LG Düsseldorf: Mündliche Verhandlungen im Wege der Videokonferenz

Das LG Düsseldorf hat in dieser Woche erklärt, die Möglichkeit einer Videokonferenz zur Durchführung von mündlichen Verhandlungen in Zivilrechtsstreitigkeiten nach § 128a ZPO zu erleichtern. Damit kommt das Gericht einer der wesentlichen Forderungen der “Adhoc-Initiative Legal Tech” nach, die sich jüngst mit einem Offenen Brief an die Justizminister der Länder sowie die Präsidenten der Land- und Amtsgerichte gewendet hatte. (LTB berichtete)

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sei in den letzten Wochen der Sitzungsbetrieb in körperlicher Anwesenheit der Prozessbeteiligten auf dringend notwendige Gerichtstermine reduziert worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichts. “Mündliche Verhandlungen in Zivilrechtsstreitigkeiten können jedoch auch ohne körperliche Präsenz im Wege der Bild- und Tonübertragung mittels einer Videokonferenz durchgeführt werden. Dies ist schon seit Einführung der Vorschrift des § 128a ZPO im Jahre 2013 möglich.”

Um die Verhandlungen im Wege der Bild- und Tonübertragung zu erleichtern, habe das LG nunmehr seine … … weiterlesen

Corona-Krise: Adhoc-Initiative Legal Tech fordert Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Justiz

Von Mischa Peters — Im Zuge der Auswirkungen der Corona-Krise haben sich Vertreter mehrerer Legal-Tech-Unternehmen und -Kanzleien unter dem Label “Adhoc-Initiative Legal Tech” mit einem Offenen Brief an die Justizminister der Länder sowie die Präsidenten der Land-und Amtsgerichte gewendet und sofortige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Justiz vorgeschlagen. Insbesondere regt die Initiative an, die verstärkt Möglichkeiten der § 495a ZPO (Streitwert unter 600 €) und §128a ZPO (Verhandlung im Wege der Bild-und Tonübertragung) zu nutzen.

Die Corona-Krise stellt eine besondere Herausforderung dar – auch für die Justiz. Die Verfasser des Offenen Briefs um die Legal-Tech-Gründer Dr. Daniel Halmar (Lexfox – wenigermiete.de) und Dr. Philipp Kadelbach (Flightright) sowie Legal-Tech-Experte Markus Hartung (Chevalier Rechtsanwaltsgesellschaft) haben daher Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Justiz angemahnt.

Konkret fordern sie von den Adressaten des Briefs dafür Sorge zu tragen, dass zum einen ab sofort mündliche Verhandlungen nur noch in absoluten Notfällen anberaumt werden und … … weiterlesen

Ringvorlesung: KI – zwischen Hype und Realität

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist aus der aktuellen Debatte um Zukunftstechnologien nicht wegzudenken. Prof. Markus Kaiser, Professor für praktischen Journalismus an der TH Nürnberg, organisiert im Sommersemester 2020 eine Ringvorlesung zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Experten aus Wirtschaft und Forschung erläutern an fünf Abenden die Chancen und Folgen von neuen Technologien. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Erst im Oktober letzten Jahres verkündete Ministerpräsident Dr. Markus Söder in einer Regierungserklärung die „Hightech Agenda Bayern“, ein Förderprogramm in Milliardenhöhe für die Forschung in Bayern. Eine der wichtigsten Säulen der Agenda ist die Investition in Künstliche Intelligenz (KI), unter anderem in neue Lehrstühle auf diesem Gebiet. Da sich die Industrie in Deutschland immer stärker vom produzierenden Gewerbe hin zu Wissens- und Technologiedienstleistungen entwickelt, gewinnen Themen wie KI stark an Bedeutung. Die Sprachassistenten Siri und Alexa haben bereits in vielen Haushalten Einzug erhalten, und auch die Wetterberichte auf den Smartphones oder der Liveticker eines … … weiterlesen

Deutsche Telekom steigt bei Legal Tech Hub Vienna ein

Die Deutsche Telekom ist ab sofort Platin Partner des Legal Tech Hub Vienna (LTHV). Als international führender Telekom-Anbieter, ist die Deutsche Telekom eine wertvolle Bereicherung für das bestehende LTHV-Netzwerk.  Für die juristischen Mitarbeiter der Deutschen Telekom Gruppe, rund 150 davon allein in Deutschland, stellt die Digitalisierung im Rechtsbereich ein zukunftsweisendes Thema dar.

Axel Lützner, Leiter M&A/Corporate Finance im Rechtsbereich der Deutschen Telekom: “Der LTHV ist eine Initiative, die wir für die gesamte europäische Rechtsbranche für sehr hilfreich und wichtig erachten. Wir verfolgen die Entwicklung des LTHV seit seiner Gründung. Und sie beeindruckt uns. Wir freuen uns daher sehr über unsere LTHV-Partnerschaft.” Besonders überzeugt zeigte sich die Deutsche Telekom vom Sandbox-Charakter des LTHV-Accelerator-Programms für Legal Tech-Startups, also ein Ort an dem die praktische Anwendung geübt und simuliert werden kann. Peter Schichl, Leiter Technik- und Einkaufsrecht und Chief Legal Tech Officer der Deutschen Telekom: “Das Konzept und die … … weiterlesen

Bundesverbandes Legal Tech Deutschland e.V. gegründet

Die Legal-Tech-Szene formiert sich. Anfang Mürz wurde der Bundesverband Legal Tech Deutschland e.V. gegründet. Vorstandsvorsitzende sind Alisha Andert von der Arbeitsrechtskanzlei Chevalier und Dr. Philipp Plog, Managing-Partner bei Fieldfisher.

Ziel des Verbandes ist es, die vermeintliche Kluft zwischen Anwaltschaft und Legal Tech Unternehmungen innerhalb und außerhalb von Kanzleien zu überwinden. Er sieht sich als Repräsentant von Legal-Tech-Unternehmungen und setzt sich für einen innovationsfreundlichen Rechtsrahmen, Rechtssicherheit sowie die Förderung und Erleichterung von Investitionen in Legal-Tech-Unternehmungen ein.

Die initialen Forderungen der Initiative sind die Liberalisierung der anwaltlichen Vergütungsregelungen (Freigabe von Erfolgshonoraren) und die Schaffung eines RDG-Erlaubnistatbestands für außergerichtliche, nicht-anwaltliche Rechtsberatung. Kanzleien sollen mehr Bewegungsfreiheit bei der Entwicklung eigener Legal-Tech-Angebote bekommen. Für moderne Rechtsdienstleister egal welcher Organisationsform soll Rechtssicherheit für ihre Geschäftsmodelle herrschen.

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Bundestag: Keine Einigkeit über Legal Tech im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz

Um die Modernisierung des Rechtsdienstleistungsrechts und die Stärkung der Anwaltschaft ging es bei einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz am Mittwoch. Acht Sachverständige äußerten sich in der vom stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Herbert Hirte (CDU) geleiteten Sitzung zu einem Gesetzentwurf der FDP-Fraktion und einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Liberalen stellen in ihrer Vorlage fest, dass Rechtsanwälte seit jeher allen Bürgern den Zugang zum Recht gewährleisten. Gleichzeitig hätten sich in den letzten Jahren neue Unternehmensformen der Rechtsberatung etabliert. Um diesen neuen Sektor rechtsberatender Dienstleistungen, in erster Linie sogenannte Legal-Tech-Anwendungen, nicht einem Feld von gerichtlichen Einzelfallentscheidungen zu überlassen, müsse der Gesetzgeber tätig werden. Insbesondere die Digitalisierung der Rechtslandschaft verlange zügig Regelungen, die die Automatisierung von Rechtsdienstleistungen zum Inhalt haben.

Die Grünen setzen sich in ihrem Antrag dafür ein, die Anwaltschaft unter anderem durch eine angemessene Erhöhung der Rechtsanwaltsgebühren zu stärken. Der Bundestag solle die Bundesregierung auffordern, einen Gesetzentwurf … … weiterlesen

Fluggastrechte: AirHelp zieht wegen Ryanair-Streik vor den BGH

Ryanair weigert sich trotz EU-Rechtssprechung, seine Passagiere für Flugausfälle aufgrund von Streiks zu entschädigen – Landgerichte in Deutschland entscheiden in der Sache überwiegend verbraucherfreundlich – AirHelp zieht vor den Bundesgerichtshof.

Im Dezember 2017 fielen zahlreiche Ryanair-Flüge aus, weil die deutschen Piloten der Fluggesellschaft für bessere Arbeitsbedingungen streikten. Passagiere, die von diesen Flugsausfällen betroffen waren, haben gemäß der EU-Fluggastrechte Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Die irische Billig-Airline weigert sich jedoch, seine Kunden rechtmäßig zu entschädigen. Nun zieht das Legal Tech-Unternehmen AirHelp in der Sache vor den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

In dem konkreten Fall geht es um einen Reisenden, dessen Flug von Bari nach Düsseldorf am 22.12.2017 aufgrund der Pilotenstreiks gestrichen wurde. Daraufhin forderte dieser Ryanair mit Hilfe von AirHelp dazu auf, ihn gemäß der EU-Gesetzgebung mit 250 Euro zu entschädigen. Die Airline selbst gibt an, dass Personalstreiks außergewöhnliche Umstände seien, die die … … weiterlesen

Legal-Tech-Startups: Wie wird KI eingesetzt?

Was ist eigentlich künstliche Intelligenz und wie wirkt sie sich auf die Tätigkeit der Juristen aus? KLUGO erläutert, wie Legal-Tech-Unternehmen bereits KI einsetzen und entwickelt selbst eine KI, damit Kunden leichter den perfekt zu ihrem Rechtsproblem passenden Anwalt erhalten.

Legal Tech verändert zunehmend die Rechtsbranche und setzt dazu Algorithmen, KI und Software ein. Zu den Zielen der Legal-Tech-Unternehmen gehören optimierte und überwiegend automatisierte Arbeitsprozesse. Doch wie weit sind die Legal-Tech-Unternehmen in der Entwicklung von KI bereits heute und was ändert das an der täglichen Arbeit der Rechtsanwälte?

Kleine und mittelgroße Anwaltskanzleien wissen oftmals noch nicht, wie sie von neuen Technologien profitieren können und in welchen Bereichen die Neuerungen sinnvoll sind. Gleichzeitig haben alle Kanzleien den Wunsch zukunftsfähig zu bleiben und die für Kunden optimale Rechtsberatung anzubieten.

Erstmals hatte sich vor etwa 70 Jahren der Mathematiker Alan Turing mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Er wirft in seinem Werk „Computing Machinery and … … weiterlesen

Sir LAWI LORD: Online-Tool von LAWIO zur Mietsenkung durch den Mietendeckel

Zum Inkrafttreten des sogenannten Berliner Mietendeckels (Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung) hat das Magdeburger Legal-Tech-Startup LAWIO bekanntgegeben, seine Dienstleistung auch auf dieses Gebiet auszuweiten. Für Berliner Mieter*innen stellt das neue Online-Tool eine Hilfestellung rund um den Mietendeckel dar. Sie können mittels des Mietendeckelrechners Rechtsansprüche an LAWIO abtreten, ohne die Kostenrisiken der Mietsenkung zu tragen. Das übernimmt das Unternehmen.

LAWIO-Geschäftsführerin Lea Bötticher möchte den Mietern in Berlin mit dem neuen LAWIO-Tool zu mehr Klarheit in Sachen Mietobergrenze verhelfen.

Mit dem Mietendeckel werden ca. 1,4 Mio. Mieten in Berlin auf dem Niveau vom Stichtag 18.6.2019 für fünf Jahre eingefroren. Die Mietobergrenzen richten sich insbesondere nach Baujahr und Ausstattung der jeweiligen Wohnung. Hinzu kommen können unter Umständen kleinere Aufschläge pro Quadratmeter für Modernisierungen oder die gute Wohnlage der Wohnung.

Auf der Webseite … … weiterlesen

2. Düsseldorfer Legal Tech Pitch

Beim 2. Düsseldorfer Legal Tech Pitch in der Fachbuchhandlung Sack in Düsseldorf am 25. März (18 Uhr) stellen ausgewählte Legal-Tech-Unternehmen digitale Workflow-Lösungen für den Arbeitsalltag vor. Die Teilnahme ist kostenlos.

Sack Fachmedien und legal-tech.de veranstalten diese zweite Auflafe des Düsseldorfer Legal Tech Pitch. Vier ausgewählte Legal-Tech-Unternehmen präsentieren in jeweils zwölf Minuten spannende Pitches für den Arbeitsalltag. An die Pitches schließt sich eine moderierte Fragerunde und Podiumsdiskussion an.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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Schutz vor Scheinselbstständigkeit für Firmen und Freiberufler: TW Legal Tech und HalloFreelancer bieten digitalen Schnelltest

Wenige Trends stehen so deutlich für den Wandel der Arbeitswelt wie das Freelancing: In den letzten 20 Jahren hat sich die Anzahl der Selbstständigen in Deutschland mehr als verdoppelt. Jeder zweite Angestellte hierzulande kann sich laut einer Forsa-Studie aus dem Jahr 2019 vorstellen, als Freelancer zu arbeiten. Für Unternehmen sind Selbstständige in Zeiten von Fachkräftemangel und projektbasiertem Arbeiten unverzichtbar geworden. Doch durch eine strengere Rechtsprechung wächst für beide Seiten die Herausforderung, gesetzliche Rahmenbedingungen und Ansprüche der Sozialversicherungsträger einzuhalten. Um Unternehmen und Freiberuflern vor Vertragsabschluss mehr Sicherheit zu geben, bietet der XING Service HalloFreelancer in Kooperation mit TW Legal Tech Zugang zu einem digitalen Scheinselbstständigkeits-Check.

Erster rechtsverbindlicher Online-Check 
Unternehmen können mit dem von TW Legal Tech entwickelten Scheinselbstständigkeits-Check auf einfache Weise prüfen, ob die Zusammenarbeit mit dem favorisierten Freelancer rechtskonform ist. Über die digitale Plattform HalloFreelancer greifen Unternehmen auf den Online-Check zu. Mittels dynamisiertem Fragebogen werden Angaben zu Arbeitsort, Weisungsbefugnis und … … weiterlesen

“Alexa, starte Otto Schmidt”

Ab sofort stellt Otto Schmidt seine Meldungen über den Amazon-Sprachassistenten Alexa zur Verfügung.

Der neue Alexa-Skill von Otto Schmidt bietet die Möglichkeit, per Sprachsteuerung aktuelle Meldungen abzuhören. Zur Auswahl stehen die Rechtsgebiete Arbeitsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht und Zivilrecht. Möchte sich der Nutzer mit einer Meldung später eingehender beschäftigen, kann er sich diese auf Befehl in ausführlicher Form per E-Mail zuschicken lassen.

“Damit bietet Otto Schmidt für seine aktuellen Meldungen einen weiteren innovativen Informationskanal”, so Andre Schaper, Leitung Elektronische Medien. “Die Informationsflut bei Rechtsanwälten und Steuerberatern nimmt immer mehr zu. Gleichzeitig verlieren wir im Alltag viel ungenutzte Zeit, z.B. im Stau. Mit unserem Alexa Service kann man sich auch im täglichen Berufsverkehr oder zu Hause mit Smartphone bzw. Alexa-fähigen Lautsprechern bequem und kompakt über die aktuellen Entwicklungen informieren. Besonders interessante Meldungen lässt man sich in der Langform mit einem Sprachbefehl per Mail schicken.“

Der Otto-Schmidt-Skill kann direkt über den jeweiligen Sprachbefehl (auf … … weiterlesen

Automatisierung von Rechtsdienstleistungsprodukten: PwC Legal und BRYTER arbeiten zusammen

Verschiedene Mitgliedsunternehmen des PwC Legal-Netzwerks in Europa werden künftig auf die Automatisierungstechnologie der BRYTER GmbH setzen. Mithilfe der “No-Code”-Automatisierungsplattform können die PwC-Rechtsexperte professionelle Anwendungen erstellen und komplexes juristisches Wissen in verständliche Werkzeuge umwandeln.

Die Auswirkungen der Digitalisierung sind allgegenwärtig. Der Implementierung der richtigen Lösungen kommt daher entscheidende Bedeutung zu, wenn es darum geht, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Abläufe zu verbessern – intern wie extern. Maßgeblich wird dabei sein, auf welche Art und Weise sie Dienstleistungen für ihre Kunden erbringen und wie sie ihre Mitarbeiter digital weiterbilden.

In Anwaltskanzleien ist die Kluft zwischen der Produktentwicklungsabteilung und den Rechtsexperten häufig gewaltig. Während die Rechtsexperten in der Regel erst das marktreife Produkt zu Gesicht bekommen, hat das Produktentwicklungsteam meist keinen direkten Kontakt zum Kunden. Eine mögliche Lösung für dieses Problem stellen No-Code-Plattformen dar, die es Rechtsexperten ohne technisches Know-how ermöglichen, ihr eigenes Produkt erfolgreich selbst zu entwicklen.

“No-Code-Plattformen … … weiterlesen

Legal-Tech-Umfrage: Anwälte begreifen Legal Tech zunehmend als Chance

Von Mischa Peters — Legal-Tech-Umfrage unter Rechtsanwälten von Anwalt-Suchservice, FFI-Verlag, Sack Mediengruppe und Verlag Dr. Otto Schmidt liefert interessante, zum Teil überraschende Ergebnisse – Differenziertes Bild zur Legal-Tech-Realität in deutschen Anwaltskanzleien – Große Mehrheit sieht Legal Tech weniger als Gefahr, sondern als Chance für die Anwaltschaft – Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit als Motivationsfaktoren.

Wie gehen Anwälte mit dem Thema “Legal Tech” um? Wer nutzt bereits moderne Technologien? Wo liegen Herausforderungen und Chancen für die Anwaltschaft? Diesen und anderen spannenden Fragen sind der Anwalt-Suchservice, der FFI-Verlag, die Sack Mediengruppe und der Verlag Dr. Otto Schmidt im Rahmen einer gemeinsamen großen Umfrage zur Digitalisierung der Anwaltschaft nachgegangen. Die Ergebnisse der Online-Umfrage liefern zum Teil überraschende Erkenntnisse.

Legal Tech bewegt, und zwar nicht nur junge, per se technik-affine Anwälte. Mehr als ein Drittel aller Umfrage-Teilnehmer sind 50 Jahre alt oder … … weiterlesen

Kündigung? Mit simpleLEGAL Abfindungsansprüche checken

Von Mischa Peters — Der Kölner Rechtsanwalt Sascha Greier bietet seit Anfang des Jahres den Kanzleiservice simpleLEGAL an. Mit diesem Online-Service will der Legal-Tech-Gründer Arbeitnehmern schnell und einfach bei der kostenlosen Ermittlung und Durchsetzung von Abfindungsansprüchen helfen.

Kündigungen von Arbeitsverhältnissen sind häufig unwirksam. Und die große Mehrzahl aller Kündigungsschutzverfahren enden mit einem Vergleich, bzw. der Zahlung einer Abfindung. Dennoch scheuen viele Arbeitnehmer den Gang zum Anwalt und vor Gericht. Über den kostenlosen Abfindungsrechner von simpleLEGAL (https://simplelegal.de/kuendigungsschutzklage/abfindungsrechner) können Arbeitnehmer nun innerhalb weniger Minuten nach Erhalt einer Kündigung erfahren, ob und in welcher Höhe realistische Aussichten auf Zahlung einer Abfindung bestehen. Nach der Online-Erstprüfung folgt eine kostenlose Beratung via E-Mail, Telefon oder WhatsApp durch einen Anwalt. So weiß der Arbeitnehmer i.d.R. innerhalb von 24 Stunden sicher, ob ein Vorgehen gegen die Kündigung unter Berücksichtigung sämtlicher Sonderfälle sinnvoll ist und welche Kosten dabei anfallen

simpleLEGAL … … weiterlesen

meinBafög: Wenn Antragswesen auf Digitalisierung trifft

Von Mischa Peters — Pascal Heinrichs, Philipp Leitzke und Alexander Rodosek, die Gründer von meinBafög, wollen mit ihrem Portal das BAföG umkrempeln. Dynamik statt Status quo. In ihrem Team, so steht es auf der meinBafög-Homepage, trifft Antragswesen auf Digitalisierung. Was das genau bedeutet, welche Zeitersparnis Studierende mit meinBafög erzielen können, wie sich mit dem Service Geld verdienen lässt und warum Funding bei einem digitalen Business aus seiner Sicht keinen Sinn macht, verrät uns Pascal im Interview mit dem Legal Tech Blog.

LTB: Hallo Pascal, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst und uns einen Einblick in das Geschäftsmodell von meinBafög geben magst. An wen sich Euer Service richtet, verrät bereits der Name meinBafög: Was können Studierende erwarten, wenn sie sich in Sachen BAföG an Euch wenden?

Pascal Heinrichs: Hallo Mischa, danke für die Einladung. Grundsätzlich können nicht … … weiterlesen

Fluggastrechte: Verfahren per Videokonferenz

Deutsche Gerichte kommen an ihre Grenzen, weil sie in den letzten Jahren immer mehr Verfahren zu Entschädigungsfällen bei ausgefallenen oder verspäteten Flügen verhandeln müssen. Um den Ressourcenaufwand der Gerichte zu reduzieren, hat das AG Frankfurt a.M. am 20.12.2019 ein Pilotprojekt gestartet, bei dem ausgewählte Verfahren per Videokonferenz verhandelt werden. Das führende deutsche Fluggastrechteportal Flightright soll als erstes Legal-Tech-Unternehmen am Pilotprojekt teilnehmen.

Es gibt verschiedene Faktoren, warum die Zahl der Verfahren zu Fluggastrechten an deutschen Gerichten gestiegen ist: Flugchaos, uneinsichtige Airlines und auch besser informierte Verbraucher. Gerade kleinere Gerichte führt dies an ihre Kapazitätsgrenzen. Flightright ist an vielen Fluggastrechteverfahren beteiligt. Das Legal-Tech-Unternehmen ist deshalb daran interessiert, den Herausforderungen mit neuen Technologielösungen zu begegnen: “Video-Verhandlungen bringen mehrere Vorteile”, so Alexander Weishaupt, Rechtsexperte bei Flightright. “Mit ihnen kann die Prozessführung im Sinne aller Beteiligten beschleunigt werden. Wir als Fluggastrechteportal haben so die Chance, Verbraucheransprüche schneller zu verhandeln. In unseren Augen ist das Projekt … … weiterlesen

hartz4widerspruch.de: Positiver Impact auf den Verbraucherschutz

Von Mischa Peters — Marco Klock ist Geschäftsführer der Atornix GmbH (ehemals casecheck GmbH), die neben dem Hauptportal Atornix.de mit dieselabgasskandal-helfer.de und hartz4widerspruch.de zwei spezialisierte Portale für Verbraucherrecht betreibt. Letzteres ist für Marco Klock insofern eine Herzensangelegenheit, als dass es den Beweis liefern soll, dass Legal Tech einen positiven Impact auf den Verbraucherschutz hat. Die Marke Atornix soll indes zu einem “Amazon für Rechtsdienstleistungen” ausgebaut werden. Im Interview mit dem Legal Tech Blog gewährt uns Marco Klock einen spannenden Blick hinter die Kulissen und erklärt das Geschäftsmodell von Atornix und insbesondere hartz4widerspruch.de.

LTB: Lieber Marco Klock, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen, um unseren Lesern ein paar Fragen zu beantworten. Sie sind gemeinsam mit Philipp Harsleben Geschäftsführer der Atornix GmbH  und betreiben u.a. das Portal hartz4widerspruch.de. Der Name dabei dürfte Programm sein. Sie … … weiterlesen

BGH-Urteil: Wenigermiete.de darf Ansprüche von Mietern weiterhin durchsetzen

Der BGH hat mit Urteil vom 27.11.2019 entschieden, dass wenigermiete.de (LexFox GmbH) als Inkassounternehmen rechtliche Ansprüche von Mietern aus den Vorschriften zur Mietpreisbremse auch zukünftig wie bisher durchsetzen darf. Exemplarisch ging es bei der Entscheidung um den Fall eines Mieters aus Berlin, der laut Mietspiegel rund 24 € zu viel Miete zahlte. Das Urteil ist richtungsweisend, weil auch andere Legal-Tech-Unternehmen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten.

“Die heutige Entscheidung des BGH ist ein Meilenstein für den Verbraucherschutz”, findet Dr. Daniel Halmer, Rechtsanwalt und Gründer von wenigermiete.de. “Die Durchsetzung von kleinen und mittleren Ansprüchen über klassische Kanzleien war bisher so teuer, dass kaum ein Verbraucher seine Rechte eingefordert hat. Unternehmen wussten das und haben deshalb systematisch gegen geltendes Recht verstoßen. Mit unserer Technologie und dem Inkasso-Modell senken wir Kosten soweit, dass es sich endlich lohnt, auch kleine Rechtsansprüche von Verbrauchern zu verfolgen und durchzusetzen.”

Die Richter am BGH argumentieren, dass eine weite … … weiterlesen

Stuttgarter Zukunftssymposium: “Arbeit 4.0 – Kollege KI”

Am 15./16. November hat zum dritten Mal das Stuttgarter Zukunftssymposium stattgefunden – Motto in diesem Jahr: “Arbeit 4.0 – Kollege KI”. Erstmalig war mit der iurFRIEND AG in diesem Jahr ein Legal Tech Unternehmen als Silberpartner dabei.

Das Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog über Ethik und künstliche Intelligenz zu fördern. Veranstalter des Zukunftssymposiums waren die Giordano-Bruno-Stiftung, das Weltethos-Institut Tübingen sowie die Integrata Stiftung. Rund 200 Besucher aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft waren in Stuttgart dabei. Das Veranstaltungsprogramm umfasste neben einer Ausstellung mehr als 25 hochkarätige Vorträge u.a. durch den Bestseller-Autor, Fernsehjournalist und US-Sicherheitsexperten Jay Tuck.

Digitale Technologien und künstliche Intelligenz beeinflussen zahlreiche Branchen, sowie die Arbeit von Anwälten oder Gerichten. Seit Anfang an setzt sich das Düsseldorfer Unternehmen iurFRIEND AG für die Digitalisierung der Anwaltsarbeit ein. Das Team beschäftigt sich mit neuen anwaltlichen Arbeitsprozessen und mit intelligenter Technik, um Kanzleiarbeit effizienter zu gestalten. Dabei geht es um neue … … weiterlesen

Kai Jacob joins Deloitte Legal

Deloitte Legal grows in the area of Legal Management Consulting. Kai Jacob will join as a new partner in the Stuttgart office.

Kai Jacob will start working as a partner at the firm’s Stuttgart office on 1 November 2019. Mr. Jacob changes from SAP SE. As Global Vice President Legal Technology & Innovation, he was responsible for contract management at SAP and together with his team supported the development of SAP’s Enterprise Contract Management and Assembly Solution in S4/HANA. In addition, Kai Jacob is the author of numerous articles on various topics related to the transformation of the legal market and a member of the board of the Liquid Legal Institute e.V.

“Deloitte Legal offers an almost unique national and international network in a multidisciplinary consulting environment and especially in technology implementation. These are excellent conditions for Kai Jacob’s transformation expertise, in particular in view of our interdisciplinary network of … … weiterlesen

Veranstaltung – 28.11.2019 – “Legal Tech Urteil”

Das Legal Tech-Urteil für Deutschland kommt!

Datum: 28. November 2019
Zeit: 18:00
Ort:Moot Court (1.21)

Der Bundesgerichtshof entscheidet am 27. November über wenigermiete.de – am Tag danach veranstalten Bucerius IP Center und die Kanzlei Fieldfisher eine Paneldiskussion mit den Beteiligten. Macht das Gericht den Weg für den Einsatz von Technologie in der Rechtsberatung frei? Kann ein Mietpreisrechner subsumieren? Darf Rechtsberatung außerhalb von Kanzleien erbracht werden? Das sind Kernfragen, zu denen die Branche auf ein Grundsatzurteil wartet.

Paneldiskussion mit:

  • Dr. Daniel Halmer, Gründer von wenigermiete.de
  • (Partei des BGH-Verfahrens)
  • Dr. Philipp Hammerich, Geschäftsführer der rightmart Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
  • Dr. Rolf Schultz-Süchting, Hanseatische Rechtsanwaltskammer (erstritt zuletzt das Smartlaw-Urteil des LG Köln)

ANMELDUNG HIER

Agenda

17:30 Uhr – Einlass

18:00 Uhr – Begrüßung

18:05 Uhr – Kurze Analyse des BGH-Urteils vom Vortrag von Dirk Hartung, Bucerius Law School

18:15 Uhr – Paneldiskussion, Moderation Dr. Philipp Plog, Fieldfisher

19:30 Uhr – … … weiterlesen