Das Handelsministerium der Vereinigten Staaten hat nun verkündet, dass das Unternehmen Seagate im Zeitraum zwischen August 2020 und September 2021 fortlaufend HDDs an Huawei verkauft und sich somit strafbar gemacht hat. Der Grund dafür ist simpel, denn seit dem Jahr 2020 herrscht ein Verkaufsverbot von US-Technologie in Richtung von gewissen Ländern und dazu gehört auch China. Die Handessanktionen der US-Regierung werden auf das Genauste verfolgt und durchgesetzt.
Darum musste sich Seagate den Vorwürfen nun stellen und das tat die Firma auch. Seagate muss nun eine Rekordstrafe zahlen und hat diese bereits akzeptiert. Es handelt sich um eine Summe von rund 300 Millionen US-Dollar. Vor der Akzeptierung der Strafe hatte Seagate noch versucht, einen Ausweg zu finden, doch dieser Ansatz scheiterte.
Wie wollte Seagate die Strafzahlung verhindern?
Als Seagate mit dem Verstoß gegen die US-Sanktionen konfrontiert wurde, argumentierte das Unternehmen, dass die verkauften Festplatten nicht in den USA produziert werden und daher nicht unter die Sanktionen fallen sollten. Die HDDs wurden ursprünglich in den nachfolgenden Ländern produziert:
- China
- Thailand
- Malaysia
- Nordirland
- Singapur
Die US-Regierung ging jedoch nicht auf diese Denkweise von Seagate ein und belegte das Unternehmen mit der oben genannten Strafe von 300 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag ist auch deswegen interessant, der er die höchste Strafzahlung für einen Verstoß gegen die Sanktionen darstellt.
Andere Zulieferer für Huawei wie Toshiba und Western Digital hatten ihre Lieferungen an den chinesischen Hersteller rechtzeitig vor Inkrafttreten der Sanktionen beendet und liefen daher nicht Gefahr, Strafen zu kassieren. Seagate hingegen soll über 13 Monate nach Start der Gültigkeit der Sanktionen HDD-Laufwerke an Huawei geliefert haben. Insgesamt spricht man von einer Stückzahl von 7,4 Millionen Festplatten.
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