Neues Geschäftsmodell: Wenn Autos zu Datenkraken werden

Der kalifornische Autobauer Tesla hat am Freitag den Big Brother Award als “Datenkrake auf vier Rädern” bekommen. Auch das ARD-Magazin “Kontraste” hat sich intensiver angeschaut, welche Daten in einem ein modernen Elektrofahrzeug von Tesla so anfallen.

Die ungenierte Datensammelwut von Autoherstellern wie Tesla gerät in den Fokus und in die Kritik. Völlig zu Recht: Denn wer möchte schon, dass das eigene Auto – komplett durchdigitalisiert – Persönlichkeitsprofile wie Alexa erstellt und die Daten ungefragt weitergibt?

Genau das steht aber zu befürchten. Ein Tesla-Fahrzeug bekommt alles mit: Ob wir zu schnell fahren, ob wir hektisch bremsen oder gerne mit offenem Fenster durch die Innenstadt cruisen. Ob wir artig blinken und sowieso, wo wir immer wieder hinfahren (das wissen mittlerweile selbst Google, Apple, Facebook und Co. – dank Smartphone in der Tasche).

Bis zu ... <a href=… weiterlesen

Marktmacht: Wie Amazon die Konkurrenz aussticht

Es gibt so viele Dinge, die einem an Amazon gefallen können: rund um die Uhr erreichbar, gigantisches Angebot, bequem, alles wird nach Hause geliefert – häufig kostenlos. Und Amazon gibt sich in der Regel wirklich Mühe beim Kunden-Service: Reklamationen werden seriös bearbeitet, bei berechtigtem Anliegen auch das Geld erstattet.

Beim Kundenkontakt macht der Konzern zweifellos eine Menge richtig. Kein Wunder, dass Amazon so erfolgreich ist. Allerdings bezahlen wir alle einen hohen Preis dafür – doch der ist weitgehend unsichtbar.

Neben ökologischen Aspekten und der Tatsache, dass der kostenlose Paketversand auf dem Rücken in der Regel schlecht bezahlter Mitarbeiter erfolgt, kommen noch weitere dazu. Meiner Ansicht nach der gewichtigste: Unlautere Verzerrung des Marktes.

Jeff Bezos hat gut Lachen: Unternehmen schreibt eigene Regulierung für Gesichtserkennung; Rechte: Amazon/WDR/Schieb… weiterlesen

100 Tage Corona Warn App: “Sie hätte effektiver sein können”

Vor ziemlich genau 100 Tagen ist sie an den Start gegangen: die Corona Warn App der Bundesregierung. Seitdem ist die durchaus auch umstrittene App rund 18,2 Millionen Mal geladen worden – zumindest nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch Instituts (RKI).

Apple-User sind offensichtlich eher bereit, die App zu installieren, als Google-User. Denn trotz des erheblich geringeren Marktanteils des iPhones machen die Apple-User beinahe die Hälfte der Downloads aus.

Die Corona Warn App - demnächst geht es auch ohne; Rechte: WDR/Schieb

Die Corona Warn App verrichtet ihren Dienst diskret: Die aller meisten User kennen diesen Anblick

Unklar, wie viele die App noch benutzen

Wie viele Menschen die App auch tatsächlich (noch) benutzen, ist nicht bekannt. Darüber gibt es aus Datenschutzgründen … … weiterlesen

Foto-Erkennung: Twitter bevorzugt helle Hautfarbe

Wie mächtig Algorithmen sind, fällt uns immer nur dann auf, wenn etwas Ungewöhnliches oder Dramatisches passiert. Oder wenn sich jemand intensiv damit beschäftigt – und intelligent die Ergebnisse in Frage stellt.

Genau das haben am Wochenende einige User getan: Sie haben emsig auf Twitter Fotos verteilt und geschaut, wie die Twitter-Algorithmen damit umgehen. Denn wenn Fotos nicht die perfekten Maße haben – also 16:9 -, werden sie von Twitter-Algorithmen automatisch “bearbeitet”, damit sie in die Timeline passen.

Die Algorithmen schneiden die Fotos dann zu (Fachbegriff: croppen). Nur ein Ausschnitt taucht in der Timeline auf. Aber welcher Ausschnitt soll das sein? Darüber entscheidet der Twitter-Algorithmus. Er legt fest, welcher Teil des hochgeladenen Fotos oder Bildes erst mal zu sehen ist. Erst wenn ein User auf die Preview klickt, erscheint das komplette Bild.

Ganz schön irritierend, wie der ... <a href=… weiterlesen

Big Brother Award an Tesla und Seehofer

Datenschutz ist nicht nur ein Wort, sondern eine Notwendigkeit – und liegt dem Verein Digitalcourage aus Bielefeld ganz besonders am Herzen. Denn häufig wird erst dann über Datenschutz gesprochen, wenn es schon zu spät ist. Wenn sich die Uhr nicht mehr zurückdrehen lässt.

Die Personenkennziffer soll jeden Bürger eindeutig identifizierbar machen; Rechte: WDR/Schieb

Geplant: Jedem Bundesbürger seine Nummer, um Verwaltungsaufgaben zu erleichtern

Seit 20 Jahren Datensünder aufspüren

Darum ist es so wichtig, dass es den Big Brother Award gibt. Bereits seit 20 Jahren vergibt der Verein Digitalcourage einmal im Jahr den wenig erstrebenswerten “Preis” – und das in gleich mehreren Kategorien. Die Jury des Big Brother Award will den Finger in die Wunde(n) legen, die Sensibilität für Datenschutz in der Gesellschaft erhöhen – und im … … weiterlesen

Cyber-Angriffe auf Kliniken sind einfach nur widerlich

Die Uniklinik Düsseldorf (UKD) befindet sich seit Tagen im Ausnahmezustand. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist eine Sicherheitslücke im VPN-Gateway verantwortlich für die Angriffe. Ein Sicherheitsleck, das schon länger bekannt ist. Zwar wollten die Angreifer wohl in die Uni Düsseldorf, sind aber am Ende in der Uniklinik gelandet.

Was deutlich zeigt: Die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern und Kliniken ist extrem fragil – und muss unbedingt besser geschützt werden. Das gilt auch für medizinische Geräte, bis hin zu Beatmungsgeräte und Herzschrittmachern, die mitunter über das Netz angreifbar sind. Die Anforderungen an die Sicherheit können hier gar nicht hoch genug sein.

Wer Kliniken angreift, riskiert Tote; Rechte: WDR/Schieb

Wer Kliniken angreift, riskiert gesundheitlichen Schaden und sogar Tote

Zahl der Angriffe auf medizinische Einrichtungen explodiert

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich die … … weiterlesen

Dr. Apple Watch: Noch mehr Gesundheitsdaten

Ist es nur ein leichtes Schnarchen – oder Symptom für ein größeres Problem, vielleicht sogar obstruktive Schlafapnoe? Die neue Apple Watch Series 6, die Apple vergangene Nacht (15.09.2o20) in einer der wohl schnellsten und kürzesten Online-Shows (und das nur online, ohne Applaudierende) präsentiert hat, kann dabei helfen, die Antwort zu liefern. Denn wie erwartet hat Apple seiner Watch 6 nun ein weiteres Messinstrument spendiert: ein Pulsoxymeter.

Apple Watch Series 6: Kann auch Sauerstoffgehalt messen; Rechte: WDR/Schieb

Apple Watch Series 6: Kann auch Sauerstoffgehalt messen

Pulsoxymeter: Wie viel Sauerstoff ist im Blut?

Pulsoxymeter? Klingt nicht eben sexy – und kommt aus der Welt der Medizin. Denn ein Pulsoxymeter misst den Sauerstoffgehalt im Blut. Der sollte bei 93 bis 99% liegen, das ist der Normbereich. Fällt … … weiterlesen

Youtube Shorts: So will Google TikTok Konkurrenz machen

Was macht ein Unternehmen, das durch starke Konkurrenz bedroht wird? Preise senken – geht aber nicht, wenn die angebotene Dienstleistung nichts kostet. Besser sein – auch nicht einfach, wenn man doch eigentlich Platzhirsch ist. Bleibt nur noch: Die guten Ideen dreist kopieren – und genau dafür hat sich jetzt Google entschieden.

TikTok bedrängt Youtube – und Google reagiert

Googles Videoplattform Youtube ist ohne jeden Zweifel Marktführer im Online-Video-Geschäft. Aber wer auch nur einigermaßen aufmerksam ist, kann beobachten, wie TikTok dem Marktriesen den Rang abläuft. Hier ein bisschen, dort ein bisschen – vor allem junge User halten sich lieber auf TikTok auf als auf Youtube, Facebook oder Instagram.

Google zieht die Reißleine, indem der Onlinekonzern einen neuen Dienst startet: Youtube Shorts.

TiKTok ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt; Rechte: WDR/Schieb… weiterlesen

TikTok-Übernahme – sticht Oracle noch Microsoft aus?

Da kann man mal sehen, wie mächtig ein US-Präsident ist. Als Donald Trump vor einigen Wochen den Entschluss gefasst hat, TikTok nicht länger so im Land zu dulden und die Übernahme durch ein US-Unternehmen zur Bedingung gemacht hat, damit TikTok in den USA nicht verboten wird, haben das viele für eine Finte gehalten. Für eine weitere Machtdemonstration, die China lediglich zeigen soll: Seht her, wenn ich wollte, könnte ich…

Douyin: Die chinesische Version von TikTok; Rechte: WDR/Schieb

Die chinesische Mutter erschewert die Übernahme von TikTok in den USA

Nicht Microsoft, sondern Oracle

Und jetzt? Trump hat sich ganz offensichtlich durchgesetzt: TikTok verhandelt nicht mehr mit Microsoft, sondern mit Oracle – und steht womöglich kurz vor dem Abschluss. Keine komplette Übernahme, wie das Handelsblatt berichtet, … … weiterlesen

Unnötige Verwirrung bei Corona Warn App

Seit fast vier Monaten haben wir die Corona Warn App in Deutschland. Sie ist besser geworden, als viele Kritiker vorher gedacht haben – aber fehlerlos ist sie auch nicht.

Ausgerechnet ein Update bei Apples Betriebssystem iOS stiftet nun mitunter Verwirrung: Wer als iPhone-Besitzer das seit 1. September erhältliche iOS 13.7 bereits geladen hat, bekommt möglicherweise ein höheres Risiko angezeigt, als er eigentlich hat.

Die Entwickler der App weisen in einem Blogeintrag ausdrücklich auf dieses Problem hin. Unter Android und älteren iOS-Versionen gibt es diese Schwierigkeit nicht.

Seit iOS 13.7 ist Apples mobiles Betriebssystem mit einer eigenen Tracing-Funktion ausgestattet; Rechte: WDR/Schieb

Seit iOS 13.7 ist Apples mobiles Betriebssystem mit einer eigenen Tracing-Funktion ausgestattet

“Exposure Notifcations Express” stiftet Verwirrung

Doch die … … weiterlesen

Glasfaser hui, Mobilfunk pfui – durchwachsene Ökobilanz für Streamer

Fast alles läuft heute digital. Dass dabei Energie verbraucht wird, macht sich für die meisten nur durch die lästige Notwendigkeit des regelmäßigen Aufladens des Handy-Akkus bemerkbar. Was sich im Hintergrund alles abspielt und welcher Aufwand nötig ist, damit Datenpakete aus jedem Winkel der Erde zu uns nach Hause oder ins Smartphone finden, bleibt unsichtbar – und ist den meisten daher auch nicht wirklich klar.

Deshalb ist es wichtig, noch mal festzustellen: Digitalisierung verbraucht enorm viel Energie. Jeder Mausklick, jedes Tippen auf ein Icon, und vor allem jede gestreamte Episode der Lieblingsserie hinterlässt einen CO2-Fußabdruck.

Netflix streamt im Smartphone; Rechte: dpa/Picture Alliance

Auf dem Smartphone per Mobilfunk zu streamen, verbraucht am meisten Energie

Aktuelle Studie: Glasfaser am klimafreundlichsten

Nur: Wie groß ist der? Die Forschungslage dazu … … weiterlesen

Fehler im System: Wenn Suizid-Videos bei TikTok kursieren

Ein Mann bringt sich selbst um – und streamt den Suizid live auf Facebook. Was sagt es über unsere Welt aus, wenn Menschen auf eine solche Idee kommen?

Ich möchte nicht über die Motive spekulieren. Wohl aber mein völliges Unverständnis darüber äußern, wieso es immer wieder vollkommen von jeder Verantwortung Entkoppelte gibt, die so ein Video nicht nur anschauen, sondern auch noch weiter verbreiten.

TiKTok ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt; Rechte: WDR/Schieb

TikTok wird vor allem von Minderjährigen genutzt

Live gestreamt und x-fach kopiert

Die Aufzeichnung des Suizids ist dann bei Facebook, Twitter und TikTok gelandet. Nicht einmal, sondern viele, viele Male. Die Netzwerke waren bemüht, das Suizid-Video zu entfernen – auch das immer wieder, weil es viele Verrückte gibt. … … weiterlesen

Facebook: Erst mal Schluss mit Virtueller Realität in Deutschland

Das war es erst einmal für Facebooks VR-Brillen in Deutschland. Der Konzern stellt den Verkauf der Oculus Rift und der Oculus Quest ein. Für den Moment jedenfalls. Schuld ist offenbar die Daten-Gier von Facebook. Damit könnte uns die vielversprechendste Virtual-Reality-Brille auf dem Markt verloren gehen.

Aber von Anfang an: VR ist eine faszinierende Technik, die aber seit Jahren Schwierigkeiten hat, sich beim privaten Nutzer durchzusetzen. Vielen ist sie zu teuer, zu kompliziert. Wer sie nicht selbst ausprobiert hat, kann die Faszination kaum nachvollziehen.

Darum muss die Virtuelle Realität unkompliziert sein, ohne störende Kabel. Idealerweise kann man die Brille aufsetzen und loslegen. Wenn VR in Privathaushalten ankommen soll, dann nur so.

Ohne Facebook keine Oculus-VR

Das alles galt bisher ausschließlich für die kabellose Oculus Quest, das machte sie erfolgreich – bis der Oculus-Mutterkonzern Facebook vor zwei Wochen angekündigt hatte: Wer die Quest oder die Oculus Rift benutzen will, muss sie in … … weiterlesen

Chip im Kopf – Smartphone per Gedanken steuern

Technik-Milliardär Elon Musk hat eine neue Vision: Er will nicht nur mit Tesla die besten Elektroautos bauen und mit SpaceX der NASA Konkurrenz machen, sondern nun mit seiner neuesten Firma Neuralink auch in den Bereich der Medizin vordringen.

Musks Unternehmen entwickelt und baut einen Chip, der in der Lage ist, Signale aus dem Gehirn auf Maschinen zu übertragen, zum Beispiel auf das Smartphone – drahtlos, per Bluetooth.

Elon Musk will das Gehirn "auslesen" können: Der Chip ist nur der erste Schritt; Rechte. WDR/Schieb

Elon Musk will das Gehirn “auslesen” können: Der Chip ist nur der erste Schritt.

Einsatz im medizinischen Kontext

Der streitlustige Unternehmer sieht verschiedene Anwendungsgebiete: Die Behandlung von Schmerzen, Sehstörungen, Hörverlust, Schlafstörungen, Hirnschäden oder Rückenmarksverletzungen … … weiterlesen

Versteckte Kosten: Wie viel Glücksspiel steckt in Lootboxen?

Games sind für viele eine wunderbare Freizeitbeschäftigung – aber zweifellos auch ein riesiges Geschäft. Allein in Deutschland setzt die Branche jedes Jahr sechs Milliarden Euro um – nur mit den Spielen selbst. Was für Hardware etc. ausgegeben wird, kommt noch dazu. Sechs Milliarden Euro – das ist sechs Mal so viel, wie zum Beispiel 2019 an den Kinokassen verdient wurde. Das macht schon deutlich, wie groß diese Branche mittlerweile ist.

Lootboxen ziehen Spielefans unentwegt Geld aus der Tasche

Auf der Gamescom, die vor wenigen Tagen diesmal ausschließlich online stattgefunden hat, gab es wieder viele neue Titel und Spiele zu sehen. Von einer unliebsamen Masche will sich die Branche aber nicht so wirklich verabschieden, obwohl viele Gamer sie nicht mögen: Geld verdienen mit Lootboxen. Lootboxen sind virtuelle “Beutekisten”, die Spieler in Games für gute Leistungen bekommen. Inhalt: Virtuelle Gegenstände wie Waffen, Westen oder besondere Spielstärken.

Seit etlichen Jahren gibt es … … weiterlesen

Digitalsteuer: Google lässt sie einfach uns zahlen

Google, Facebook, Microsoft: Die US-Konzerne verdienen Milliarden über Milliarden mit ihren Diensten – und machen unfassbare Gewinne. Branchenführer ist Google: Kein anderes Unternehmen verdient so viel mit Werbung. Das Problem bei diesen Konzernen, die praktisch nichts wirklich herstellen, sondern “nur” Dienstleistungen anbieten – aber das weltweit: Sie können alle sich bietenden Steuerlücken nutzen, ihr Geld nahezu beliebig hin und her schieben und so Steuern vermeiden. Die Gewinne fallen einfach da an, wo keine oder kaum Steuern zu zahlen sind.

US-Konzerne vermeiden gerne vor Ort Steuern zu zahlen; Rechte: WDR/Schieb

US-Konzerne vermeiden gerne vor Ort Steuern zu zahlen

US-Konzerne zahlen bei uns kaum Steuern

So kommen Google, Facebook und Apple auf absurd niedrige Steuerquoten. Laut Focus zahlte Google in Europa nur drei Prozent Steuern. … … weiterlesen

Corona: Apple und Google tracen jetzt auch selbst

Es ist ruhig geworden um die Corona-App. Noch im Mai hat die App viele Debatten bestimmt. Gegner befürchteten den kompletten Überwachungsstaat, Befürworter sahen darin das wichtigste Instrument, um die Pandemie einzudämmen. Irgendwie hatten alle Unrecht: Weder haben wir durch die App einen orwellschen Überwachungsstaat bekommen, noch können wir uns über das Ende der Pandemie freuen. Die Wirkung der Corona-Warn-App scheint in jeder Hinsicht weniger stark als erwartet.

Die Corona-Warn-App - demnächst geht es auch ohne; Rechte: WDR/Schieb

Google und Apple wollen eine Alternative zur Corona Warn App anbieten

Apple und Google: Tracing direkt im Betriebssystem

Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache: Apple und Google wollen die Tracing-Funktion nun wie angekündigt direkt in ihre Betriebssysteme Android und iOS einbauen. Die Unternehmen … … weiterlesen

Reface App: Sei doch auch mal ein Superstar…

Wir haben hier in Digitalistan schon öfter über die enormen Fortschritte im Bereich der Deep-Fake-Videos berichtet: Gemeint ist damit, wenn Künstliche Intelligenz (KI) Videos derart geschickt verändert, dass sie zwar realistisch aussehen, aber doch nur Fake sind.

Etwa dann, wenn eine prominente Person wie Barack Obama in einem Deep-Fake-Video plötzlich ganz andere Dinge sagt als im Original-Video. Oder sogar Dinge ausspricht, die sie so noch nie gesagt hat. Oder wenn die Mimik verfremdet wird. Es gibt heute viele Möglichkeiten.

Reface App ersetzt Gesichter in Videos und GIFs; Rechte: WDR/Schieb

Reface App ersetzt in Sekunden Gesichter in Videos und GIFs

Deep Fakes werden zur Popkultur

Bislang waren solche Deep-Fake-Videos aber etwas fürs Experten: Nur Fachleute mit Zugriff auf leistungsfähige Rechner und KI-Software … … weiterlesen

Die Gamescom 2020 war eine Enttäuschung

Die Gamescom ist vorbei, und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Vor ein paar Tagen war ich noch vorsichtig optimistisch. Doch Ernüchterung hat sich breit gemacht.
Ich fasse zusammen.

Das lief gut auf der Gamescom

Die “Indie Arena Booth” hat Spaß gemacht: Im Browser konnten Spielerinnen und Spieler mehr als 180 Games entdecken, anspielen und mit Entwicklern ins Gespräch kommen. Hier kam zumindest ein bisschen Atmosphäre auf – so können digitale Messen in Zukunft aussehen.

Und es gab gute Nachrichten für die Spiele-Industrie: Die Großprojekt-Förderung kommt. Bisher sind Förderungen von Entwicklungen auf 200.000 Euro gedeckelt, ab dem 28. September sind zweistellige Millionen-Beträge möglich. Was Games aus Deutschland auf „Weltniveau“ bringen soll, dürfte zumindest viel Geld in die Kassen hiesiger Studios spülen.

https://blog.wdr.de/digitalistan/wp-content/uploads/sites/2/2020/08/200831_falk_foederung.mp3

Felix Falk vom Game-Verband über die Games-Förderung.

Das lief schlecht auf der Gamescom

Die Gamescom hatte ihren Miniskandal im Rahmen … … weiterlesen

Was Deine Personenkennziffer über Dich verraten könnte…

In den USA kennt jeder seine “Social Security Number” – kurz SSN – auswendig. Die neunstellige Zahlenfolge bleibt ein Leben lang gleich – und wird als Identitätsnachweis benötigt, zum Beispiel im Job oder für die Steuer. Denn in den USA gibt es keinen Personalausweis – und auch keine Meldepflicht in der Gemeinde, in der man gerade lebt.

Jedem Bürger seine Kennziffer

Nun will Bundesinnenminister Horst Seehofer etwas Vergleichbares auch bei uns einführen: Die ohnehin bei Geburt vergebene Steuer-ID soll zur Personenkennziffer werden. Wenn wir die nicht mehr nur bei der Steuerklärung angeben, sondern auch bei Vertragsabschlüssen, Versicherungen, bei der Führerscheinstelle etc., lässt sich leicht alles auf eine Person zurückführen. Die Personenkennziffer wäre jeweils einmalig.

Der Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums (PDF) dazu liegt bereits vor. Und in der Tat: Vieles ließe sich dadurch vereinfachen. Vor allem Verwaltungsvorgänge.