rundfunkräte. Allen steht die Möglichkeit offen, sich bei diesen Institutionen zu beschweren.

Viele Onlineangebote haben nicht so ein Korrektiv. Seit Ende letzten Jahres sind dann die Medienanstalten dafür zuständig. Das Verfahren gegen KenFM ist das erste dieser Art und deshalb von besonderer Bedeutung. Das Verfahren wird zeigen müssen, wie Desinformation eingedämmt werden kann.

Artikel könnten aus … … weiterlesen

Prominente Musiker fordern: Weniger Liedschnipsel im Netz

Was haben Helene Fischer, Die Ärzte und Herbert Grönemeyer gemeinsam – außer, dass sie bekannte Musiker sind und umsatzmäßig zweifellos eher auf der Sonnenseite der Künstlergemeinschaft stehen? – Darauf kommt man nicht so leicht: Sie alle haben – mit zahlreichen weiteren Künstlerinnen und Künstlern – einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie deutlich strengere Regeln im Netz fordern.

Selbst einige wenige kurze Takes aus “Atemlos”, “Bochum” oder “Schrei nach Liebe” sollen im Netz nicht mehr gespielt werden dürfen. Jedenfalls nicht, ohne dass Lizenzen gezahlt werden.

Upload-Filter müssen entscheiden: Guter Inhalt, böser Inhalt; Rechte: WDR/Sxhieb

Upload-Filter müssen entscheiden: Guter Inhalt oder schlechter Inhalt

Bundestag arbeitet an neuem Urheberrecht

Hintergrund: Die Bundesregierung ist gerade dabei, das Urheberrecht neu zu formulieren. Das ist nötig, weil die EU mit der umstrittenen Urheberrechtsreform einen … … weiterlesen

Donald Trump versucht’s mit Pseudo-Twitter

Donald Trump ist wieder online – zumindest ein bisschen. Nachdem praktisch alle namhaften Plattformen den Ex-Präsidenten aus ihren Angeboten verbannt – und bislang auch nicht wieder freigeschaltet – haben, ging das Gerücht um, Donald Trump könnte eine eigene neue Plattform starten, die nicht nur seinen Anhängern gefallen könnte.

Das Layout des Blogs erinnert an Twitter; Rechte: WDR/Schieb

Das Layout des Blogs erinnert an Twitter

Ein Blog, der ein bisschen aussieht wie Twitter

Doch so ist es nicht gekommen. Donald Trump hat einen simplen Blog gestartet. Das Layout erinnert ein wenig an die Twitter-Ästhetik. Auch fasst sich der Ex-Präsident beim Austeilen seiner Freundlichkeiten – aktuell etwa gegen seine Erzrivalin Liz Cheney, die ebenfalls Republikanerin ist – sehr kurz. Nicht nur das Layout … … weiterlesen

Neue Kryptowährung “Chia” sorgt für Engpass bei Festplatten

Weil Kryptowährungen wie der Bitcoin (es gibt noch viele andere) komplett virtuell sind, können sich die meisten gar nicht vorstellen, welcher ungeheure Aufwand betrieben werden muss, um die Währung am Laufen zu halten. Allein der Bitcoin soll jährlich rund 134 Terawattstunden an Strom verbrauchen – das ist mehr als das komplette Land Argentinien. Deutschland hat übrigens 2020 rund 540 Terawattstunden verbraucht, Tendenz: sinkend.

Die neue Kryptowährung "Chia" geht jetzt an den Start; Rechte: WDR/Schieb

Die neue Kryptowährung “Chia” geht jetzt an den Start

Kryptowährungen haben einen enormen Energiebedarf

Gleichzeitig sorgt insbesondere der Bitcoin immer wieder für einen Mangel. So sind leistungsfähige Grafikkarten häufig ausverkauft und heillos überteuert. Grund: Die Grafikkarten rechnen schnell – und eignen sich ideal zum “Schürfen” – … … weiterlesen

Epic Games vs. Apple: Battle um die Vorherrschaft

Ein neues Auto. Hurra!

Wie schick es doch ist. Diese schönen Formen. Die Farbe – der Lack! Im Innenraum Komfort satt. Da will man sich doch gleich reinsetzen und losfahren …

Doch was ist das? Das Autoradio spielt nur Sender, die der Autohersteller genehmigt. Getankt werden darf nur mit der Tankkarte des Herstellers, der bei jedem Tankvorgang Provision abzwackt. Die Reifen dürfen nur in der Vertragswerkstatt ersetzt werden – natürlich nur durch Modelle, die der Autohersteller zertifiziert.

Apples App-Store bietet mehr Hintergrundinfos über die Nutzung persönlicher Daten; Rechte: WDR/Schieb

Apple entscheidet, was im App-Store landet und was nicht

Apple entscheidet, was aufs Handy darf

Unvorstellbar? Bei Autos zum Glück schon. Bei Handys keineswegs – da ist so ziemlich genau das … … weiterlesen

Presseförderung: Altmaier scheitert kläglich

220 Millionen Euro hatte Peter Altmaiers Bundeswirtschaftsministerium den Presseverlagen für die „digitale Transformation“ versprochen. Trotz jahrelanger Planungen wird daraus aber nichts aus der Presseförderung, wohl auch wegen rechtlicher Bedenken. Die Verlegerverbände sind deshalb extrem sauer. Zu Recht?

Scheitern mit Anlauf

Eigentlich ging es darum, darum, dass die Verlage bei der Zeitungszustellung eine Förderung erhalten. Im vergangenen Jahr kam das Bundeswirtschaftsministerium relativ plötzlich auf die Idee, den Verlagen bei dem Sprung ins Digitale zu helfen. Es ging darum Geschäftsmodelle anzupassen, damit die Verlage auch im Internet profitabel werden.

Personen mit Virtual-Reality-Brillen

Mit der Presseförderung sollte “neue” Technik Einzug halten. So sollten beispielsweise VR-Brillen den Verlagen finanziert werden.

So sehr die Verlage das Geld haben wollten, die Verleger wollten auf keinen Fall in den Verdacht geraten, dass … … weiterlesen

Ein Pakt mit Folgen: Facebook News geht an den Start

Viele Menschen – nach meinem Geschmack sind es viel zu viele – “informieren” sich heutzutage vor allem oder ausschließlich auf Plattformen wie Facebook, Youtube oder Instagram. Mit unabsehbaren Folgen. Denn wie wir alle wissen, sind “Soziale Netzwerke” alles andere als eine seriöse Informationsquelle.

Echte, wahre Nachrichten aus seriösen Quellen haben es schwer, sich auf Facebook und Co. durchzusetzen.

Zeitungen gestapelt am Kiok; Recht: WDR/Schieb

Facebook kooperiert mit Inhalteanbietern in Deutschland – für eigenen “News”-Bereich

Offizieller Startschuss am 1. Mai

Doch jetzt (1. Mai) startet Facebook auch in Deutschland seinen “Facebook News”-Bereich. Zeitungsverlage und Internetplattformen bestücken den News-Bereich mit Inhalten. Zum Start in Deutschland solle es rund 100 Verlagspartner sein, die mitmachen – darunter Spiegel, taz, Heise, Tagesspiegel, Gruner+Jahr und viele andere.

Betreut wird der Bereich … … weiterlesen

Apple beschränkt Tracker: Werden Apps jetzt teurer?

Es gibt eindeutige Krisengewinnler. Die Tech-Konzerne zum Beispiel – und Google ganz besonders: Der Konzern hat gerade einen neuen Rekordumsatz von 55,3 Milliarden Dollar im ersten Quartal bekannt gegeben. Google profitiert davon, dass die Menschen mehr zu Hause, mehr online sind. Online-Werbung ist ein riesiges Geschäft.

Solche Meldungen werden Apple-User künftig häufiger sehen; Rechte: WDR/Schieb

Apple Tracking Transparency: Solche Meldungen werden Apple-User künftig häufiger sehen

Apple schränkt Tracker erheblich ein

Und da kommt Apple und führt die längst angekündigten Veränderungen beim mobilen Betriebssystem iOS ein. Mit serienmäßig eingebautem “Anti Tracking Transparency”, kurz ATT.

Mit erheblichen Folgen: Das neue iOS 14.5 schränkt Apps auf iPhone und iPad erheblich ein. Nutzer bekommen unmissverständliche Warnhinweise, wenn ein oder mehr Tracker installiert werden … … weiterlesen

Wir regeln das: Gezähmte KI in Europa

Künstliche Intelligenz (KI) ist zu einem regelrechten Modebegriff verkommen. Überall fällt das Buzzword – um Aufmerksamkeit zu generieren und/oder besondere Fortschrittlichkeit zu suggerieren. Das klappt auch häufig, denn noch verbinden die meisten Menschen mit KI etwas Positives. Sie glauben, die Dinge würden mit KI besser: Schnellere und bessere Entscheidungen.

Die Funktionsweise von KI ist komplex; Rechte: WDR/Schieb

Die Funktionsweise von KI ist komplex

“Social Scoring” soll in Europa verboten sein

Das ist allerdings ein Trugschluss. KI bietet enorme Chancen, etwa in Forschung, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft. Allerdings kann sich KI auch ganz leicht gegen uns wenden. Natürlich nicht à la “Terminator”, indem die Technik aus eigenem Willen aufbegehrt, sondern eher durch den bewussten Einsatz gegen die Interessen der Allgemeinheit. So eignet sich KI zum … … weiterlesen

#allesdichtmachen: Ein eindrucksvolles Beispiel von Erregungsökonomie

Die jüngste Kampagne #allesdichtmachen zeigt – wie viele andere in der jüngsten Vergangenheit auch. Wir leben faktisch in einer strikten Erregungsökonomie: Nur was empört, wird gesehen, gehört und gelesen.

Was die sogenannten “Sozialen Netzwerke” betrifft, ist das freilich längst eine Binsenweisheit. Wir wissen im Grunde, wie Facebook, Youtube, Instagram und Co. funktionieren: Algorithmen machen solche Inhalte aus ökonomischen Gründen sichtbarer und sorgen so für die beschleunigte Verbreitung von Inhalten, die Menschen aufregen oder empören.

Google Trends zeigt: Nicht mal 36h relevant; Rechte: WDR/Schieb

Google Trends zeigt: #allesdichtmachen nicht mal 36h relevant

Wir tappen immer wieder in dieselbe Falle

Die Algorithmen bestimmen die Debatte. Wir wissen es – tappen aber trotzdem allesamt immer wieder in die Falle: Die Community empört sich, wenn uns Facebook, … … weiterlesen

“Recht auf schnelles Internet”: Wer’s glaubt…

Lahmes Internet: Zu Hause, unterwegs – überall. In Deutschland leider keine Seltenheit, sondern traurige Realität. Laut Bericht der Bundesnetzagentur erreichen nicht mal drei Viertel der Bundesbürger zu Hause die Hälfte(!) des eingekauften Datentempos. Nur ein Viertel erreicht das maximale Datentempo. Ein Armutszeugnis!

DSL-Anschlüsse in Deutschland: Teuer, aber langsam…

Vor allem, wenn man bedenkt, dass DSL-Anschlüsse in Deutschland teurer sind als in den meisten anderen Ländern Europas. Jetzt hat die Bundesregierung eine Art “Recht auf schnelles Internet” beschlossen. Man kann sich leicht ausmalen, warum gerade jetzt: Bald sind Bundestagswahlen. Und da wollen die Regierungsparteien den Eindruck erwecken, sie hätten was für die Digitalisierung getan.

Haben sie aber nicht. Denn hätten sie, dann wäre das schnelle Internet bereits da – auch auf dem Land. Und wir bräuchten nicht einen Rechtsanspruch darauf.

Glasfaserausbau in Deutschland; Rechte: WDR/Schieb… weiterlesen

Apple: Suchen und Finden per AirTag

Wo sind nur meine Schlüssel? Wo habe ich meine Sonnenbrille hingelegt? Um auf solche Fragen künftig Antworten parat zu haben, hat Apple jetzt sogenannte “AirTags” vorgestellt: Ein neues Gadget, das dabei helfen soll, Dinge zu finden.

Die Idee: Mit der “Wo ist?”-Funktion lassen sich Apple-Gerät schon länger aufspüren. Alles, was einem gehört (und mit dem eigenen Apple-Konto registriert ist), lässt sich damit aufspüren. In der Onlinekarte auf dem Phone ist dann der aktuelle Aufenthaltsort zu sehen. iPhone, Macbook, iPad, Kopfhörer – lässt sich alles finden. Auf Wunsch geben die Geräte auch einen unangenehmen Ton von sich, damit man sie leichter findet.

AirTags verraten den genauen Standort; Rechte: WDR/Schieb

AirTags verraten den genauen Standort – zu Hause auf Zentimeter genau

AirTags verraten jederzeit den Standort

Dieses … … weiterlesen

Facebook will, dass wir zuhören: Audios und Podcasts kommen

Der Audio-Markt boomt – gar keine Frage. Zwar hat die Audio-Plauder-App namens Clubhouse nicht mehr ganz den Hype, den sie vor wenigen Wochen noch hatte. Aber: Clubhouse ist immer noch da. Und hat vor kurzem ein Modell vorgestellt, das sich als interessant erweisen könnte: Clubhouse-User können künftig Gebühren berechnen. Wie bei einem öffentlichen Vortrag.

Aber auch Podcasts laufen gut: Es werden immer mehr – und viele der Angebote sind richtig gut gemacht. Alle reden über Videos, aber Audios rocken derzeit. Das ist auch Mark Zuckerberg offensichtlich nicht verborgen geblieben. Auf der ständigen Suche nach neuen Trends setzt Facebook jetzt verstärkt auf Audios. Zwar hat Facebook bereits vor einigen Jahren mal eine Audio-Offensive angekündigt, aber dann nicht wirklich durchgezogen.

Clubhouse App; Rechte: WDR/Schieb

Die … … weiterlesen

Berechtigte Kritik am geplanten “Instagram für Kinder”

Der Künstler Andy Warhol hat es vorausgesehen: Künftig wird jeder für 15 Minuten berühmt sein. Netzwerke wie Instagram oder TikTok sind der Versuch, diese 15 Minuten Ruhm immer wieder zu ergattern. Mit spektakulären Aufnahmen, mit Stunts, mit Lip-Sync-Gesang und vielen anderen Dingen.

Man mag davon halten, was man möchte. Doch Netzwerke wie Instagram gehören zweifellos heute für die meisten zum Lifestyle dazu – ganz besonders für junge Menschen, die damit groß werden. Verantwortungsbewusste Eltern stellen sich die Frage, ab welchem Alter sie ihren Kindern den Zugang zu diesen Netzwerken gewähren wollen.

Facebook und Instagram

Facebook plant ein Instagram für Kinder unter 13

Der Druck nimmt möglicherweise zu. Denn geht es nach Mark Zuckerberg – selbst Vater -, kann es zumindest mit Instagram gar … … weiterlesen

Google Earth erlaubt spannende Zeitreisen

Im andauernden Corona-Getöse gehen viele kleine Meldungen unter, die eigentlich auch interessant sind. So zum Beispiel die über eine neu eingeführte Funktion in Google Earth.

Google hat das wohl größte Update seit Jahren für den beliebten virtuellen Online-Globus vorgestellt: Google Earth beherrscht jetzt nicht nur drei Dimensionen, sondern vier.

Bis zu 37 Jahre zurück in der Zeit

Bedeutet: Wer mag, kann auch gewissermaßen in der Zeit reisen. Nicht nur, um einen Eindruck von den natürlichen Veränderungen zu bekommen, sondern vor allem, um die Einflüsse vom Klimawandel und Naturzerstörung sichtbar zu machen.

So ist es in ausgewählten Gegenden kein Problem, sich die Entwicklung in den letzten 37 Jahren anzuschauen. Im Time Lapse – also als Zeitraffer. So lässt sich mit Hilfe von Google Earth zum Beispiel sehen, wie Regenwälder abgeholzt werden, wie Gletscher schmelzen oder wie sich Städte wie New York City im Laufe der Zeit verändert haben.

Googles hat … … weiterlesen

Digitaler Impfnachweis: Nun doch ohne Blockchain – aber in der App

Die Zahl der in Deutschland geimpften Menschen steigt. Zwar bislang nicht im wünschenswerten Tempo, doch aller Voraussicht nach nimmt die Impfkampagne nun immerhin Fahrt auf. Deshalb stellt sich nun immer drängender die Frage: Wie sollen Menschen nachweisen können, dass sie bereits geimpft sind? Denn es wird zukünftig immer häufiger Situationen geben, wo das eine Rolle spielt – etwa auf Reisen.

Jede vollständige Impfung muss nachgewiesen werden; Rechte: WDR/Schieb

Jede vollständige Impfung muss nachgewiesen werden

Doch nicht in der Blockchain

Während es im Ausland längst Lösungen gibt, die gut funktionieren, wird in Deutschland noch darüber nachgedacht – und gestritten -, wie so eine Lösung aussehen soll. Noch vor einigen Wochen war zum Beispiel geplant, den durch IBM, Bechtle und Ubirch entwickelten “Digitalen Impfnachweis” auf … … weiterlesen

Deutscher Computerspielpreis für Gamerin “Gnu”

Es gibt derzeit kein Computerspiel mit einem deutscheren Namen: “Dorfromantik”. Die Spielerinnen und Spieler bauen dort malerische Landschaften. Das macht Spaß, ist entspannend und hat beim Deutschen Computerspielpreis 2021 den Nachwuchspreis und den Preis fürs beste Gamedesign bekommen.

Ein klein wenig Oscar-Feeling

Mit allem was dazu gehört: eine Laudatio mit großen Worten, ein sichtlich gerührter Preisträger, 95.000 Euro als Preisgeld, Ruhm und Ehre. Für das Studententeam Toukana ein riesiger Erfolg.

Wegen solchen Auszeichnungen ist der Deutsche Computerspielpreis für die Branche wichtig. Die vier Studenten von Toukana sind in diesem Sektor angekommen und die Chancen stehen gut, dass wir von dem Team noch mehr hören werden in Zukunft.

DORFROMANTIK ist sooooooo gut! Suchtgefahr, wunderschön und voller Liebe und kleiner Details. Hab mich sehr verliebt – Glückwunsch! #derdcp pic.twitter.com/gXGNs5khWV

— Sloth Wizard (@RottenHedgehog) April 13, 2021

Stars sind sie damit nicht geworden. In der … … weiterlesen

Luca-App: Schwere Sicherheitslücke in den Schlüsselanhängern

“An die Daten kommt nur das Gesundheitsamt”, sagte Smudo im März im rbb. “Das heißt, wenn Sie die Daten wollten, müssten Sie händisch in das Gesundheitsamt einbrechen.” Mit diesen Worten reagierte Smudo als Markenbotschafter der Luca-App auf die Kritik von Datenschützerinnen und Sicherheitsexperten.

Jetzt stellt sich heraus: Es ging auch ganz ohne Einbruch – zumindest für den Teil der Luca-Nutzer, der nicht die App selbst, sondern deren Schlüsselanhänger nutzt. Mehr als 100.000 dieser Schlüsselanhänger wurden bisher verteilt, 30.000 Stück zum Beispiel im Kreis Warendorf. Wer sie nutzen möchte, zeigt den darauf befindlichen QR-Code im Restaurant oder Frisörladen vor und wird so registriert – eine Lösung für Menschen, die kein modernes Smartphone besitzen.

Eine Gruppe von IT-Experten hat nun eine schwere Sicherheitslücke in diesem System entdeckt. Ihnen reichten Fotos von Schlüsselanhängern mit QR-Codes, um sämtliche Check-ins der vergangenen 30 … … weiterlesen

Neue Software: Keine Beleidigungen beim Zocken mehr

Ach, könnte man Hatespeech, Rassismus und Beleidigungen doch nur auf Knopfdruck aus der Welt verbannen. Dann würden sich Menschen nur noch mit Respekt, ohne jedes Ressentiment, ohne Vorurteile und mit besten Manieren begegnen.

Klingt zweifellos verlockend – ist aber nicht besonders realistisch.

Einfach abschalten, wenn man keine Schimpfwörter hören will; Rechte: WDR/Schieb

Einfach abschalten, wenn man keine Schimpfwörter hören will

KI-Filter macht aus aggressiven Begriffen ein “Piep”

Chip-Hersteller Intel hat jetzt vor, verbale Äußerungen “wegzufiltern”. Die Idee: So wie ein Kopfhörer mit “Noise Reduction” (ANC), der Umweltgeräusche mit Hilfe technischer Gimmicks leiser bis unhörbar macht, will Intel Kopfhörern ermöglichen, Beleidigungen, N-Wörter und Hetze einfach auszublenden – so als wären sie gar nicht da.

Das ist kein Scherz. In der Welt der Online-Games … … weiterlesen

Markt für Spiele-Apps zum Kaufen so gut wie tot

Der Markt für Videospiele in Deutschland ist gewachsen. Diese Meldung vom Branchenverband Game gibt es seit Jahren immer wieder aufs Neue. Spannend aber: Der größte Wachstumstreiber sind die Spiele-Apps, also Games für Smartphones und Tablets. Dabei zeigt ein genauer Blick auf die Zahlen: Der Markt für Spiele-Apps zum Kaufen ist so gut wie tot.

Bezahlt wird nur noch für In-App-Käufe

2,275 Milliarden Euro haben die Menschen in Deutschland voriges Jahr für Gaming-Apps ausgegeben. Aber: Nur elf Millionen Euro davon wurden für neue Spiele ausgegeben. Der Rest, etwa 99,6 Prozent, ging für In-App-Käufe in den F2P-Spielen, den Free-to-Play-Games, drauf.

Fortnite-Stand auf der Gamescom. Bild: picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke

https://blog.wdr.de/digitalistan/wp-content/uploads/sites/2/2021/04/210408_ingamekauf.mp3

Felix Falk vom Game … … weiterlesen

Facebook Leak: Praktischer Schnelltest für jeden

Seit einigen Tagen ist bekannt: Die Ende 2018 durch Ausnutzen von Sicherheitslücken bei Facebook abgegriffenen persönlichen Daten von 533 Millionen Nutzern sind in einem Forum für Cyberkriminelle aufgetaucht – und damit für jeden mit dem nötigen Know-how frei verfügbar. Man muss kein Meister-Hacker sein, um sich die Daten zu beschaffen und auszunutzen.

Facebook und Messenger Logo; Rechte. WDR/Schieb

533 Millionen Nutzer sind betroffen

Cyberkriminelle werden die abgegriffenen Daten missbrauchen

Und genau das wird jetzt passieren: Da Cyberkriminelle Zugang zu sensiblen Daten von Millionen Nutzern haben – davon allein sechs Millionen aus Deutschland -, werden sie die Daten auch missbrauchen. Vermutlich vor allem für Phishing-Attacken. Denn wer den Namen kennt, das Geburtsdatum, den Wohnort und auch Mail-Adresse und Rufnummer, kann E-Mails oder SMS-Nachrichten fälschen, die täuschend … … weiterlesen

Update der Corona Warn App: Check-In und Schnelltests inklusive

Konkurrenz belebt eben doch das Geschäft. In den letzten Wochen und Monaten spricht die Öffentlichkeit viel über die Luca-App, die Papierlisten in Restaurants und Co. ablösen und Infektionsketten schneller unterbrechen helfen will. Viele stellen da die Frage: Wieso kann die Corona Warn App das nicht – und warum wird die nicht entschlossener weiter entwickelt?

Die Corona Warn App - demnächst geht es auch ohne; Rechte: WDR/Schieb

Die Warn-Funktion wird erweitert: Nicht nur Bluetooth, sondern auch QR Code

Wer scannt denn da: Check-In mit der CWA

Jetzt kommt endlich was in Bewegung. Die Corona Warn App – mit knapp 26 Mio. Downloads immerhin recht gut verbreitet – bekommt ein ordentliches Update verpasst. “Nach Ostern” soll es so weit sein, ist zu hören … … weiterlesen