(Rechts-)Wissenschaftliche Arbeit ist vielen ein Graus. Sie erfordert viel Geduld, Detailversessenheit und eine gewisse Frustrationstoleranz. Ständig nagende Zweifel und wiederkehrende gedankliche Sackgassen tun noch ihr Übriges.
Die KI verspricht hier Abhilfe. Sie kann wesentliche Schritte wie Recherche, Formulierung und Formatierung erheblich beschleunigen und als Sparringspartner zur Schärfung der eigenen Argumente und Thesen dienen. Damit schafft sie mehr Raum für die Arbeit an den Thesen, steigert die Produktivität und baut Eintrittshürden ab. Allerdings ist nicht jede akribische Kleinarbeit bloß lästig. Oft entstehen vielmehr beim Lesen und Formulieren gerade die entscheidenden Gedanken. Der unbedarfte Einsatz von KI in der Rechtswissenschaft birgt daher auch Risiken, etwa eine Beschleunigung zu Lasten der Qualität.
Dieser Beitrag wirft einen Blick auf „best practices“ beim Einsatz von KI in der Rechtswissenschaft und beleuchtet dabei mögliche Auswirkungen auf den Wissenschaftsbetrieb kritisch. Die Ausführungen basieren unter anderem … … weiterlesen →