Seit der Edge Version 112.0.1722.34 und neuer hat Microsoft mal wieder ein massives Sicherheitsproblem. Dieses Mal bezieht es sich auf den Datenschutz der Nutzer des Microsoft Edge Browsers. Durch die Nutzung der oben genannten Versionen müssen die Verwender des Browsers damit rechnen, dass all ihre besuchten Webseiten an Bing weitergeleitet werden. Um genauer zu sein: Die Informationen wie URLs werden an die API-Webseite Bingapis.com gesendet. Anscheinend ist ein Feature für dieses Datenschutzleck verantwortlich.
Ist das integrierte Feature “Vorschläge zum Folgen von Creator in Microsoft Edge anzeigen” Schuld?
Natürlich hat Microsoft direkt mit der Spurensuche begonnen und ist dabei auch fündig geworden, denn die Hauptschuld trägt das integrierte Feature “Vorschläge zum Folgen von Creator in Microsoft Edge anzeigen”. Bevor Microsoft den Edge auf die Version 112 geupdatet hatte, galt dieses Feature lediglich für ausgewählte Webseiten. Inzwischen ist das Feature offenbar auf alle Seiten ausgeweitet worden. Eigentlich wäre es sinnvoll, hierbei eine Einwilligung des Nutzers einzuholen, doch dies ist aktuell nicht der Fall.
Es handelt sich hierbei eigentlich um ein optionales Feature des Edge Browsers und kann somit auch über die Einstellungen abgeschaltet werden. Der Microsoft-Entwickler Rafael Rivera hat sich auf Nachfrage von “The Verge” zu der Situation geäußert und aufgeklärt, dass es sich dabei offensichtlich um einen Bug handelt, denn Microsoft habe keinerlei Interesse daran, diese Seiten weiterzuleiten.
Bisher gibt es noch keinen offiziellen Fix seitens Microsoft, doch man kann selbst handeln, indem man die entsprechenden Einstellungen des Browsers ändert. Hierfür geht Ihr folgendermaßen vor:
- Einstellungen
- Datenschutz, Suche und Dienste
- Dienste
- “Vorschläge zum Folgen von Creator in Microsoft Edge anzeigen” deaktivieren
Der Beitrag Neues Datenschutz Problem bei Microsoft Edge – besuchte Webseiten werden an Bing weitergeleitet (inkl. Anleitung zum Fix) erschien zuerst auf WindowsUnited.